Nicht kaufen: Swissvoice Avena 479



Wenn ihr euch mal ein neues Schnurlostelefon kaufen wollt, nehmt nicht so eines hier:
20171011_swissvoice_avena_479.jpg
Und warum gerade das “Swissvoice Avena 479” nicht, wo es doch ein Farbdisplay, einen Anrufbeantworter, ein großes Telefonbuch, einen Anrufspeicher und auch ansonsten viel Schnickschnack hat und zudem nicht viel kostet?
Deshalb:

  • es ist schnarchlahm
  • die Töne sind nervig (sowohl die Bestätigungs- als auch die Klingeltöne)
  • mir ist absolut schleierhaft, wie man die Uhrzeit so einstellt, dass sie über längere Zeit auch stimmt (die verstellt sich von selber, auf dem Foto sind wir immerhin schon eine halbe Stunde daneben)
Mittwoch, 11. Oktober 2017 by Wolfram
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Wetschie-Blootz Al Guschto



Dieses Rezept kommt ursprünglich von hier, wir haben es etwas für unsere Zwecke umgebogen.
Die Mengen reichen für zwei Bleche Material.

20171002_blootz-rohlinge.jpg

Zuerst macht man den Teig. 500g Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 605 genommen), 300ml Warmwasser, 2 gestrichene Teelöffel Salz, 1 Päckle Trockenhefe (das entspricht einem halben Würfel Frischhefe) in eine Schüssel geben und gut verkneten. Der Teig darf dann eine halbe bis eine Stunde lang gehen, was gar nichtmal sooo lang ist, denn in der Zwischenzeit kümmern wir uns um den Belag.
Für die Blootz-Pampa „On Top“ (das entspricht dem, was bei einer Pizza die Tomatenpampa ist) brauchen wir:

  • 1 Becher saure Sahne oder Schmand (200g)
  • 75g Mehl (aus derselben Tüte wie oben)
  • 1 Ei
  • 1 gestrichener Tl Salz, ein paar Prisen Pfeffer nach Geschmack

Die Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. Dann zur Seite stellen.

Für den Belag haben wir verwendet

  • 30g Butter (2 Esslöffel)
  • 1/2 Päckchen Räuchertofu (100g)
  • 1 Stange Lauch
  • 1 mittelgroßen roten Spitzpaprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Brocken Bergkäse (200g aufwärts)

Den Tofu kann man auch durch Speckle ersetzen, aber wir haben hier Wegetahrier, und mit Speck statt Tofu wär’s ja auch kein Wetschie-Blootz mehr, nüschwahr?
Die Lauchstange putzen und in feine Streifchen schneiden. Genauso mit dem Paprika und der Zwiebel verfahren. Den Bergkäse grob raspeln.
Den Räuchertofu in ziemlich feine Würfel (5mm) schneiden und in einer Pfanne mit etwas Butter anbraten. Dann das Gemüse dazugeben und andünsten bis die Zwiebeln glasig werden.

Den gegangenen Teig in zwei Hälften teilen und in Blechgröße so dünn wie möglich auswellen, vorzugsweise auf Backpapier. Wenn er noch arg klebt, ein wenig Mehl dazugeben. Auf dem ausgewellten Teig die zur Seite gestellte Pampa gleichmäßig mit einem Löffel verteilen. Darauf dann die Tofu-Gemüse-Mischung und ganz oben drauf den Käse.

Nun muss das ganze in den Ofen. 20 Minuten bei 220 Grad waren okay, bei 250 Grad wird der Rand eventuell zu dunkel.

… und fertig ist die „vegetarische Flammkuchenvariation“, wie man „Veggie-Blootz al Gusto“ vielleicht übersetzen könnte.

20171002_blootz-angerichtet.jpg

Dazu einen Salat und ein Weinchen, und “An Guada”, wie der Hohenloher Franke sagt!

