Ich mag den



Neulich hat mir meine liebe Frau ein Buch vom Grabbeltisch mitgebracht:
vince_ebert_bleiben_sie_neugierig.jpg

Die Sendung “Wissen vor Acht” mag ich sehr gerne (auch wenn ich um die Uhrzeit nur selten an die Glotze komme); ist sie doch wenigstens ein kleines Trostpflästerchen für Knoff-Hoff. Und der Moderator Vince Ebert versteht es, physikalische Zusammenhänge und Kabarett miteinander zu verklabustern.
Das ist in diesem Buch nicht anders, und Vince’s trocken-derber Sarkasmus passt (wie ich finde) gut rein. Wer Bücher mit Wissenschaftsanstrich mag, die aus kürzeren Kapiteln bestehen, darf beruhigt zugreifen!

Sonntag, 19. Februar 2017 by Wolfram
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Blendend!



Vergangene Woche herrschte in Marktlustenau geradezu babylonische Verwirrung, was die Straßenlampen angeht, denn das Sammelsurium an Straßenlampen wurde nach und nach umgerüstet.
Schon seit Urzeiten gibt es hier nicht „die“ Straßenlampe, sondern es wurde je nach Kunstepoche und vorherrschendem Baustil eine andere Lampentype verbaut. So gibt es am Ortseingang von Waldtann her sehr hohe bogenförmige Masten, die bis über die Mitte der Straße reichen. An diesen Masten waren Leuchtstoffröhren angebracht. Teile der Marktstraße waren mit Standard-Straßenlampen ausgestattet, deren Leuchtmittel in den vergangenen Jahren durch sparsamere (jedoch kackorange leuchtende) Quecksilberdampflampen ersetzt wurden. Dann gab es im weiteren Verlauf der Marktstraße rings um den Brunnen eher niedrige Masten mit großen runden Bobbeln dran. Und im Rest der Ortschaft gibts unter anderem den Klassiker „Mann mit Hut“.
alte_strassenlampe.jpg

Die Firma, die von der Gemeinde mit der Wartung der Straßenbeleuchtung beauftragt ist, hat nun vergangene Woche großflächig (aber bei weitem nicht vollständig) auf LED-Technik umgerüstet.
led_strassenlampe_vergleich.jpg
LEDs finde ich ja an sich so schlecht nicht, die sind allemal besser als umwelttechnisch bedenkliche Energiesparlampen. Aber man kann mit LEDs auch so einiges falsch machen, angefangen bei der Lichttemperatur über die Stromversorgung mit „schlechten“ Vorschaltgeräten und dadurch auftretendem Flimmern, mangelnder Kühlung bis hin zu unpassender Ausleuchtung. Meine Überzeugung ist, dass genau letzteres hier in Marktlustenau geschehen ist. Die neuen „Köpfe“ der umgerüsteten Straßenlampen sind sehr klein. Sie machen wahrscheinlich unten auf der Straße genauso hell wie die alten Lampen; das hat sicherlich irgendwer auch ausgerechnet. Aber sie haben keine Streuscheiben, und das ist in meinen Augen (sic!) ein No-Go. Die Dinger blenden nämlich fürchterlich, wenn man daran vorbei fährt. Und dadurch scheint es zwischen den Straßenlampen umso dunkler zu sein.
led_strassenlampe_marktlustenau.jpg

Eine ganz klare Verschlechterung!

Samstag, 18. Februar 2017 by Wolfram
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Völlig daneben



Wenn ihr mal ein Programm schreiben wollt, das so richtig überhauptgarnicht toll ist, und ihr braucht dafür eine Vorlage, dann schaut euch mal „MyDrive Connect“ von Tomtom an. Diese App macht in meinen Augen so gut wie alles falsch:

  • Ist keine native App (Java oder so?!)
  • ist unübersichtlich
  • braucht zwingend einen Account
  • Fragt ständig nach dem Benutzerpasswort (wozu?)
  • Hat eine Option, um den Rechner am Einschlafen zu hindern, die nicht funktioniert
  • Lädt mehrere Gigabytes aus dem Internet (hallo, LTE-User!)
  • Lädt die ganzen Gigabytes nochmal neu herunter, wenn sich am vorletzten Byte ein Bit verklemmt hat
  • von einem Server, der nicht mehr als 3 oder 4 MB/Sekunde liefern kann (schonmal was von CDN gehört?
  • Verrät nichts über den Downloadfortschritt, nur eine schwankhafte Prozentanzeige (Prozent von was?)
  • Zeigt Werbung für andere Produkte an, anstatt den User zu informieren, was gerade mit dem schon gekauften Gerät passiert
  • Bricht mit tollen, aussagekräftigen Fehlermeldungen à la „Aktualisierung fehlgeschlagen“ ab
  • Zeigt Auswahldialoge, die sich selbst schließen („Alte Karte vorher löschen oder neue Karte zusätzlich installieren“)
  • Hinterlässt das zu aktualisierende Gerät auch mal in einem Zustand, in dem auf dem Display nur noch ein roter Rahmen zu sehen ist und die Meldung „FEHLER: KEINE KARTEN VORHANDEN“

Prädikat: SCHROOOT!

