Mal so, mal so



Als Türklingel habe ich bei uns so einen schicken Zweitongong (”Ding - Dong”) installiert. Der sieht offen so aus:
20190102_zweitongong.jpg
Das Funktionsprinzip ist so, dass durch den Druck des Klingeltasters eine Zylinderspule (die silbrige Kiste links der Bildmitte) bestromt wird, was wiederum dazu führt, dass (Lorentzkraft sei dank) der ferromagnetische Kern (das ist das Dingens mit der Feder und dem schwarzen Nippel) eine Auslenkung erfährt. Der Kern dotzt im Verlauf links und rechts an die weißen Platten (das sind die Dinger, die den Klang machen).

Das Problem bei uns war nun, dass wir nicht immer mitbekommen haben, wenn jemand geläutet hat. Immer, wenn ich die Installation geprüft habe, hat die Glocke ein wunderschönes Dingdong von sich gegeben. Einmal habe ich den Kern erwischt, wie er nicht gezuckt hat. Also ein bisschen Sprühöl dran und weiter ging’s. Trotzdem haben wir immer wieder das Läuten von Kindern und/oder Freunden nicht gehört. Die weitere Ursachenforschung endete schließlich beim Trafo der Klingelinstallation: der hat nämlich hinter der Spannungsangabe eine schicke Welle …

Und damit ergab das Verhalten des Gongs auf einmal Sinn: Beaufschlagt man die Spule mit Wechselstrom, dann macht der Kern je nach aktueller Stellung wenig bis gar nichts … denn er schüttelt sich mit Netzfrequenz. Für die notwendige Auslenkung hat er bei 50 Hertz gar nicht genug Zeit. Ob ein Ton entsteht, hängt also ganz davon ab, auf welcher Halbwelle man den Knopf drückt und ob der Kern nah genug an der Klangplatte ist.

Die Lösung für mein Problem war, eine Klingel zu besorgen, die mit Wechselstrom tut.
20190102_text_auf_packung.jpg
Das Wichtige ist die schicke Welle …

Dieses Läutwerk sieht nun freilich lang nicht mehr so schick aus, wie der Zweitongong, aber es tut direkt, wenngleich es sich etwas nach Pausenglocke anhört.
20190102_laeutwerk.jpg

(Anm. d. Red.: Eine Alternative wäre wahrscheinlich ein Gleichrichter gewesen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dann die Spannung noch ausgereicht hätte - probiere ich, wenn ich mal Zeit habe)

Mittwoch, 2. Januar 2019 by Wolfram
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