Aufpassen!



Wenn euch jemand aus Italien eine solche Würzmischung für Spaghetti “Aglio e Olio” mitbringt:
20190103_wuerzmischung.jpg

AUFPASSEN!

Denn das Zeugs ist nicht einfach nur “Aglio e Olio”, da ist auch “Peperoncino” drin. Und “Peperoncino” kann fast alles heißen, von “Paprikaschote” über “Paprikapulver” und “Peperone” bis hin zu “Chilischote” und “Chili”.
Mit “Paprikaschote” hat diese Würzmischung auf jeden Fall nichts mehr zu tun. Das geht wahrscheinlich schon in den fünfstelligen Scoville-Bereich und ist damit garantiert nicht mehr gut für Kinder.

Sonntag, 6. Januar 2019 by Wolfram
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Oh du Fröhliche …



Als Weihnachtszeit gilt ja in diesem Kontext die Zeit „rings um Weihnachten“. Eine Zeit des Erwartens (nichts anderes bedeutet das Wort „Advent“), der Besinnung, der Zusammenkunft, der Familie. Aber auch eine Zeit der Weihnachtsferien, des zugehörigen Jahresendurlaubs und des Für-die-Kinder-Daseins.

Lasst euch kurz erzählen, wie fröhlich die Weihnachtszeit bisher bei uns verlaufen ist …

Das Wochenende vor dem Heiligabend habe ich persönlich zum Entgiften verwendet. Mein Arbeitgeber veranstaltet traditionell am Freitag vor Weihnachten ein Fest für die Mitarbeiter, bei dem es unter anderem recht verhängnisvolle Benefiz-Cocktails gibt (der Erlös aus dem Verkauf der Cocktails kommt einem Hilfsprojekt zugute). Obwohl mir zunächst erstmal nicht nach Feierlaune war, ist die Veranstaltung dann doch etwas ausgeufert und ich war erst um halb drei zuhause …
Ein guter Freund kam uns besuchen und erzählte von seiner Frozen Shoulder - ein Krankheitsbild, das man nicht wirklich braucht.

Den Morgen des 24. Dezember hat die Familie Strempfer genau so verbracht wie fast alle anderen Menschen auch: auf dem Parkplatz des Supermarkts und in der Schlange vor der Kasse. Dann haben wir gemeinsam probiert, die Wohnung auf Vordermann zu bringen.
An Heiligabend gab es dann sehr lecker Raclette und richtig ordentlich Bescherung. Weitere Details kann ich wegen der DSGVO leider nicht öffentlich von mir geben …
;-)

Am in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag hat dann sich das jüngste Kind die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Mehrfach. Und so ein kotzendes Kleinkind ist ja etwas, was zutiefst in mir rüttelt; nicht nur am Mageneingang, auch am Empathiezentrum. Ich glaube, ich stehe Nachts deutlich schneller senkrecht im Bett, wenn ein Kind kotzt, als wenn der Feuerwehr-Piepser tut.

Entsprechend stand der zweite Weihnachtsfeiertag erstmal im Zeichen des Wäsche Waschens und Großreinemachens, bevor wir uns auf den Besuch von Omas und Onkeln und Tanten vorbereitet und lecker Waffeln gebacken haben. Ursprünglich wollten wir zum Abendessen ja draußen im Garten grillen, aber das Wetter war - na gut, ich gebe es zu, wir haben geklemmt und haben lieber drinnen gegessen …
Das jüngste Kind war wieder ziemlich fit und hat sich mit Weintrauben gefüttert - deren Schale ist aber nicht wirklich leicht verdaulich und so hatten wir eine weitere Nacht mit „Kotzebue“.

