Spanisch: zumo gegen jugo



Schaut man im Spanisch-Lexikon nach, so bedeutet sowohl “zumo” (gesprochen “sumo”) als auch “jugo” (gesprochen “chugo”) dasselbe: Saft.
Den Googlefight gewinnt der “zumo” schonmal sehr eindeutig, denn in Spanien trinkt man in den allermeisten Fällen einen “zumo”, wohingegen das was aus einem Brocken Fleisch rauskommt, “jugo” genannt wird.

In Mittelamerika aber gucken einen die Kellner meist etwas fragend an, wenn man einen “zumo” zum Trinken bestellt, denn dort trinkt man überwiegend “jugos”.

In den Foren vom LEO gibt es zum Thema so einige Diskussionen, zum Beispiel diese hier

Des Rätsels Lösung ist (zumindest für Mittelamerika), dass ein “jugo” qualitativ hochwertiger ist, weil frisch aus dem Obst gepresst. Der “zumo” ist dort das, was man in Deutschland in Tüten kriegt; aus irgendeinem Konzentrat und mit Wasser oder wasauchimmer verdünnt und deshalb durchaus unbeliebt.

Sonntag, 23. Januar 2011 by Wolfram
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Einer der schönsten Zungenbrecher der Welt



(ist ein Schwabe:)

D’r Pabscht hat’s Fischb’schteck z’schpät b’schdellt.

Auf Hochdeutsch: Der Papst hat das Fischbesteck zu spät bestellt.

:-)

Sonntag, 9. Januar 2011 by Wolfram
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Un-Tipps in der Zeitung



Neulich habe ich in unserer Tageszeitung dieses Glanzstück gefunden:
passworttest.jpg
Den ersten beiden Sätzen kann ich noch uneingeschränkt zustimmen.
Aber wie dann der Redakteur auf die Idee kommt, seine Leser auf eine noch nichteinmal SSL-verschlüsselte Webseite zu schicken, um dort die Passworte auf Sicherheit überprüfen zu lassen?!?

Vielleicht steckt dahinter direkt der Versuch, eine dicke Rainbow-Table zu bauen.

Und selbst wenn man den Seitenmachern keine Böswilligkeit unterstellt, werden die Passworte doch unverschlüsselt durchs Netz übertragen, was die ursprüngliche Idee ad absurdum führt. Ganz abgesehen davon, dass das eingegebene Passwort sowohl im Eingabefeld als auch auf der Auswertungsseite dick und fett im Klartext erscheint (natürlich auch http ohne s).

Da kann man wirklich von Glück sprechen, dass der Link, so wie er abgedruckt ist, nicht funktioniert…

:-)

Freitag, 26. November 2010 by Wolfram
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Sackramich



Schau ich doch grad in meinem RSS-Reader nach dem heutigen National Geographics Photo Of The Day.

WAAAAHNSINN!

Und in groß sieht das nochmal besser aus!

Und man kann es sich auf der Webseite sogar in 1600×1200 runterladen und als Wallpaper verwenden!

Ich zumindest wusste noch nicht, dass Vulkanausbrüche auch zu Blitzen führen können; das ganze schimpft sich dann anscheinend “Dirty Thunderstorm”.

Link zum großen Bild: http://photography.nationalgeographic.com/photography/photo-of-the-day/eyjafjallajokull-volcano-lightning-iceland

Freitag, 29. Oktober 2010 by Wolfram
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Für Stinker



Wenn man beim Einräumen einer Spülmaschine nicht aufpasst und irgendwelche Plastikteile beim Spülen runterfallen können, kommt es vor, dass diese Plastikteile an den Heizstab geraten und damit verbacken.

Wie kriegt man sowas wieder weg?

Auf die Schnelle erstmal gar nicht. Was bei manchen Maschinen offenbar funktioniert, nämlich ein Leer-Spülgang mit der höchstmöglichen Temperatur, hat bei uns nicht geholfen.

Auch geht es in den Internetforen zum Thema fast zu wie bei S21, wenn es um die Frage geht, ob man nun mit einem Messer oder Stahlwolle an den Heizstab dran darf oder nicht.

Ein hingegen (im wahrsten Wortsinne) heißer Tipp, der bei mir funktioniert hat, ist, das angeschmurgelte Plastik mit einem Föhn (besser noch: Heißluftföhn) warm zu machen und mit einem Holzspachtel das Zeugs runterzukratzen.

Leider ist das eine ziemlich unangenehme Arbeit (mit dem Kopf, einem Föhn und einer Taschenlampe im Innern einer stinkenden Maschine) und man kommt damit auch nicht in alle Ecken, sodass uns der Geruch von Abenteuer und Freiheit - ähm, sorry - von zu heiß gewordenem Kunststoff noch eine Weile begleiten wird — aber irgendwann ist das auch wieder gut, wenn die letzten Reste weggekokelt sind.

