ND-Filter FTW



Ei guckt mal hier, für was so ein ND-Filter gut sein kann …
Der Fotograf hat (weil er den Supermond am Horizont verpasst hat) überlegt, wie er Mond und Skyline trotzdem in ein Bild bekommt. Je höher der Mond über den Horizont steigt, desto heller erscheint er, und desto unmöglicher wird es, beides zusammen in ein Foto zu bannen. Dann hat er sich daran erinnert, dass er, um den Mond ordentlich (mit sichtbaren Kratern) fotografieren zu können, die Blende um 10 Stufen gegenüber der korrekten Einstellung für die Skyline zudrehen muss. Und so ist er auf die Idee gekommen, seinen ND10-Filter einfach dorthin zu heben, wo der Mond ist …

Genial einfach - und super im Ergebnis!

Ich selbst habe keine Supermondfotos gemacht; mit meinem 200er Objektiv bockt’s das nicht wirklich.

Dienstag, 15. November 2016 by Wolfram
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Selbstverarsche mit Anlauf



Die Kurzanleitung zu Jura-Kaffee-Vollautomaten ist überaus hilfreich. Ich kann mir beispielsweise nie merken, wie das mit Filterwechsel und Reinigen funktioniert. Beim Einen muss man die Kiste erst abschalten und dann die Pflegetaste gedrückt halten, beim Anderen muss man die Maschine anlassen und die Pflegetaste gedrückt halten.
Heute nun hab ich es geschafft, mich mit ordentlich Anlauf selbst zu verarschen, und alles nur, … aber lest selbst!

Auf dem Display der Maschine stand groß und fordernd in schweizerischem Befehlsduktus “BEREIT” und “VERKALKT” im Wechsel. Ein kurzer Blick in die Kurzanleitung hätte mir ja direkt geholfen, aber die hatte ich grade nicht zur Hand. Also habe ich die die Suchmaschine der Wahl befragt. Mit den Stichworten “Jura F50 verkalkt”. Und auf einem der ersten PDF-Treffer draufgeklickt , bei dem “Kurzanleitung” mit dabei stand; der war auch noch von Jura selbst, also musste das ja passen.

Und darin stand geschrieben, dass man zum Entkalken bei eingeschalteter Maschine so lang auf die Pflegetaste drücken soll, bis sie einen auffordert, die Schale zu leeren und dann den Anweisungen zu folgen.
Ich habe also die Pflegetaste gedrückt gehalten, ohne, dass sich irgendwas getan hätte.
Ich habe die Maschine aus- und eingeschaltet und nochmal gedrückt, wie ein Weltmeister, nichts ist passiert.
Ich habe den Stecker der Maschine 5 Minuten raus und nochmal probiert.
Ich habe den Wasserbehälter geleert und nochmal probiert.
Ohne Erfolg.
Ich habe andere Google-Treffer konsultiert, die die gleiche Vorgehensweise empfahlen.
Nichts. Keine Chance.

Für des Rätsels Lösung muss man wissen, dass es von der F50 eine erste und eine zweite Modellreihe gibt. Beide heißen gleich, aber bei der zweiten Serie gab es ein paar … sagenwirmal … Verbesserungen. Die zeigt nun beispielsweise den Brüh-Fortschritt als Balken an. Und außerdem muss man sie zum Entkalken nicht zuerstmal ausschalten … wie unsere F50 aus der ersten Serie …

Grml …

Aber jetzt ist das Ding entkalkt!

TL;DR: Jura F50 erste Serie muss vor dem Entkalken ausgeschaltet werden!

Donnerstag, 10. November 2016 by Wolfram
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Schöner warten mit Digital



Ich kann mich noch an terrestrisches Fernsehen erinnern. Der SDR (der Süddeutsche Rundfunk, Anm. d. Red.) hatte seinen Sender in Stuttgart und wir haben das Programm über eine Antenne im Dach mehr oder weniger direkt empfangen.
Dann kam irgendwann der Astra und das unbegrenzte Werbefernsehen. Wir haben uns zu irgendeiner Fußball-WM den Spaß erlaubt, uns das Bild per Satellit auf den Schirm zu holen, den Fernseher stumm zu schalten und als Tonspur die Live-Übertragung im Radio zuzuschalten. Das hatte gleich mehrere Vorteile, unter anderem den, dass wir schon mehrere Sekunden im Voraus wussten, wenn ein Tor fallen würde. Und dank des Radiotons hatten wir auch den deutlich motivierteren Kommentar.
Dann kam Astra-Digital. Schneefrei schauen! Aber die Übertragungszeit ist damit auch deutlich angestiegen, denn das Bild musste vor dem Versenden noch digitalisiert werden. Die gefühlte Zapp-Schwuppdizität sank ins Bodenlose, denn Umschalten dauerte statt ein paar Zehntelsekunden plötzlich deutlich merklich lang.
Moderne Receiver machen das dank schnellerer Elektronik natürlich deutlich besser, und man hat sich inzwischen auch so weit daran gewöhnt, dass zumindest ich nicht mehr viel über diese Verzögerung nachgedacht habe.