(Ein anderer möglicher Kandidat wäre übrigens der Ravensburger Tiptoi-Manager)

Montag, 13. Februar 2017 by Wolfram
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Sonnenaufganggebastel



Heute früh habe ich den Foto gezückt und eine Belichtungsreihe mit plusminus 2EV aufgenommen. Die drei Aufnahmen hab ich dann quer durch Affinity Photo gezerrt und ein wenig an den Reglern gedreht.
Et voilà: Auch der Wolfram kann (HDR-)Kitsch …
sonnenaufgang_20170204.jpg

Samstag, 4. Februar 2017 by Wolfram
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Leben am Limit



A09 hat der Arzt als Diagnose aufgeschrieben. Das ist der ICD-10-Code für eine „Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen und nicht näher bezeichneten Ursprungs“.
In die Praxis bin ich gegangen, nachdem ich schon zwei Tage zuvor immer mal wieder heftig Bauchweh hatte und am Donnerstag dann gar schmerzhalber von der Arbeit heim bin. Obwohl aktuell der Onkel Noro durch Hohenlohe zieht, glaube ich jedoch nicht, dass der mich beehrt hat, denn dessen nach außen deutlich sichtbare Symptome („vorne“ und „hinten“) hatte ich eben nicht. Nur Bauchweh wie Sau.

Die Behandlung bestand aus dreierlei Medikamenten. Ein Schmerzmittel in Tropfenform (mit leckerem Metamizol-Natrium), Selbstzahler-Tropfen für „böse Mägen“ für “vor den Mahlzeiten” (lach) und einen „selektiven Protonenpumpenhemmer“ in Tablettenform, der die Säureproduktion im Magen nach unten schrauben soll. (Das war köstliches isländisches Pantoprazol, Anm. d. Red.)
Und außerdem aus Tee. Viel Tee. Kamillentee.
Und aus Schonkost. Schonende Schonkost. Mit viel ohne Gewürz.
Und aus Vermeidung sämtlicher den Magen reizender Genussmittel. Unter anderem und insbesondere auch reine Fruchtsäfte, Limonaden, Alkohol und Koffein.

Und wegen des letzteren Therapiepunktes, meine Damen und Herren, ist ein Teil meines post-studentischen Weltbildes total erschreckt mit dem Rücken an die Wand gehüpft, hat die Augen weit aufgerissen und ist leise wimmernd in sich zusammengebrochen.
Denn ich vertrat bislang immer die These, dass Leben ohne Wasser unmöglich sei, denn man braucht ja Wasser, um Kaffee zu machen.
Und auf Kaffee habe ich nun schon seit Donnerstag verzichtet. Gestern früh habe ich mal wieder eine Tasse probiert, aber mein Bauch hat mich freudig-zwickend darauf aufmerksam gemacht, dass das (noch?) keine gute Idee sei.

Ich gebe also (aus schmerzlicher eigener Erfahrung) zu: es gibt Leben ohne Kaffee.

Vielleicht gibt es dann auch Leben ohne Wasser?!
Ich muss dringend mal bei der NASA vorsprechen …

Dienstag, 31. Januar 2017 by Wolfram
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Wie das mit der Polarnacht wirklich funktioniert



Ich habe zum Geburtstag eine Tasse bekommen aus dem Wissenschaftshop. Letzteres bedeutet, dass alle eure eventuell aufkommenden Argumente hinsichtlich des nachfolgenden Textes nicht valid sind, denn Wissenschaftshop ist Wissenschaftshop! Aber ich erklär’s euch.

Erste Erkenntnis: die Erde ist weder eine Scheibe (Sorry, Terry Pratchett) noch eine Kugel. Sondern eine Tasse. Sonst hätte der Wissenschaftshop dieses Modell nicht so verkauft.
Der Beweis:
tasse_nacht.jpg

Und auf der Erde ist es normalerweise immer Nacht. Außer, sie erwärmt sich von innen. Und dann fängt es zuerst in Australien an, Tag zu werden:
tasse_daemmerung.jpg

Is ja logisch, weil Australien ist uns ja in der Zeit um so einige Stunden voraus, nüschwoar?!

Dann wird’s irgendwann Tag am Äquator:
tasse_halbvoll.jpg

Und dann sind irgendwann die 240ml aus der Maschine drin, und was kann man dann erkennen??
tasse_ziemlichvoll.jpg

Geeeenau. Im Norden ist es immer noch Dunkel. Polarnacht eben. Und das bleibt auch so, denn keiner wird sich seine Tasse so voll machen wollen, dass man sie nicht mehr tragen kann.

Und jetzt kommt ihr!

Denkt aber vor eventuellen Einwänden auf jeden Fall daran, dass diese Tasse aus dem Wissenschaftshop ist! Die würden ja niemals irgendwas verkaufen, was nicht den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht!!!!11!!einself!!!
Noch dazu ist die Tasse durchaus magisch (so wird sie auch beworben), denn auf der Packung wird Wasser eingefüllt und Kaffee ist drin.

Sonntag, 15. Januar 2017 by Wolfram
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Kalt isch’s in Kreßberg



kalt_in_kressberg_20170506.jpg

Arschkalt.

Freitag, 6. Januar 2017 by Wolfram
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Im Winter ist mit Kälte zu rechnen



Die letzten Tage regierte hier der Nebel. Die Suppe hat sich wie im Stuttgarter Kessel gehalten; bei Ostwind hängt das Kreßberger Wetter gerne mal zwischen den letzten Ausläufern der Frankenhöhe (zwischen Waldtann und Goldbach) und der an der Landesgrenze verlaufenden A7 (zwischen Marktlustenau und Schopfloch) fest. Streckenweise kam aber doch die Sonne durch, und weil es außerdem recht frisch draußen war, ist über Nacht der Nebel in Form von Reif an den Pflanzen festgefroren.
vogel_im_baum_20161231.jpg
Vögel jedweder Art fallen dann freilich besonders auf, so wie dieser hier, der mit sichtlich kalten Füßen auf dem Ast sitzt und sich von der Sonne wärmen lässt (Archivbild vom 31. Dezember letzten Jahres).

Sonntag, 1. Januar 2017 by Wolfram
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