Am 27. Dezember kam morgens die Schwiegermutter zu uns und meinte dass der Keller „wieder“ unter Wasser stehe (Anm. d. Red.: vor ziemlich genau einem Jahr stand der Keller unter Wasser, weil im Kontrollschacht vor dem Haus die Suppe stand weil die Leitung zwischen Kontrollschacht und Abwasserkanal nicht mehr viel durch gelassen hat). Nach eingehender Untersuchung stellte sich heraus, dass dieses Mal das Abwasser nicht die Ursache sein konnte. Vielmehr sah der Heizungskeller aus wie eine Mischung aus Dampfbad und Tropfsteinhöhle. Die aufgehängten gewaschenen Kotzklamotten troffen vor Nässe, von sämtlichen Leitungen an der Decke tropfte das Wasser. Um die Ursache zu finden, war etwas Detektivarbeit notwendig. Letztlich fanden wir heraus, dass wir ein Leck in einer Heißwasserleitung hatten. Ein Kupferrohr-Bogen war nach über 40 Jahren Dienst regelrecht von innen ausgewaschen.
20181227_kupferrohrleck.jpg
(Rot eingekringelt: der Übeltäter, hier noch mit Fahrrad-Schutzblech zum Ableiten des Wasserstrahls)
Die Detektivarbeit ging weiter bei der Suche nach einer Möglichkeit zum Abstellen des Warmwassers. Es gibt bei unserer Hausinstallation keinen „Hauptwarmwasserabstellhahn“; vielmehr muss man den Kaltwasserzufluss abstellen. Wusste ich nicht, kostete einiges an Zeit (und Wasser im Keller). Wir konnten Gottseidank schnell Hilfe herbei rufen, sodass wir nur ein paar Stunden ohne Warmwasser auskommen mussten.

Als ich am 28. Dezember aus dem Küchenfenster schaute, kam mir der Anblick ziemlich bekannt vor. Ja, genau, so sah es doch im Mai 2012 auch schonmal aus vor dem Haus! Wasserrohrbruch! Nach „Wasser im Keller“ kam „Wasser vor dem Keller“! Die Leckstelle war nur ein paar Meter weiter, aber diesmal war viel mehr Personal mit der Behebung betraut.
20181228_rohrbruchaufstand.jpg
(Von links nach rechts: EnBW-Fahrzeug, Bauunternehmer-LKW, Bagger, Bagger-Hänger, NOW-Fahrzeug)
Über einige Stunden gab es kein Wasser - also weder kaltes noch warmes. Irgendwie hat der Wassermangel die Stimmung unter den Kindern sehr stark angeheizt. So stark, dass das zweitjüngste Kind beim Streiten mit dem ältesten Kind eine Türe mit Glaseinsatz durchschlagen und sich dabei ein paar Schnittwunden zugelegt hat.
Natürlich waren wir sehr gespannt, was wohl als nächstes kommen möge …

Und tatsächlich: der 29. Dezember fing damit an, dass der Magen des zweitjüngsten Kindes aufhörte, ordentlich zu arbeiten. Und er arbeitete den ganzen Tag über nicht wirklich ordentlich … Mehrere hungerbedingte Versuche, etwas Essbares dauerhaft in den Bauch zu bekommen, gingen schief. Erst gegen Abend hatte sich der Organismus so weit stabilisiert, dass wieder Gemüsebrühe drin blieb. Erschöpft ging der Großteil der Familie zu Bett. Derweil habe ich mit dem größten Kind noch eine Quizsendung in der Glotze angeschaut. Kurz vor dem Finale konnte ich dann bewundern, wie breit sich ein Erdbeerknuspermüsli auf dem Boden verteilen kann.

Heute ist Sonntag, das große Kind ist außer Gefecht, und ich harre der Dinge, die da noch kommen mögen …

Sonntag, 30. Dezember 2018 by Wolfram
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Beschiss beim Chinesen



Die Familie war offensichtlich auswärts Mittagessen. Und was soll ich sagen?
20181218_beschiss.jpg
Schon die Kinder werden beim Chinesen zum Bescheißen animiert!
;-)

Es gab dort Stäbchen mit Gummifiguren am Ende als Gelenke.
Das hat es bei mir damals™ nicht gegeben! Entweder lernst du schnell mit Stäbchen zu essen oder du bleibst hungrig!

Dienstag, 18. Dezember 2018 by Wolfram
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Zwei weitere Arten



Just gestern früh haben sich zwei weitere Arten von Crailsheimer Autofahrern bei mir vorgestellt.

