Spenden statt Böller, Ausgabe 2019



Statt viel Geld in ziemlich diskutable Einweg-Lärm-und-Leuchteffekte zu investieren, ist es allemal besser, noch viel mehr Geld dahin zu tun, wo es gebraucht wird: Brot statt Böller!

20191231_spenden_statt_boeller_2019_edition.png

Seit 2010 mache ich das regelmäßig, dokumentiert habe ich das beispielsweise auch in den Jahren 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2018.

Einen guten Rutsch nach 2020 euch allen!

Dienstag, 31. Dezember 2019 by Wolfram
1 Kommentar (1066 views)

Post von Giaco!



20191228_post_von_giaco.jpg

Was da drin ist? Sowas hier.

freu
:-)

Samstag, 28. Dezember 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (620 views)

Schöne Feiertage euch allen!



Leider war es heuer wieder nix mit weißen Weihnachten, zumindest in Kreßberg. Gestern habe ich vereinzelt noch ein paar Häufchen Schnee gesehen, dort, wo man das “Schneechaos” von vor zwei Wochen (am Freitag, den 13.) zusammen geschoben hatte. Heute waren aber auch die letzten Reste geschmolzen. Immerhin soll es bei uns temperaturmäßig nun relativ konstant bleiben - in Werchoyansk wird’s (wenn die Prognosen wahr sind) übernächste Woche kurz mal 20 Grad wärmer werden.
Als ich vorhin mit den Wautzis eine Runde gelatscht bin und ich mir den gegen den Wind strullenden Hund so angeschaut habe, stiegen in mir leichte Zweifel an der dieser Spezies mitunter nachgesagten Intelligenz auf. Seltsame Dinge, die einem da immer durch den Kopf gehen …

Die Rekonvaleszenz des großen Kindes schreitet derweil voran - nachdem unser Orthopäde im Frühjahr meinte, wir sollten nochmal zum Experten (vulgo: nach Stuttgart ins Olgäle), war nun eine Triple-Osteotomie fällig, die wir alle Gottseidank bislang sehr gut überstanden haben. Das jetzt fällige angeordnete Herumliegen kommt dem Pubertier natürlich nicht wirklich ungelegen.

Zum Essen hatten wir gestern Abend lecker Leberkäse vom Metzger um die Ecke mit Omas Kartoffelsalat und Feldsalat. Zum Dessert haben wir Schoko-Muffins mit flüssigem Kern gebacken (dieses Rezept in Muffinförmchen), die jeweils noch eine Vanilleeiskugel drauf bekamen. Quasi frei von Kalorienfrei
;-)

Der Weihnachtsmann war auch dieses Jahr wieder sehr fleißig und hat lauter schöne Sachen gebracht. Die besten Geschenke sind freilich diejenigen, die die Kinder nicht alleine zusammen gebaut bekommen …
;-)

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit!

Mittwoch, 25. Dezember 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (641 views)

Veggie-Marsch



Gestern Abend war mir irgendwie nach Eintopf. Eine passende Spezialität aus dem Stuttgarter Raum ist der Gaisburger Marsch - aber das ist nichts für meine Vegetarier hier.
Also habe ich mich mal an einer Version mit ohne Fleisch probiert, und die hat tatsächlich so gut funktioniert, dass ich euch davon erzählen möchte.

Man benötigt

  • 750g Kartoffeln
  • 250g Karotten
  • 2l Gemüsebrühe
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 300g Spätzle

Gleich vorab: diese Zutaten sind diejenigen, die bei mir gut funktioniert haben. Im Internetz findet man auch Kohlrabi und Lauch auf der Liste der möglichen Zutaten. Auch die Mengenangaben sind als „unverbindlicher Kochvorschlag“ zu verstehen - wer Karotten nicht ab kann, lässt sie eben weg und nimmt stattdessen mehr Kartoffeln oder Spätzle.

