Zweiundvierzigtausend



Diese Woche hatten wir Koffeinnotstand in der Familie. Unser Kaffee-Vollautomat hat sich sehr schwer damit getan, die Bohnen zu zerkleinern. Nach einer Teilzerlegung war klar: der Motor des Mahlwerks war am Ende seiner Lebensdauer angelangt.

Wahrscheinlich hätte es gereicht, die Kohlen des Motors zu tauschen, aber ich war mir nicht sicher, ob der Rotor nicht auch beschädigt war. Außerdem gibt es inzwischen neuere und verbesserte Versionen des Mahlwerks.

Deshalb habe ich kurzerhand ein komplettes revidiertes Mahlwerk geordert und direkt nach Erhalt eingebaut - Familienfrieden gerettet
:-)

Und wie lang hielt nun das Mahlwerk?

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Über 42000 Bezüge.

Bei nur einem Kaffee am Tag wären das über 115 Jahre.

Wir haben das Gerät aber erst um das Jahr 2005 herum neu angeschafft, und wenn man das zurückrechnet, hat es uns jeden Tag im Schnitt 6 3/4 Kaffee gebraut. Krass.

Samstag, 15. Oktober 2022 by Wolfram
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Geschenk aus Norddeutschland



Früher war ja bekanntlich alles besser.
Da waren die Tage länger, im Sommer hat es geregnet, bei McDonalds wurde man satt und es gab noch mehr als nur einen Blogger in Kreßberg.
Aber die Zeiten ändern sich. Die Sommer werden immer heißer, Männer werden Queen und die meisten meiner Blogbekanntschaften von damals haben das Bloggen an den Nagel gehängt. So auch ein damaliger Mit-Kreßberger (der mittlerweise nach Norddeutschland weggezogen ist). Der hat damals eine Webseite betrieben, auf der liebevoll handgemachte Karikaturen aus Kreßberg veröffentlicht wurden. Die Seite hatte ich natürlich hier in der Sidebar verlinkt.

Jetzt stellt euch meine Überraschung vor, als ich die Tage meine eMüll durchgeschaut habe und Post von eben diesem Menschen gefunden habe! Mit angehängter Blogger-Motivation in Form von waschechten LiebHarald-Karikaturen, bei Gefallen auch zur Verwendung hier im Blog!

Und wie mir das gefällt!

Vielen herzlichen Dank, LiebHarald, auch ohne Backlink!
;-)

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Donnerstag, 13. Oktober 2022 by Wolfram
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Geblendet von der Matrix



Es ist Herbst in Kreßberg, und es ist morgens reichlich dunkel. Außerdem hatten wir die vergangenen Tage auch noch Nebel. Und auf dem Weg in die Arbeit ist mir aufgefallen, dass es immer mehr Autos mit Matrix-Scheinwerfern gibt.

Die Idee dahinter ist sehr cool: Man hat dann quasi ständig das Fernlicht an, aber da jeder Scheinwerfer aus mehreren Lichtquellen besteht, kann eine mehr oder weniger schlaue Elektronik genau und nur da abblenden, wo der Gegenverkehr fährt.
Das sieht speziell im Nebel ziemlich irre aus, wenn einem so ein Wagen auf gerader Strecke entgegen kommt, oder wenn man so einem Wagen hinterher fährt und es kommt was entgegen.

Wirklich dürftig wird die Geschichte aber, wenn Kurven und Bodenerhebungen und Bäume am Straßenrand dazu kommen. So sehen nämlich einige Straßen hier im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Bayern aus. Und dann funktioniert auch die schlauste Elektronik nicht mehr so prickelnd und die LEDs der Matrix-Scheinwerfer werden in wildem Diskorhythmus angesteuert. Und dann, muss ich sagen, liebe Fahrer solcher tollen Autos, wäre es mir sehr viel lieber, wenn ihr einfach abblenden würdet.

Dann blendet ihr die anderen nämlich nicht gar so arg.

Mittwoch, 12. Oktober 2022 by Wolfram
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Fortsetzungsgeschichte



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Kreßberg scheint ein lukratives Sammlungsgebiet zu sein, denn es gibt wieder einen neuen Flyer mit listigen Worten … Wie schon neulich.
Allerdings gefällt mir diese Ausgabe deutlich weniger als vorherige, denn es fehlt inzwischen der Rätselanteil.

by Wolfram
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Schlamperei



Servus miteinander,
wenn ich so schaue, wann ich meinen letzten Beitrag hier veröffentlicht habe, dann beschleicht mich so ein mittelgroßes Schamgefühl
☺️

Es ist seither einiges geschehen, die Sommerferien sind auch in Baden-Württemberg noch zu Ende gegangen, die Freibadsaison ist vorbei und die Straße zwischen Marktlustenau und Waldtann ist bis auf die fehlenden Markierungen neu gemacht.
Der Familienfuhrpark wurde aus Gründen erweitert und das Crailsheimer Volksfest hat den Geldbeutel schön schlank gemacht.
All das (und noch viel mehr) hab ich bloggerisch ziemlich versemmelt, sorry 🙈

Kleines Trösterchen für mich und für euch: ein Foto vom Nachthimmel neulich.