Dienstag, 3. Oktober 2017 by Wolfram
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Fast 6 Millionen Spacken



Krass.
Fast 6 Millionen Wahlberechtigte haben A-Eff-Deh gewählt.
6 Millionen Menschen, die “eigentlich nur der Regierung eine Klatsche verpassen” wollten. Das haben sie definitiv geschafft, und jetzt müssen wir alle mit den Geistern leben, die da gerufen wurden.
Ich bin ja gespannt, was die Damen und Herren (nach der ersten Hochrechnung werden es 88 (sic!) Abgeordnete sein) nun Konstruktives im Bundestag zuwege bringen.

Die Kreßberger Ergebnisse liegen noch nicht vor, da werde ich wohl was separat dazu schreiben.

Edit 20170926: ursprünglich schrub ich hier von 8 Millionen. Zu viel.

Sonntag, 24. September 2017 by Wolfram
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Neues Lieblingsunwort



Nach ein paar hundert Kilometern A7 am Wochenende ist mein neues Lieblingsunwort “Ersatzneubau”. Da könnte man fast einen Werbespruch im unsäglichen Seitenbacher-Stil machen:

“Woisch Karle, do stehscht au du! Ersatzneubau! Der Neubau für den Ersatz! Mit extra Staumöglichkeit!”

Grml.

Wobei, ich darf ja eigentlich überhauptnicht meckern. Das Corsale hat tapfer durchgehalten und wir sind nur heimwärts mal für 5 Minuten gestanden.

Montag, 4. September 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil VII



Das wohl Wunderbarste in Istrien ist das sagenhaft klare Meerwasser. Schnorcheltime! Dafür musste sogar mein Schnurrbart dran glauben! Und den hatte ich immerhin schon seit Menschengedenken äh seit bei mir der Bartwuchs eingesetzt hat.
Ich habe viele viele viele Fische gesehen:
20170609_fischi.jpg

Und auch ganz andere Fische:
20170615_fischi.jpg

Dann dachte ich, ich hätte eine Jakobsmuschel gefunden, aber tatsächlich müsste das eine Edle Steckmuschel sein.
20170615_edle_steckmuschel.jpg
Das Bild bei der Wikipedia sieht nicht wirklich so aus, aber wenn man eine Bildersuche nach “Edle Steckmuschel” anwirft, dann kommen durchaus solche Bilder wie meins. Steckmuscheln mögen anscheinend nur dort leben, wo das Wasser extrem sauber ist.

Und mit einem Kitsch-as-Kitsch-Can-Kanoba-Bay-Sonnenuntergangsbild beschließe ich dann mal unsere Pfingstferien; es sind ja schließlich bald schon Sommerferien!
20170611_sonnenuntergang.jpg

Sonntag, 23. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil VI



20170710_darko_ferlin_oel.jpg Wenn ihr mal in Istrien seid und kommt in die Gegend von Pula, dann lohnt sich ein Ausflug auf die Landstraße 21/75 zwischen Vodnjan und Bale, nämlich genau hierhin. Dort habe ich mir (leider nur) eine Pulle Olivenöl von Darko Ferlin gekauft. Inzwischen ist das Fläschlein aufgebraucht und hat uns wohl gemundet. Tatsächlich kommen einige der besten Olivenöle der Welt aus Istrien; in Pula gibt es konsequenterweise extra ein Museum.
Ein paar Meter vor dem Stand von Darko Ferlin (wenn man von Pula her kommt), nordwestlich vom Kreisverkehr, gibt es den Kazun-Park, der auch recht interessant aussieht.

Mittwoch, 12. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil V



Nein, heute mal zur Abwechslung kein Trauma ;-)

Denn heute möchte ich euch erklären, dass Fotoschopp nicht die Lösung aller Probleme ist.
Ich habe zum Beispiel dieses Foto in der Bucht von Lovrecica aufgenommen:
20170615_lovrecica_bay_ohne_polfilter.jpg

Chic, oder?
Aber irgendwie auch … naja … gewöhnlich.
Dann ist mir eingefallen, dass ich in meiner Fototasche ja auch noch einen Polfilter habe. Das ist ein Filter zum vor’s Objektiv spaxen, der nur Licht aus bestimmten Schwingungsrichtungen durchlässt. Und was so ein Polfilter machen kann, das kriegt man mit Fotoschopp schlicht nicht hin.
Glaubt ihr nicht?
Dann schaut selbst. Das Foto von oben mit Polfilter sieht nämlich so aus:
20170615_lovrecica_bay_mit_polfilter.jpg