Nun zum Kochen.
Während man die 2l Gemüsebrühe in einem ausreichend großen Topf warm macht, schält man die Kartoffeln und die Karotten. Die Karotten habe ich in Scheibchen (roundabout 3mm) geschnitten (mit immernoch der irren Grinse im Gesicht), die Kartoffeln haben wir einmal halbiert (ganz große geviertelt) und zentimeterdicke Scheiben runtergesäbelt. Wer Lauch hat, schnitzt auch davon noch eine Stange klein. Das Gemüse kommt nun in die Gemüsebrühe und darf schonmal vor sich hin köcheln.
Unterdessen schneidet man die Zwiebel. Diese zu würfeln kann man sich sparen, aber zu grob sollten die Teile auch nicht sein. Wir haben die Zwiebel (genau wie die Kartoffeln) halbiert und dann halbe Ringe daraus geschnitten. Die zerkleinerte Zwiebel wandert in eine Pfanne und wird sehr kräftig angebraten.
Wer Spätzle aus der Tüte hat (wenigstens Eiernudeln sollten es sein), gibt diese zeitlich so zu dem Gemüse dazu, dass die Melange insgesamt knapp eine halbe Stunde köcheln kann. Ich hatte eine Packung Spätzle in der Tüte mit empfohlener Kochzeit von 15 Minuten. Die habe ich nach etwa 10 Minuten dazu gegeben, und fünf Minuten vor Ablauf der 15 Minuten noch meine Zwiebeln.
Wer handgemachte, frische Spätzle hat, gibt sie nach grob 20 Minuten dazu, genau wie die gerösteten Zwiebeln.

Das Resultat war ein Topf, der beinahe übergelaufen ist, und ein Wolfram, der sich gefragt hat, wer das alles essen soll.

Die Frage war aber überflüssig - wenn die Kids erst mal auf den Geschmack gekommen sind und Nachschlag verlangen, bleibt für Papa nicht mehr viel übrig … deshalb gibt’s auch keine Fotos.

Allen, die hier noch mitlesen, einen geruhsamen vierten Advent!

Sonntag, 22. Dezember 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (632 views)

Selbst schuld



Vergangene Woche habe ich mir es zum ersten Mal geschafft, meine Küchenmesser so scharf zu schleifen, dass ich an meinem Unterarm ein paar Haare abkratzen konnte.
20191215_messerklinge.jpg

Und jetzt hab ich den Salat … immer wenn ich was zu schneiden habe, stehe ich leicht irre kichernd am Schneidbrett und freue mich, wie die Klinge ohne Drücken durchs Material gleitet … An Tomaten rutscht das Messer nichtmal mehr ab.
Hihihi …
;-)

Sonntag, 15. Dezember 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (659 views)

Eine Frage des Materials



Vorgestern Abend war ja partielle Mondfinsternis, und hier im Gäu war auch noch der Himmel ziemlich frei. Also habe ich das 200er Objektiv auf die Kamera gespaxt und mich am Balkontürrahmen angelehnt:
20190716_mofi1.jpg

Ach, stimmt ja, da war was … Mond im Automatikprogramm wird ja nix, wie der geneigte Leser hier im Blog schon desöfteren lesen konnte, zum Beispiel hier und hier und hier

Also auf Manuell umgestellt und an den Einstellungen geschraubt, bis das Ergebnis etwas besser aussah:
20190716_mofi2.jpg

Und wenn ich einen der letzten Versuche nehme und in der Bildbearbeitung etwas an den Reglern drehe, dann kann man sogar den Krater Tycho erahnen:
20190716_mofi3.jpg

Was halt mit meiner Ausrüstung beim besten Willen nicht geht, ist, auf ein Foto den Wolkenschleier UND die Krater abzulichten, so wie das für unsere Augen aussah.

