Zibberle zopft



Komm ich gestern heim, hat meine Familie einen ganzen Korb vom Mirabellenbaum geerntet - “gezupft” oder eben “zopft”. (wusstet ihr übrigens, dass ich jemanden kenne, der behauptet, dass ein Bekannter von ihm einen Großonkel hat, der angeblich eine Dame namens Mira Bellenbaum kennt?)
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Mirabellen heißen bei uns nicht so, die werden bei uns “Zibberle” genannt. Ich habe eine ganze Weile googeln müssen, bis ich an den Ursprung dieses Worts geraten bin, und zwar heißt das auf Hochdeutsch “Zibarte”, und “Zibberle” ist offenbar eine Slang-Variante davon. Und wenn ich ehrlich bin, dann sehen die Bilder auf der zugehörigen WIkipediaseite doch eher nach unserem Zeugs aus als die bei der Mirabelle … Vielleicht sind das ja gar keine Mirabellen bei uns im Garten?
Auf jeden Fall haben wir überlegt, was wir nun mit den Früchten tun sollen. Wenn sie geerntet sind, funktionieren sie ja nicht mehr als Wespen- und Bienenfutter. Resultat: man kann Marmelade (”Xelz”) daraus kochen oder Kuchen damit backen - oder Schnaps daraus brennen.

Nuja, da müssen wir jetzt halt durch
;-)

Dienstag, 14. August 2018 by Wolfram
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Wespenvesper



Werte Leserschaft, war euch eigentlich schon bekannt, dass Wespen - so sie denn die Wahl haben - sich für Schinken statt Marmelade entscheiden?

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Bei mir ist es eher umgekehrt, deshalb wird es wahrscheinlich auch nie was mit der Wespentaille …
;-)
Das mit der Bikinifigur wird bei mir übrigens schon deshalb nix, weil ich keinen Bikini habe.

Das Tierchen auf dem Handyfoto oben hat sich im weiteren Verlauf “eine gute Scheibe” abgebissen und hatte dann deutlich sichtbare Startprobleme.

by Wolfram
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Unersäuflich



Der Profitipp am frühen Morgen:

Der Schimmel von Zitronen im Netz lässt sich NICHT unter dem Wasserhahn ersäufen. Der ist nämlich hydrophob und fliegt beim Versuch in der ganzen Küche herum.

Dienstag, 24. Juli 2018 by Wolfram
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Splitter



Diese Woche schreib ich euch einfach mal ein paar zusammenhanglose Dinger auf, die mir durch den Kopf gegangen sind.

Zum Einen war da die Erkenntnis, dass ja geschnitten Brot gegenüber einem Laib den Vorteil hat, dass alle Scheiben gleichmäßiger hart werden. Eine andere Erkenntnis (Anm. d. Red.: nicht meine!) war, dass sich Käse auf dem Toaster prima schmelzen lässt, aber man kriegt ihn nicht mehr so einfach raus.

Die Klassenlehrerin unseres ältesten Kinds hat mitgeteilt, dass sie die Klasse nächstes Jahr gesundheitshalber nicht mehr übernimmt. Eine Woche vor Schuljahresende (in BaWü sind ja noch keine Sommerferien). Wird auf jeden Fall spannend, ob und wie es nach den Sommerferien weiter geht.

Am Freitag ist ein Arbeitskollege von mir beerdigt worden; er ist gerade erst Mitte 50 gewesen. Kein Krebs, Herzinfarkt. Die Einschläge kommen auch bei mir näher …

Gestern Abend hatten wir Live-Feuerwerk vor unserem Fenster. Trotz strömendem Regen. Das fand ich sehr beachtlich; ich hätte bei dem Wetter wahrscheinlich nichteinmal ein Streichholz anbekommen.
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Dem strömenden Regen ist leider auch unser Besuch auf dem Kulturwochenende in Crailsheim zum Opfer gefallen. Den Gedanken, fünfzehn Kilometer zu fahren, um dann mit quengelnden Kids in der Nässe zu stehen, fanden wir nicht sonderlich erbauend. Die Crailsheimer Webcam hat uns gezeigt, dass es auch vielen Crailsheimern so ging.

Sonntag, 22. Juli 2018 by Wolfram
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Vielen Dank!



Herzlichen Dank auf diesem Wege auch noch für die zahlreichen (0) Zuschriften und Kommentare anlässlich meines zehnten Bloggeburtstags gestern!

;-)

Schade finde ich in dem Kontext, dass die meisten einstigen Weggefährten (ein paar Links finden sich unterhalb der Überschrift “Lieblingsblogs”) nicht mehr mitspielen. Frau Spätlese war der DSGVO-Quatsch das Tröpfchen, das das Fass zum Überlaufen brachte, der Wortmischer hat (hoffentlich temporäre) Blog-Blockade und Stilhäschen betreibt zwar noch ihr Blog, aber kommt dank ihrer Kids nicht mehr viel zum Bloggen. Vom Crailsheimerle sehe ich nur noch eine leere Webseite.
In meinem RSS-Reader gibt es noch ein paar andere abonnierte Feeds, aber nur der Fefe schreibt noch regelmäßig.

Ich bleibe auf jeden Fall noch eine Weile dabei.

Edit: ursprünglich schrub ich bei Frau Spätlese “das Tröpfchen auf den heißen Stein” - das ist freilich Quatsch und ich habe es korrigiert.

Dienstag, 10. Juli 2018 by Wolfram
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Erste Rate



Ich habe es ja neulich schon versprochen, dass ich euch ein paar Fotos von Korsika zeigen werde. Und natürlich kann ich dann auch noch was dazu erzählen.
Also, drauf los!

