Zu viel ist auch nicht gut



Früher war ja alles besser, wie wir wissen.

Dass das auch die Musik betrifft, merken Menschen jenseits der 30 spätestens beim Blick in die Charts. Kein unlösbares Problem, möchte man einen, gibt es doch heute Audio-Streaming bis der HNO-Arzt kommt. Aber auch solcherlei Optionen werfen frische Herausforderungen auf, nämlich das Finden.

Wir nutzen als Familie das Angebot der Firma mit dem angebissenen Fallobst. Die Tage habe ich irgendwo einen epischen 80er-Rocksong gehört, den ich als Teenie auf einer Musikkassette hatte. Den wollte ich mir in meine persönliche Mediathek holen. Also habe ich auf dem Handy die App und darin die Suche angeworfen, den Song gefunden und heruntergeladen. Ruckzuck ging das!

😍

Aber dann ging’s los: mir ist eingefallen, dass ich auf der B-Seite der Kassette auch noch dieses eine Lied hatte, mit dem elend langen Intro, das mich immer an einen Western erinnert hat.
Wenn ich die Kassette (und ein Abspielgerät! Das ist ja heute auch ein Problem!) gehabt hätte, wäre das Anhören kein Problem gewesen. Weil ich aber weder die Band noch den Titel wusste, war mir unser Streaming-Anbieter keine Hilfe, denn der hat ja keine B-Seite, die man kurz mal durchhören kann …
Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das Lied dort finden könnte, aber ich hab’s nach einiger Sucherei aufgegeben. Das Angebot ist deutlich zu groß.

Vielleicht stoße ich ja in dem riesigen Fundus irgendwann mal durch Zufall drauf …

Samstag, 23. April 2022 by Wolfram
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