Donnerstag, 18. Juli 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (1658 views)

Die Deorifizierung



Am Anfang war der Plan, und der Plan war an sich nicht sooo schlecht. Dass er trotzdem etwas gewagt war, könnt ihr hier lesen.
Ich habe ein Herren-Möchtegern-Mountainbike geerbt, welches für den Normalbetrieb eigentlich recht brauchbar ausgestattet war: klassische verchromte Felgen aus Italien in 26-Zoll-Größe, 21-Gang-No-Name-Kettenschaltung (3×7) und ein schöner analoger Tachometer, mit Tachowelle und Zeiger.
20190408_vorher.jpg
Damit habe ich letztes Jahr ein paar hundert Kilometer heruntergespult, aber so richtige Fahrfreude wollte einfach nicht aufkommen. Was lag also näher, als pimpend einzugreifen?

Zu Beginn mussten die guten Camel-Tires aus Indien dran glauben. Sie wichen modernen Schwalbe-Reifen. Der Fahrkomfort entwickelte sich dadurch bereits beträchtlich in die gewünschte Richtung. Ein weiteres Thema waren die Bremsen. Cantilever-Felgenbremsen müssen nicht per se schlecht sein, aber mit den Original-Bakelit-Belägen und den sich verwindenden Kunststoff-Hebeln war eine Verzögerung nur mit starken Händen und ziemlich schleichend möglich. Das Ersetzen der Beläge durch BBB Roadstop Deluxe BBS-01D brachte bereits Besserung. Ein paar Wochen drauf ersetzte ich den Sattel durch einen Brooks B17, dann die Bremshebel gegen welche vom Typ Deore BL-T611. Nun konnte man die Bremsen schon so nennen, ohne jemanden zu beleidigen.
20190323_deore_bremshebel.jpg
Die Schaltung indes wurde durch den Bremsen- und Reifenwechsel nicht besser. Die beiden Hebelchen am Lenker ließen sich nur mit viel Fingerspitzengefühl und ordentlich Kettenrasseln in Stellungen bringen, bei denen eine halbwegs geräuscharme Fortbewegung möglich war. Gänge der Reihe nach durchzuschalten funktionierte gar nicht. Immer, wenn mal Regen ans Gerät hin plätscherte, rosteten die Züge in der Tülle fest und es schaltete erstmal gar nichts mehr. Spaß machte das nur, wenn mal ein Gang drin war.
20190323_noname-schaltung.jpg
Also erwachte der Wunsch, dem Radl noch mehr modernere Umgangsformen beizubringen.

Auch für solche Wünsche gibt es im Teilehandel Material, und zwar schimpft sich das entsprechende Paket dann „Komplettgruppe“. Ich habe mich nach einigem Nachdenken und Übersetzungs-Rechnen für eine Shimano Deore M6000-Gruppe in der Geschmacksrichtung 2×10 entschlossen. Die hat vorne 28 und 38 Zähne, hinten geht es von 11 bis 42 - damit hatte ich sogar ein noch breiteres Feld an Übersetzungsmöglichkeiten als zuvor.
20190406_shimano_paket.jpg
Zusammen mit dem Einbau der Schaltgruppe musste ich mein Tretlager auf Hollowtech II umrüsten, also habe ich auch ein entsprechendes Innenlager bestellt. Das war dank bereits vorhandener Gewinde im Rahmen kein Hexenwerk.
20190408_tretlager_original.jpg
20190416_tretlager_hollowtech2_deore.jpg
Und auch die alten Blech-Cantilever sollten in dem Zug mit modernisiert werden.
20190416_original_cantilever.jpg