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Der Sternhaufen oben im Bild sind die Plejaden im Sternbild Stier.

Montag, 3. Oktober 2022 by Wolfram
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Betrug!



Meine liebe Frau hat mir neulich einen Pattex-Sekundenkleber “Perfect Pen” mitgebracht. 3g Cyanacrylat in anwendungsfreundlicher Stiftform:
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Irgendwann ist auch der vollste Sekundenkleber leer (ihr kennt das sicher auch), und es kam nichts mehr heraus aus dem Pen. Und da habe ich mir überlegt, dass ich in den “Perfect Pen” ja mal reinschauen könnte. Das hab ich also gemacht und

IHR

GLAUBT

ES

NICHT

WAS

ICH

GEFUNDEN

HABE!

Die bescheißen die Kunden nach Strich und Faden!

Da drin waren 4g Loctite!

4 Gramm!

Vier!!! Nicht drei, vier!!

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Stellt sich raus, dass sowohl Pattex als auch Loctite zum Henkel-Konzern gehören …

Mittwoch, 20. Juli 2022 by Wolfram
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Durch Fünf



Zwar reichlich verspätet, aber immerhin doch noch wollte ich euch gestehen, dass wir in den Pfingstferien eine Reise durch fünf Länder unternommen haben, um Urlaub an der Côte d’Azur zu machen. Kommt euch bekannt vor? Ja, da waren wir vor drei Jahren schonmal

Es begann eigentlich wie immer, wir sind am Anreisetag - das war der Pfingstmontag - um halb 4 extra früh aufgestanden und waren dennoch - gemessen an unserem Plan - zu spät dran. Letzte Pack-Aktionen, Heckklappe zu und ab auf den mittlerweile fast schon gewohnten Weg.
Erste Etappe: die A7 nach Süden. Den beginnenden Tag zur Linken, fuhren wir über Lindau ins zweite Land unserer Reise, nach Österreich. Zugegeben, das war nur eine Stippvisite, denn schon bald nach dem Pfändertunnel haben wir die österreichische A14 wieder verlassen, um bei Mäder den Rhein und damit auch die Schweizer Grenze zu überqueren. Dann folgten wir im nun schon dritten Land der Schweizer A13, der Rheintalautobahn. Hier wurde die Reise schwierig für die Kinder, denn Schweiz-Roaming ist bei unserem Mobil-Provider nicht inklusive … Vorbei ging es am Fürstentum Liechtenstein, an Vaduz und Chur zum San Bernardino-Pass. Witzig finde ich hier immer den Sprachwechsel: Nördlich des Passes sind die Schilder noch in Deutscher Sprache, danach wird’s Italienisch, und wir haben am See südlich des San Bernardino direkt eine Rast eingelegt.
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Den Berg wieder herunter ging es dann durch das Misox-Tal nach Bellinzona und Lugano in Richtung der Grenze nach Italien. In Chiasso sahen wir uns erstmalig mit längerer Wartezeit konfrontiert: Stau. Das Navi hat uns aber von der Autobahn heruntergeleitet; wir haben dank einer Baustelle, von der das Navi nichts wusste oder nichts wissen wollte, eine kleine Sightseeing-Tour unternommen und Schwupps, waren wir über die innerstädtische Grenze im italienischen Como - Land Nummer Vier.

Endlich wieder Internet für die Kids!

Weiter ging’s nach Süden. An Mailand vorbei, die italienische A7 weiter nach Süden. Die Fahrt durch die Po-Ebene mit ihren großen Reisfeldern zog sich; der Po hatte auch schon an Pfingsten nur sehr wenig Wasser. Ein kleines Highlight auf dieser Route sind die Strommasten. Es scheint in Italien unzählige Varianten zu geben. Weiter ging es durch Ligurien und das Küstengebirge bis ans Meer.
Juhu, endlich Salzwasserluft!
Die Autobahn führte nun an der Küste entlang die „Autostrada dei Fiori“ (Deutsch: Straße der Blumen), die sich ab der französischen Grenze dann „La Provençale“ nennt. Nun mussten wir nur noch Menton, Monaco, Nizza und Cannes links liegen lassen und dann waren wir um kurz nach 17 Uhr in Fréjus angekommen. 13 Stunden Reise, inklusive einiger Pausen, schon wegen den Hunden.