Bis neulich.

Denn wir haben uns nun auch so ein tolles neues DAB+-Radio zugelegt!
Wenn es ausgeschaltet ist, zeigt es eine nahezu Atomgenaue Uhrzeit an, weiß der Henker, woher. Wenn man es im DAB-Modus einschaltet, spielt es glasklares rauschfreies Radio. Und wenn man in der Nähe versehentlich ein analoges Radio anschaltet, kriegt man beinahe einen Koller, um wieviele Sekunden der DAB-Ton gegenüber dem FM-Ton versetzt ist. Mir ist das aufgefallen, als ich von den Kids rüber kam in unsere Küche und dasselbe Lied nochmal gehört habe.
Übrigens hat unser DAB+-Radio auch noch einen Analog-Modus, und das ist wirklich klasse, wenn man was nicht mitgekriegt hat. Galant ans Gerät gewandert, umgeschaltet auf FM und schon kann man sich die letzten paar Sekunden nochmal anhören …

Wahrscheinlich wird die Uhrzeit auf dem Dingens nur deshalb im Betrieb nicht angezeigt, damit man sich nicht wundert, warum der 12-Uhr-Gong erst um 10 Sekunden nach 12 Uhr kommt. Die Armbanduhr braucht man nach dem Ton nicht wirklich zu stellen.

Digitaler Rundfunk heißt für mich deshalb in erster Linie, dass ich zeitlich ziemlich weit weg bin vom “echten” Geschehen.
Mal sehen, wann ich mich auch an die DAB-Verzögerung gewöhnt habe …

Donnerstag, 20. Oktober 2016 by Wolfram
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Nackte Titten



Neulich Sonntag morgens (genauer: am Tag, bevor mein Vater starb) wollte partout keins der Kids zum Bäcker düsen. Also musste ich selbst Hand anlegen. Die Suchmaschine der Wahl brachte auch fix ein Rezept für “schnelle Sonntagsbrötchen” zutage. Flugs das Zeugs zusammengerührt, kurz gehen lassen, den Teig zerteilen und - ah, da war doch was! Genau! Frau Spätleses Essay zum ordnungsgemäßen Schleifen von Brötchen!

Also habe ich den Notfallteig ordentlich geschliffen, bevor die Rohlinge aufs Blech gewandert sind.

Das Ergebnis jedoch erinnerte dann doch irgendwie an … ja, gut, äh … an … nackte Titten …

Aber seht selbst:

nackte_titten.jpg

Geschmacklich waren die Dinger übrigens durchaus in Ordnung.

Mittwoch, 24. August 2016 by Wolfram
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Gelegenheit macht Tuning



Wo die Motorhaube schonmal auf war, habe ich gleich noch einen 710er Deckel reingebaut.
710er_deckel.jpg

Immerhin gibt’s den auch bei Etel-Tuning

Sonntag, 14. August 2016 by Wolfram
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Rentiert sich



Nachdem die Reinigung des Metallrohrs (in Opel-Deutsch “Ladeluftrohr”) nur wenig fahrdynamische Relevanz hatte, habe ich mich im nächsten Versuch durch eine mehrstündige Operation an das eigentliche AGR rangeschraubt. Oben im Bild (vor der Scheibe) sieht man die Drosselklappe, die normalerweise vorne am AGR angeflanscht ist (ja, mein Corsa C hat schon “Fly-by-wire”!). Auch das Ladeluftrohr liegt da. Das AGR ist hier noch eingebaut, unteres Bilddrittel, auf der rechten Seite, links vom Kühlwasser-Ausgleichsbehälter.
agr_megapuzzle.jpg

Nach dem Ausbau habe ich mit verschiedenen Schraubendrehern und Bürsten den Ruß aus dem AGR und auch aus der Drosselklappe rausgekratzt. Im folgenden Bild sieht man am AGR oben den Anschluss für die Abgaszuführung, an das große Loch unten kommt die Drosselklappe. Hinter dem Deckel dazwischen ist das eigentliche Ventil. Rechts auf dem Lumpen liegen etwa zwei Handvoll Ruß.
agr_putzen.jpg

Nach gaaaaanz viel Kratzen und Bürsten und Putzen habe ich mich wieder an den Zusammenbau gemacht. Auf diesem Bild sieht man das AGR rechterhand und das besagte Ladeluftrohr oben quer.
agr_mit_metallrohr.jpg

Aufgeregt machte ich mich nach auf eine Probefahrt - und siehe da: jetzt zieht der Wagen auch unterhalb von 2000 1/min wieder!

by Wolfram
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Rentiert sich nicht