Wir sind am ersten Pfingst-Ferientag (Samstag) direkt losgefahren, um unsere Nachtfähre in Savona (das ist ein bisschen links von Genua) zu erwischen. Dummerweise hat just am Vortag ein Bus aus Westheim (bei Aalen, nicht weit von hier) im San Bernardino-Tunnel gebrannt. Deshalb war der Tunnel gesperrt, und wir mussten über den Pass fahren. In den Nachrichten wurde geraten, die Ausweichroute über den Gotthard zu nehmen - dort gab es in der Folge einen der längsten Staus seit Menschengedenken. Wir sind da mit ein wenig über zwei Stunden Verzögerung noch ganz gut weg gekommen.

Die Anreise nach Korsika ist insbesondere auch für die Kinder spannend, denn man fährt durch fünf Länder. In Deutschland geht’s bis Lindau, dort kauft man das Österreicher und das Schweizer Pickerl. Dann geht’s weiter durch den Pfändertunnel (Österreich), bei Mäder wechseln wir auf die andere Seite des Rheins (und ins nächste Land, in die Schweiz). An Liechtenstein vorbei werden die Berge dann immer größer. Dann kommt der San Bernardino-Pass, der heuer grau-regnerisch verhangen und noch gut voll mit Schnee war. Auf der anderen Seite des Berges geht’s dann wieder runter, ins Tessin (dort sprechen die Schweizer Italienisch) und dann in Como über die Grenze nach Italien.
In der Po-Ebene hat uns dann auf Höhe von Mailand ein Platzregen erwischt:
korsika_2018_1.jpg
Kurz, heftig, erfrischend!
Weiter geht es dann an Reisfeldern vorbei bis zur Überquerung des Küstengebirges (mit welchem ich bei unserer ersten Fahrt nach Korsika überhaupt nicht gerechnet hatte). Dieses mal haben wir nicht Moby Lines sondern Corsica Ferries gebucht. Deshalb mussten wir nicht nach Genua sondern nach Savona fahren; dort ist der Heimathafen von Corsica Ferries.
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Fährhäfen sind mir übrigens ein vollkommenes Gräuel, was die Anfahrt angeht. Denn Fährhäfen haben ob ihrer Größe keine Navi-taugliche Adresse, und Hafenstädte haben oftmals mehrere Häfen: einen für Passagierschiffe, einen für Yachten, einen für Fracht, einen für Fähren, und und und.
Aber wir haben den Fährhafen (Profitipp: das heißt auf Englisch “Terminal Traghetti”) von Savona nach ein paar Irrungen doch noch (und durchaus rechtzeitig) gefunden. Nun war Warten angesagt, auch für den Wau.
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Aber: Unsere Fähre kam einfach nicht.
Sie war um 23:00 Uhr noch nicht da.
Und sie war auch um 23:50 nicht da (als wir eigentlich hätten abfahren sollen).
Und um 0:30 auch noch nicht.
Aber dann kam eine Fähre um die Ecke, hat kurz mal eben rückwärts eingeparkt (Foto), ihren Inhalt aufs Kai entladen und wir mussten schnellschnell reinparken.
korsika_2018_4.jpg
Das Parken in Fähren ist nebenbei bemerkt nichts für ängstliche Naturen, denn die Betreiber legen sehr viel Wert auf maximale Platzausnutzung (also minimale Parklücken).
Wir haben dann erst um 1:38 abgelegt.

Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass sich die fast zwei Stunden Verspätung auch als entsprechende Verzögerung bei der Ankunft zeigen würden, aber da hatte ich mich zu früh gefreut. Unser Kapitän hat über Nacht offenbar mächtig Gas (oder Diesel oder Schweröl) gegeben, so dass wir zur normalen Uhrzeit (etwa 6:30 Uhr morgens) in den Hafen von Bastia sind. Die Kapitäne wecken die Passagiere übrigens äußerst rechtzeitig (in unserem Fall um kurz nach 5 Uhr), sodass die Kabine (sofern gebucht) noch geräumt sowie das (nicht gerade preiswerte) Bordcatering beehrt werden kann. Das Plus daran ist freilich, dass man den Sonnenaufgang mitbekommt:
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Das Inselchen auf dem Foto links von der Sonne ist übrigens nicht Korsika (das liegt ja beim Sonnenaufgang grade in der anderen Richtung) sondern eine Insel mit dem Namen Capraia, die zu Italien gehört.

Und wer den Text vom Anfang noch im Ohr hat: Korsika ist dann das fünfte Land der Reise, formell zu Frankreich gehörig.

Samstag, 23. Juni 2018 by Wolfram
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Wenn einer eine Reise tut …



… dann kann er was erzählen.
Da fährste hunderte von Kilometern, über Berg, durch Tal und über’s Meer, durch fünf Länder, dann gehst dort in den Supermarkt und kaufst dir einen Brotaufstrich, den es in Deutschland nicht gibt:
20180610_nougatcreme1.jpg

Und dann schaust dir das Gefäß genauer an und entdeckst das hier:
20180610_nougatcreme2.jpg

“Conditionée en Allemagne”. “Abgefüllt in Deutschland”.
Muss ich direkt mal schauen, ob’s das Zeugs auch hier zu kaufen gibt, denn es schmeckt tatsächlich besser als das vom Marktführer.

Exakt dasselbe ist mir übrigens mit dem Pulver zur Herstellung eines kakaohaltigen Getränks auf Milchbasis passiert. Das war auch aus Good Old Germany.

Sonntag, 10. Juni 2018 by Wolfram
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Die Lösung



Crailsheimerle hat DIE Lösung für Leute, die Wohngebiets-30-Schilder nicht beachten, frisch importiert aus der nächstbesten Großstadt.

Dienstag, 24. April 2018 by Wolfram
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