Mautkosten bis hierher: 40€ für die Schweizer Ganzjahres-Vignette, 10€ für das Österreichische 10-Tages-Pickerl, grob 40€ an italienischen Mautstationen und nochmal 10€ für die Franzosen. Interessanterweise ist der Rückweg auf derselben Route durch Italien mit knapp 50€ teurer als der Hinweg …

Am Anreisetag hat es uns dann nicht mehr zu viel Action gereicht; wir haben unser Urlaubsdomizil bezogen und ein paar Dinge eingekauft und gut.
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Am ersten richtigen Urlaubstag wollten alle ans Meer; bei unserem letzten Besuch drei Jahre zuvor waren wir immer gern am Hundestrand von Fréjus - aber dieser Teil des Strandes war nicht mehr da!
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Der Fluss Argens hatte ihn weggespült!
Also haben wir uns so weit als möglich an die Nordkante des Reststrandes platziert. Das haben wir im Urlaubsverlauf noch mehrfach gemacht - hey, wozu fährt man schließlich ans Meer?!
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Desöfteren ging mir da der alte und unglaublich schlechte Spruch durch den Kopf: “Nun steh’ ich hier am Mittelmeer und habe keine Mittel mehr” (sorry, aber der musste raus).

Sehr gut gefallen hat den Kids der recht abenteuerliche Ausflug zur Cascade de Gourbachin. Geplant hatten wir den eigentlich nicht, aber die Straße zu unserem eigentlichen Ziel, der Grotte de Mueron, war wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Auf dem Rückweg haben wir das Schild am Straßenrand entdeckt, angehalten und sind einem schönen Weg durch den Wald gefolgt, an dessen Ende sich dieses Becken mit dem Wasserfall befindet.
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Ein wahrlich magischer Ort!

Auch der zweite Versuch des Höhlenbesuchs hat nicht funktioniert - stattdessen sind wir auf der Ferme d’Idefix gelandet.
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Diese Ferme (zu Deutsch in Etwa “Bauernhof”) beherbergt sehr viele Tiere, die mal alle streicheln darf! Kühe, Schweine, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas, …
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Ein Fest für die Kinder!
Die Ferme d’Idefix liegt - wie auch die Cascade de Gourbachin - westlich von Bagnols-en-Forêt.

Mit halber Mannschaft habe ich einen Ausflug nach Monaco unternommen. Kurz zuvor fand dort der Formel-1-Grand Prix statt; die Tribünen am Port Hercule waren noch aufgebaut, und ich bin mit unserem Familienwagen auf dem Startplatz 21 im Stau gestanden :-)
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Monaco an sich ist für Nicht-Ortskundige der volle Hass, was das Autofahren angeht. Insbesondere mit einem Familiengefährt in Kleinbusgröße hat man sehr viel Spaß bei der Suche nach einem Parkplatz, der 2m Höhe verträgt. Fündig wurde ich am Bahnhof. Gefühlt hat man es bei Monaco mit einem Eisberg zu tun, denn der größte Teil der Stadt scheint unsichtbar unter der Oberfläche im Berg begraben zu sein - vom Parkplatz aus ging es erstmal 10 Stockwerke hoch - um dann ebenerdig herauslaufen zu können. Der komplette Bahnhof ist unterirdisch.
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Wir sind ein wenig durch die Straßen geschlendert und haben uns den Port de Fontvieille angeschaut; der ist eine Bucht weiter südwestlich und nicht so überlaufen wie der Port Hercule.
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Sehr schön fanden wir auch den Ausflug in die Altstadt von Fréjus.
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Nordöstlich von Fréjus schließt sich direkt der Ort Saint Raphaël an. Toll fand ich dieses Schild an einem Behindertenparkplatz:
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Zu Deutsch etwa “Wenn du meinen Parkplatz nimmst, dann nimm auch meine Behinderung”.

In Saint Raphaël ist der Strand übrigens aus Kies. “Unser” Hundestrand befindet sich etwa in der Bildmitte, auf der anderen Seite der Bucht.
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Der letzte Ausflug ging in die Parfumstadt Grasse.
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Grasse ist außerhalb der touristischen Sträßchen ziemlich - sagenwirmal uneinladend. Aber unter den Schirmen steppt der Touri und der Einzelhändler. Immer wieder sieht man auf dem Boden hübsch-bronzene Stolpersteine im Grasse-Design:
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Auf der Rückreise zuckelten wir immer mal wieder durch zähfließenden Verkehr: zwischen Cannes und Nizza, dann wieder auf dem Weg in die ligurischen Berge, rings um Mailand herum. Den San Bernardino hoch fuhr uns ein sehr bemühter aber quasi nicht überholbarer LKW mit etwa 40km/h voraus.
Und den ersten echten Stau hatten wir dann - TADAAA! - in Deutschland … dank einer allgemeinen Polizeikontrolle am ersten Parkplatz nach Lindau …
Nach gut 12 Stunden Fahrt waren wir Zuhause.

Fazit: Schön war’s!

Samstag, 9. Juli 2022 by Wolfram
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Sie haben es wieder getan



Die Leute, die schon im November letzten Jahres diese Zettel mit den Worträtseln verteilt haben, waren schon Anfang Mai wieder in Kreßberg unterwegs:
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Irgendwie kommt es mir vor, als wären dieses Mal weniger krasse Wortkreationen dabei, aber einige haben mich doch wieder sehr zum Schmunzeln gebracht: Der “Bildrand” oder die “Shi Latte” oder “Säuerfest” (was immer das auch sein mag) …

Sonntag, 29. Mai 2022 by Wolfram
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