Wenn ihr einen Opel mit Z17DTH-Motor habt und der anfängt, insbesondere im kalten Zustand beim Gas geben zu rußen, sich das Turboloch besonders tief anfühlt und außerdem unter 2000 1/min nicht mehr wirklich die Wurst vom Teller ziehen mag, dann liegt das höchstwahrscheinlich am AGR. AGR bedeutet ausgeschrieben „Abgas-Regelventil“ oder auch „Abgas-Rückführventil“. Es verbessert den Schadstoffgehalt des Abgases dadurch, dass Teile des Abgases nochmal durch den Motor geführt werden.
Das AGR sitzt beim Z17DTH rechts seitlich am Motor dran. Es ist über ein Metallrohr mit dem Ansaugkrümmer verbunden.
agr_rechts_am_z17dth.jpg
Wenn das AGR mit Ruß zugesetzt ist, dann regelt beziehungsweise rückführt da nicht mehr viel, was zu dem schon eingangs beschriebenen Mega-Turboloch führt. Als Abhilfe kann man das komplette Ventil tauschen lassen (was einiges mehr als 500€ kostet) oder man baut das Ventil aus und putzt es mal kräftig durch (siehe zum Beispiel hier auf Youtube).
Heute habe ich mich mal zur Orientierung meinen guten alten Corsa so weit zerlegt, dass ich zumindest schonmal das Metallrohr ausbauen konnte. Das Metallrohr liegt unterhalb der Luftleitung; ich hab das im folgenden Bild mal markiert.
agr_metallrohr_lage.jpg

Ich habe schon recht dicke Ablagerungen vorgefunden (etwa 5mm) und dachte mir, dass es doch was bringen könnte, wenn ich zumindest mal dieses Rohr ordentlich sauber mache.
Meine erste Lehre aus der Aktion ist, dass der Z17DTH im Corsa beschissen verbaut ist. Ich hab mir einige Schrammen an den Händen geholt.

Meine zweite Lehre ist, dass man zum Putzen des Rohrs besser keinen Bremsenreiniger nimmt. Denn das macht nur ekligen Dreck, den man nirgendswo mehr wegkriegt.
metallrohr_bremsenreiniger.jpg

Besser war es auf jeden Fall, das Rohr wie einen Zweitakter-Auspuff zu behandeln. Ausbrennen hieß die Devise. Und dann mit einer Kaminfegerbürste hinterher.
metallrohr_ausbrennen.jpg
Nun ist das Rohr innerlich wieder blitzsauber ohne Ablagerungen.

Und meine dritte Lehre aus der Aktion ist, dass es bei dem oben beschriebenen Motor-Verhalten rein gar nichts bringt, wenn man nur das Rohr putzt. Denn wenn das Ventil verkokt ist, dann geht durch das Rohr auch nix mehr durch.

Da muss ich also ans eigentliche AGR ran, mit Kühlwasser ablassen und so Sachen …
:-(

Mittwoch, 10. August 2016 by Wolfram
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Von A nach B



Ich habe meine ganz eigene Strategie zum Sichern von Fotos. Ein Schritt in der Backupkette ist das Sichern der Fotos auf einer externen Festplatte. Der andere Schritt ist, den Inhalt dieser Platte auf eine andere Platte zu sichern. Das kann man über irgendwelche grafische Tools machen oder ein Image der einen Festplatte auf die andere draufjubeln. Da es sich aber um Fotos handelt, ist eine Dateibasierte Kopiermethode eigentlich die schlauere Wahl, da dabei im Falle eines Falles nicht gleich die ganze Platte hopps ist sondern nur einzelne Dateien.
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht eine Terminal-basierte Lösung für das Problem gesucht hätte …

Et voilà:
Unixoide Betriebssysteme bringen für genau den Zweck das Kommandozeilentool “rsync” mit. “rsync” gleicht zwei Verzeichnisse miteinander ab. Das geht sogar über’s Netzwerk, aber ich brauche das ja nur lokal (was mir niemand verbietet). Also habe ich kurz die Optionen in der Man-Page überflogen: aha, da gibt es ein “-a”, was gleichbedeutend ist mit “-rlpdgoD” und zum Archivieren gut sein soll. Und ein “-v”, was den Fortschritt ausgibt. Und mein Mac bindet externe Platten im Pfad “/Volumes” ein. Also probiere ich:

rsync -av /Volumes/Platte_1  /Volumes/Platte_2

Super Sache, das Kopieren geht direkt los!
Weil es viele Dateien sind, dauert das auch eine ganze Weile.
Aber die Fortschrittskontrolle zeigt mir: auf “Platte_2” wird alles in einen Ordner mit dem Namen “Platte_1” reinkopiert … So wollte ich das doch nicht haben!
Ich probiere verschiedene andere Optionen, sogar eine grafische Oberfläche für “rsync”, aber irgendwie will mir nicht das gelingen, was ich vorhabe, nämlich eine dateibasierte 1:1-Kopie zu erstellen.
Des Rätsels Lösung finde ich dann wieder in der Man-Page von “rsync” (die ich vielleicht sorgfältiger hätte lesen sollen), im “Usage”-Kapitel:

“A trailing slash on the source changes this behavior to avoid creating an additional directory level at the destination.”

TL;DR:
Wer also dasselbe vor hat wie ich, schreibt statt

rsync -av /Volumes/Platte_1  /Volumes/Platte_2

lieber

rsync -av /Volumes/Platte_1/  /Volumes/Platte_2
Samstag, 23. Juli 2016 by Wolfram
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