(Anm. d. Red.: im Folgenden werden die Artikel nicht dazu benutzt, irgendein Geschlecht im Besonderen zu denunzieren. Eine basisdemokratische Gender-Untersuchung hat eine Nahezu-1:1-Verteilung ergeben)

Als da wären:

Der Ankerwerfer
Der Ankerwerfer approximiert Ampeln in der maximal zugelassenen Geschwindigkeit (innerorts 50km/h), passiert die Linie und wirft sodann den Anker. Weil er ist ja soeben „durchgeflutscht“. Dass der nachfolgende Verkehr eventuell daran Interesse haben könnte, dieselbe Ampelphase nutzen zu wollen, ist ihm vollkommen gleich. Beliebt ist es empirischen Untersuchungen nach auch, an den hektischen Passiervorgang eine Relaxations- und Orientierungsphase anzuschließen und das Fahrzeug hierzu mit maximal 20 km/h weiter zu bewegen. Spart ja auch Sprit.

Das schockierte Kaninchen
Ich selbst habe das natürliche Vorbild noch nicht gesehen, aber angeblich verfallen Kaninchen beim Anblick einer Schlange in Schockstarre. In Crailsheim gibt es Autofahrer mit ähnlichem Befund, wenngleich die Schlange nicht notwendigerweise ein Tier sein muss. Stattdessen kann es sich auch um einen entgegenkommenden LKW handeln oder einen Fußgängerüberweg oder einen Radfahrer. Das Kaninchen bleibt beim Anblick sofort am aktuellen Standort (sic!) stehen und rührt sich nicht mehr vom Fleck, bis sich die Situation ohne eigenes Zutun gelöst hat. Statt dass das Kaninchen an die Seite fährt, müssen LKW große Schlenker machen und mehrfach rangieren. Fahrradfahrer müssen überlegen, ob sie vor oder hinter dem mitten im Weg stehenden Fahrzeug (vorzugsweise mit Stern) vorbei fahren. Fußgänger, die die Verkehrssituation überblicken und den dem Kaninchen nachfolgenden Stau erkennen, winken ihm vergeblich, es soll doch weiter fahren.

Dienstag, 4. Dezember 2018 by Wolfram
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Mach ich ja sonst nicht



… aber der Tod von Steffi Tücking trifft mich persönlich.

Samstag, 1. Dezember 2018 by Wolfram
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Deppentreffen



Also, wenn ihr mal alle Teilnehmer des Volkshochschulkurses “Wie parke ich am Bescheuertsten” kennen lernen möchtet, dann geht mal frühabends nach Crailsheim zum Kaufland in der Schönebürgstraße.
Da treffen die sich nämlich offenbar und zeigen, was sie gelernt haben.
Da wird neben den markierten Parkbuchten geparkt, nicht nur ein-, sondern sogar zweireihig, in der Feuerwehrzufahrt. Da wird direkt “vor dem Loch” geparkt. Da stehen die Chefärzte mit ihrem Landrover auf dem Behindi-Parkplatz (ich wusste gar nicht, dass Landrover jetzt schon als Gehhilfe gelten?). Da parken Menschen auf dem Strich statt zwischen den Strichen. Da stehen die dicksten weißen SUV-Benze der goldkettchenbehangensten Vollchecker auf den für Rollstuhlfahrer ausgewiesenen Parkplätzen am Eingang (dasselbe Fahrzeug sieht man dann später aber auch in der Goldbacher Straße auf den mit Zickzack-Linien markierten “Hier nicht parken”-Zonen). Da stellen die Autofahrer beim Anblick eines Rückfahrscheinwerfers in freudiger Schockstarre hin und warten (ungeachtet all des Trubels um sie herum) minutenlang und mit laufendem Motor darauf, einen Parkplatz zu erhaschen. Da stellen sich Wohnmobilfahrer vor die LKW-Tore, wahrscheinlich denkend, dass wenn sie nicht mehr arbeiten müssen, dass dann auch die Anlieferung ruht. Da stehen Autos “einfach so” irgendwo quer rum.

Nächstes Mal mach ich Fotos.