Beschlossen, getan, jedoch machte ich nun gleich mehrere Fehler: weil ich keine Ganganzeige an den Schalthebeln haben wollte, habe ich mir selbige in der Ausführung „I-Spec II“ bestellt. Die aber benötigen spezielle Bremshebel, denn „I-Spec II“ ist kein „Super Extra“-Nonsens-Schwurbelwort sondern es bedeutet, dass die Schalthebel mit den Klemmen der Hebel am Lenker fixiert werden. Das nächste Mal weiß ich das … Tatsächlich bin ich um den Tausch meiner fast neuen Hebel herumgekommen, denn ich habe die „falschen“ Schalthebel mit Schlauchschellen montiert bekommen.
20190416_hebelei.jpg
Statt den Shimano-Cantilevern habe ich mir versehentlich ein Komplettset Deore-XT-V-Brakes bestellt. Zunächst wollte ich das zurückschicken, aber als ich mir die Aluteile so anschaute und mal ans Fahrrad hingehalten habe, fiel mir auf, dass sich die V-Brakes mit etwas Basteln eigentlich auch montieren lassen müssten - hat tatsächlich funktioniert, und diese Variante bremst jetzt richtig gut :-)
20190416_deore_xt_vbrakes.jpg
Das letzte große Problem war das hintere Ritzelpaket. Unerklärlicherweise passte die moderne Kassette nicht an meinen Uralt-Freilauf. Nach einigem Schlau-lesen kam ich zu dem Schluss, dass ich zur Lösung dieses Problems eine Kassettennabe brauchte. Dafür hätte ich meine verchromten, italienischen Felgen umspeichen müssen. Keine unlösbare Aufgabe, aber ziemlich viel Arbeit mit ungewissem Materialaufwand (brauche ich neue Speichen oder nicht? Welche Speichenköpfe?) Ich beschloss mit einem Schielen auf die laufenden Kosten, dass ich das Problem am Einfachsten durch eine neue Hinterrad-Felge mit Kassettennabe lösen konnte.
20190331_beretta_felge.jpg
Und weil nur eine neue Felge blöd ausgesehen hätte (und ich den Baretta-Felgen die Kraft der V-Brakes eh nicht zugetraut habe), habe ich mir gleich ein Doppelpack für vorne und hinten bestellt.
20190416_felgenvergleich.jpg

Jetzt habe ich also ein Fahrrad, welches in allen relevanten Komponenten deutlich hinzugewonnen hat, jedoch zu einem finanziellen Beitrag, für den ich mir auch ein gebrauchtes Tourenrad hätte leisten können.

Aber das hätte natürlich nicht ansatzweise soviel Schrauberfreude gebracht …
20190418_deorifiziert.jpg

:-)

Dienstag, 11. Juni 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (2602 views)

Kein Vergleich



Ich schrub ja schonmal darüber, dass es einen Haushaltswarenhersteller gibt, der lobenswerterweise Ersatzteile verkauft. Blöd fand in meinem Fall nur, dass ich überhaupt welche kaufen musste. Die Kunststoffzahnräder sind aber offenbar nicht für meine Kids gemacht, denn nach der letzten Back-Orgie wäre es nun an der Zeit gewesen, schon den vierten Satz zu bestellen. Und damit würde die Summe der Ersatzteilbestellungen den Neupreis des Geräts übersteigen.
Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Der Markt für Handrührer variiert ja je nach Anforderung und Preisklasse zwischen “nicht vorhanden” und “ziemlich unübersichtlich”.
Letztlich bin ich nach ein wenig Recherche über das Modell Krups 3Mix GN 5021 gestolpert. Und hab mir einen besorgt.

20190512_krups_3mix.jpg

An den Werkzeugen von Krups (Rührer und Knethaken werden mitgeliefert) ist schonmal kein Plastik dran wie beim alten Gerät; das ist reiner Edelstahl. Die Rührer sehen im Direktvergleich nicht ganz so „engineered“ aus, was aber der Funktion keinen Abbruch tut. Der Handrührer fühlt sich in der Hand vertrauenserweckend stabil und schwer an, nicht irgendwie papierig.
Das Gerät hat fünf Geschwindigkeitsstufen, und hier, meine Damen und Herren, reden wir tatsächlich von Geschwindigkeit. Das, was beim alten Gerät Vollgas war, ist bei dem neuen grade mal Stufe 2. Ich habe Rührei und Crêpes-Teig gemacht. Beim Crêpes-Teig habe ich zuerst alles außer der Milch verrührt - das gibt eine ziemlich zähe Pampe, die der Rührer aber ohne Probleme durchgemangelt hat.

Vorläufiges Fazit: ich bin begeistert!

Donnerstag, 16. Mai 2019 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (2264 views)