Mittwoch, 27. Oktober 2010 by Wolfram
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Apfel-Exmännchen



800px-mandel_zoom_00_mandelbrot_set.jpg

Der Namensgeber der Mandelbrot-Menge, Benoît Mandelbrot, ist in hohem Alter von 85 an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben:

Ich weiß noch, wie ich vor gut 20 Jahren meinen C128 nächtelang habe durchrechnen lassen — um mich jeweils am nächsten Tag darüber zu ärgern, dass ich falsche Koordinaten oder einen falschen Zoom eingegeben hatte und deshalb nur eine homogene Farbfläche bekam…

Und ich gestehe, dass ich bei Fraktalen immer noch nicht ganz durchblicke; aber immerhin weiß ich, dass die besagte Mandelbrotmenge das ist, was oben im Bild schwarz dargestellt ist.

(Das Bild ist aus der Wikipedia, die heute — wenn meine Besucher mitmachen — eine ganze Latte Hits von meiner Domain kriegt…)

Sonntag, 17. Oktober 2010 by Wolfram
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Nachtlicht



Heute mal ein Beitrag aus Belgien.
Genauer gesagt, aus Ieper.

Ich bin ja echt nicht so der Geschichts-Freak, dafür aber Pazifist.
Deshalb hat mich mein erster Aufenthalt hier schon etwas kalt erwischt, denn Ieper ist im Prinzip ein einziges großes Kriegsmahnmal.
Hunderttausende Soldaten aus aller Herren Länder sind hier in den beiden Weltkriegen umgekommen, laut den allgegenwärtigen Prospekten wurde die Stadt komplett geschleift und nach dem ersten Weltkrieg wieder neu (!) aufgebaut(!). Insofern sind die Gebäude auf meinen zwei Fotos hier nicht wirklich so alt, wie sie aussehen:
ieper_lakenhal.jpg
Das hier ist das so genannte Gewandhaus oder auch Tuchhalle. Früher wurden dort (wer hätt’s gedacht?) Tücher gehandelt, was Ieper relativ reich gemacht hat. Das Gebäude ist wirklich RIESIG, wie man auch in Google-Maps gut sehen kann.
Heute werden darin freilich keine Textilien mehr gedealt, vielmehr ist nun das “In Flanders Fields Museum” drin (dessen Webseite leider komplett Flash-verseucht ist).


ieper_sint_maartenskerk.jpg
Und hier ein Foto von der Ost-Ecke der Sankt-Martinskirche, die sich nördlich vom Gewandhaus befindet.
Die Beleuchtung der Gebäude ist wirklich beeindruckend!

In Ieper gibt es auch eine für unwissende Besucher recht befremdliche Sitte: Seit 1928 wird jeden Abend um 20:00 Uhr am Menentor der Zapfenstreich geblasen. Jeden Abend. Und es gibt sogar eine eigene Webseite dazu. Wenn man sich das Menentor zum ersten Mal anschaut, meint man, die Erbauer hätten die Steine nicht richtig behauen. Beim Näherkommen merkt man, dass die Wände mit eingemeißelten Namen bedeckt sind. Von über 50000 gefallenen Soldaten. Breathtaking, würde der Brite sagen.

Ich habe freilich noch einige Fotos mehr gemacht, aber mein Viewty macht nachts nur ungern scharfe Bilder…

Zum Abschluss noch ein Futtertipp für alle, die auch mal hier hinkommen: In T’Kleinstadhuis. Direkt am großen Markt gelegen. Nicht sonderlich exquisit, was die Deko angeht (es gibt also nur ein Besteck und ein Glas auf dem Tisch), dafür aber günstig und superlecker.

Donnerstag, 7. Oktober 2010 by Wolfram
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Wasserhahn und Propellerbanane



Hier zeige ich den allerersten Einhebel-Mischer, der mir in England über den Weg gelaufen ist:
erster_einarmmischer.jpg
Und auch sonst scheint mein Hotel der englischen Zeit um gut 20 Jahre voraus zu sein, denn das Fenster ist schon doppelt verglast und aus Kunststoff.
Da passt gut dazu, dass bei der Anreise im obligatorischen Heftchen der Airline stand, dass das allererste Passivhaus in England erst kürzlich im August 2010 aufgerichtet wurde — von einer deutschen Firma…

Nachfolgende Bilder zeigen dasselbe Motiv, nämlich den rechten Propeller einer Bombardier Dash 8 - Q400.
Und sie zeigen sehr deutlich, dass mein Viewty seinen Sensorchip zeilenweise nacheinander ausliest. In alle billigen Consumergeräte wandert nämlich üblicherweise ein günstiger Rolling-Shutter-Sensor.
rolling_shutter_propeller1.jpg

Wenigstens löst sich das Teil im Querformat nicht so auf, wie im Hochformat…
rolling_shutter_propeller2.jpg

Donnerstag, 30. September 2010 by Wolfram
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