Überhaupt, der Verkehr in Crailsheim.
Der wird immer schlimmer.
Da schaltet die eigene Ampel um auf grün und man baut beinahe noch einen Unfall, weil ein Mitverkehrsteilnehmer von rechts “kurz mal eben noch bei Dunkelgelb” drüberwitscht. Da haben die Autofahrer komplett verlernt, was ein Stop-Schild aussagt (nämlich dass man an der Stelle Stoppen muss). Da verstehen die Verkehrsteilnehmer nicht, was die weißen Pfeile auf blauem Grund aussagen (zum Beispiel “hier ist nur rechts abbiegen erlaubt”). Da wird am Steuer telefoniert, gerne auch unangeschnallt (wenn man sich in die Gartenstraße an die Feuerwehr stellt, sieht man innerhalb von Minuten mehrere solche Leute). Da wird in die Kreuzung reingefahren, egal, ob da schon Stau ist und man den Querverkehr mit seinem Wagen blockiert.
Da stellt man sich links blinkend an die Tanke und wartet Stunden auf eine Lücke im Verkehr (und verbläst dabei vermutlich die Menge an Sprit, die man eben einen Cent günstiger getankt hat), statt einfach nach rechts zu fahren und eine Runde durch den Kreisel zu drehen.
Und Blinken ist eh out; das sorgt nur dafür, dass die Birnchen verschleißen. Stattdessen fährt man Volllast bis kurz vor die Abzweigung, holt kräftig auf die andere Seite aus (damit der Nachfolgende schon denkt, er kann jetzt vorbei fahren), wirft dann den Anker und quert die eigene Fahrspur fast senkrecht.
Alternativ lässt man den Wagen schon hunderte Meter vor der Abzweigung langsam ausrollen; man ist ja eh vorne in der Schlange. Ganz wichtig ist sicherlich auch, am Ausgang des Kreisels keinesfalls zu blinken.

Versteht mich nicht falsch; ich mach sicher auch nicht alles richtig, aber so viel geballte Missachtung der Spielregeln auf einen Haufen macht mir echt Sorge. Wegen euch werden irgendwann noch Eisenbahnschienen verlegt!

Dienstag, 20. November 2018 by Wolfram
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Party!



Soeben habe ich frisch gelernt, wie man sich morgens einen netten Adrenalinschub verpassen kann.

Uuuund zwar fängt man mit einem verkalkten Wasserkocher an. Den kriegt man ja mit Spezialmitteln wieder blank, aber es funktioniert auch, wenn man ins Wasser ein paar gute Schlucke Essig reinleert und diesen Sud ein paar mal aufkocht.

So weit, so gut, wo bleibt das Adrenalin?

Zur weiteren Vorbereitung wirft man in den Essigsud noch eine Kaffee-Vollautomaten-Reinigungstablette rein. Die Tablette löst sich dann unter ordentlichem Sprudeln auf.

Aber das ist doch gar nicht aufregend, sagt ihr?

Stimmt!

Das Rezept geht nämlich weiter, indem man den Essigsud-Reinigungstablettenmix aufkocht. Die Mischung (so konnte ich dank des Glasbehältnisses unseres Wasserkochers gut sehen) sprudelt dann etwas mehr vor sich hin, als Wasser allein es tun würde. Sobald die Suppe sich dann aber dem Siedepunkt nähert, kommt endlich das Adrenalin - FONTÄNE!
Aus dem Ausguss des Wasserkochers raus!
Etwa doppelt so hoch wie der Wasserkocher groß ist!
Und deutlich lang anhaltend!
Und wiederholbar!
Denn wenn man die restlichen drei Zentimeter Füllung im Wasserkocher nochmal heiß macht, geht’s gleich wieder los!

Freilich ist das mit dem Adrenalin bei der Wiederholung lang nicht mehr so, aber der Fontäneneffekt fetzt fast genauso.

Freitag, 9. November 2018 by Wolfram
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Nischentipp



Ein kleiner Tipp für eine nicht ganz so große Gruppe an Mitmenschen:
Wenn du

  • immer wieder gerne versuchst, Pornokuchen zu backen
  • einen Satz Blechschüsseln in der Küche hast und
  • eine Induktionskochplatte

20181013_nischentipp.jpg
Die Blechschüsseln funktionieren bei kleinen Magnetfeld (bei unserer Kochstelle auf 3 von 10) wunderbar, um zum Beispiel den Butter zu schmelzen oder die Ganache (Foto, Schokolade in Sahne).

Sonntag, 21. Oktober 2018 by Wolfram
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