Ja, das Grün der Bäume könnte man auch durch Nachbearbeitung hinpimpen. Ja, die Wolken am Himmel kriegt man vielleicht auch aus einer Raw-Aufnahme heraus. Aber die Strukturen, die sich im oberen Foto unter den Reflexionen auf dem Wasser verstecken, die findet Fotoschopp nur mit extremem Aufwand oder gar nicht mehr.
Das hier sind wohlgemerkt schlichte Out-of-Camera-JPEGs, ohne Nachbearbeitung!

Drum merke: Auch im Zeitalter von Digitalkamera und Fotoschopp haben Filter ihre Daseinsberechtigung! Und es hilft, wenn man weiß, was man tut …

Dienstag, 4. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil IV



Das Aggrobauertrauma

Am Limski-Kanal gibt es laut Google Maps eine Piratenhöhle. Und leider kann man mit Maps auch eine Route dorthin berechnen lassen … Aber der Reihe nach …

Wir waren unterwegs (nein, ich mache hier keine Werbung für den Dinopark in Funtana, obwohl die Kids ihn klasse fanden; für mich war der nichts), es war noch hell und wir hatten Zeit. Ich hatte im Campingplatz-WLAN immer mal wieder die Umgebung erforscht; dabei bin ich auf die sagenhafte Piratenhöhle gestoßen, die sich irgendwo am Ufer des Limski-Fjords befinden sollte. Die Bewertungen lasen sich interessant, also war ich der Meinung, das könnte auch etwas für uns sein. Da wir Luftlinie eh nur 10 Kilometer davon weg waren, habe ich beherzt auf „Route“ gedrückt und mich navigieren lassen.

Maps berechnete uns etwa diese Route hier.

Mich hätte eigentlich stutzig machen sollen, dass das Ziel der Reise irgendwo am Südufer angezeigt wurde, wohingegen die Höhle am Nordufer sein sollte. Wir sind die Landstraße entlang gefahren, runter ins Tal, zu den Bootsanlegestellen am Ende des Kanals, weiter bis fast nach Rovinj (das wir leider nicht besucht haben) und dann ab auf Feldwegen in die Pampa.
20170610_anreise_piratenhoehle1.jpg

Zunächst war ich noch guter Dinge, denn es ging an einem offenbar regelmäßig besuchten Landhaus mit dem Namen Stancija Montero vorbei. Dann aber wurden die Wege immer schmäler und schmäler, keine Chance mehr, umzudrehen.
20170610_anreise_piratenhoehle2.jpg

Wir sind Wege gefahren, die sicherlich noch kein Auto mit SHA-Kennzeichen gesehen haben. Das heftigste erwartete uns jedoch am Ende des Weges, just in dem Moment, als die Navi-Dame vermeldete „Sie haben ihr Ziel erreicht“. Die von Google berechnete Route führt nämlich direkt zu einem abgelegenen Bauernhof, und der Bauer empfing uns mit gereckter Mistgabel. Mir dämmerte ja schon, dass wir auf diesem Weg nicht an der Piratenhöhle ankommen würden. Deshalb stieg ich aus, um dem Herrn mitzuteilen, dass wir uns dummerweise verfahren hätten und seine formidable Wendeplatte benutzen wollten, um uns schleunigst wieder aus dem Staub zu machen. Er war jedoch etwas aufgebracht und bedachte uns mit allerlei Worten, die ich wahrscheinlich zu meinem Glück nicht übersetzen konnte und er kam mit seiner Mistgabel auf mich zu. Also sprang ich wieder ins Auto und fuhr den Feldweg bis zur erstbesten Wendemöglichkeit rückwärts.

Meine Kinder haben heute noch ein „Aggro-Bauer-Trauma“ …

Und wir wissen jetzt auch: Zur Piratenhöhle kommt man entweder per Boot von Rovinj oder vom Ende des Limski-Kanals aus oder per Fahrrad ab Kloštar.

Sonntag, 2. Juli 2017 by Wolfram
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