Ohne Sorgen sorglos?



Wenn man sich die Leute so anschaut, dann gibt’s da ja ein paar verschiedene Corona-Typen:
Da gibt’s die, die die Vorgaben übergenau umsetzen und sich selbst im eigenen Auto mit Mundschutz, Schutzbrille und Gummihandschuhen bewaffnen. Die zeigen sich eigentlich nur deshalb in der Öffentlichkeit, damit man sieht, dass sie voll dabei sind.

Dann gibt’s die, die die Vorgaben einhalten, weil sie kapiert haben, dass man mit Corona besser keine Späßchen macht.

Da gibt’s die, die der Virus richtig erwischt hat, sei es persönlich oder im direkten Umfeld. Für die jede Anti-Mundschutz-Demo ein Schlag ins Gesicht ist.

Dann gibt’s die, die aus Prinzip gegen alles sind und allerlei “Fakten” und Alukugeln soweit zusammenrühren, bis ihre vegan-braune Anti-Vaxxer-Filterblase nicht mehr platzt. Und die hinter jedem Busch den Bill Gates sitzen sehen, der mit seiner Zwangsimpfung alle chippen wird.

Und dann gibt’s diejenigen, denen das alles wurscht ist. Die treffen sich wie früher, die halten keinen Abstand und tragen schon gar nie einen Mundschutz und die haben sowieso noch kein Virus gesehen.

Die beiden letzten Gruppen sind diejenigen, die mir persönlich etwas Angst machen. Denn das auch sind diejenigen, wegen denen die zweite Welle durchrollen wird.

Orakle ich jetzt mal.

Jeder Handwerker-Lehrling weiß, dass man vor Werkzeug keine Angst haben darf, aber unbedingt den nötigen Respekt mitbringen muss. Genau so ist das auch mit neuartigen Krankheitserregern.

Samstag, 27. Juni 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (719 views)

Again what learned



Gestern habe ich mit meinen Mädels den Film “The Hate U Give” angeschaut und dabei gelernt, dass “Thug Life” nicht nur ein Meme ist und im Zusammenhang mit “Like a Boss” gebraucht wird.

Es ist außerdem ein Akronym für “the hate u give little infants fucks everybody” - zu Deutsch in etwa “der Hass, den man kleinen Kindern beibringt, landet in der gesamten Gesellschaft”.
Der Film hatte 2018 Premiere - das Thema ist dennoch brandaktuell: Black Lives Matter.

Sonntag, 21. Juni 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (822 views)

Die Pille



Neulich hatte ich einen Full-Service-Tag. Beziehungsweise nicht ich, sondern unsere Kaffeemaschine. Zuerst war “Wasser füllen” dran. Dann “Bohnen füllen”. Dann “Trester leeren”. Dann “Filter”, und nach dem “Filter” kam auch noch “Reinigen”. Ich glaube, länger habe ich mich noch nie an einem einzelnen Tag mit dem Gerät beschäftigt …
:-)

Sei’s drum, da auch unser Wasserkocher mal wieder entkalkt werden wollte, nahm ich die Gelegenheit beim Schopf und habe den Jura-Wassertank gleich auch noch mit Kalklöser ausgepinselt und sauber gebürstet. Beim Schrubben ist mir aber dummerweise der Deckel zu dem Fach mit der schwarzen Pille abgegangen. Der hat vermutlich grade wegen dem Kalk ganz gut gehalten.

20200614_juratank.jpg

Die Pille, muss man wissen, ist ein Schwimmer, der dem Gerät sagt, ob noch Wasser im Tank ist. Und wenn die Pille frei im Tank rumschwimmt, dann kann man in den Tank so viel Wasser reintun, wie man will, Kaffee kriegt man trotzdem keinen … Es galt also, die Pille wieder einzusperren.
Die vorläufige Lösung ist auf jeden Fall ein Stück von einem Gefrierbeutel, der für die nötige Klemmung sorgt.

Und bei euch so?

Sonntag, 14. Juni 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (473 views)

Noch mehr Grenzgeschichten



Das mit der „Grenze zwischen Deutschland und Bayern“ ist tatsächlich nicht nur so daher gesagt.
6 Kilometer östlich von hier liegt Markt Schopfloch. Man könnte also in etwas über einer Stunde dorthin spazieren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht das zwar auch, ist das aber ziemlich knifflig: Die üblichen Suchmaschinen melden direkt einen Fehler. Tatsächlich (ich habe es selbst zugegebenermaßen noch nicht ausprobiert) muss man zunächst 15km in die falsche Richtung, nach Crailsheim, fahren (Minimum 20 Minuten). Dort nimmt man einen Bus nach Dinkelsbühl (25km, 45 Minuten). Und von Dinkelsbühl aus geht es dann nach Schopfloch (7km, nochmal 20 Minuten). Und da sind jetzt noch gar keine Wartezeiten wegen Anschluss-Bussen mit eingerechnet. Da scheint der Vorschlag von Google, zuerst von Crailsheim mit dem Zug nach Dombühl zu fahren, gar nicht mehr so abwegig …

Auch jetzt, in Coronazeiten, wird die Grenz-Linie immer wieder deutlich sichtbar, weil in Bayern andere Regeln gelten. So sind die Baumärkte in Bayern geschlossen, die in BaWü aber haben geöffnet. Führt natürlich genau zu dem, was der Herr Söder damit eigentlich nicht bezwecken wollte - dass die Menschen aus Dinkelsbühl und Feuchtwangen nach Crailsheim in den Baumarkt fahren.

In Bayern dürfen die Leute nur mit einem triftigen Grund aus dem Haus (zum Beispiel zum Einkaufen). Ohne Grund kann die Polizei Strafen verteilen. So ist laut der Südwestpresse letzte Woche ein Pärchen aus Crailsheim nach Feuchtwangen gefahren, anscheinend nur, um dort einen Kindersitz zu entsorgen. Gab zwei Anzeigen, einmal wegen der illegalen Müllentsorgung und eine wegen dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Dienstag, 14. April 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (1437 views)

So weit ist es schon



Wir wohnen ja, wie ich immer recht gern (und durchaus scherzhaft) anmerke, recht nah an der Grenze zwischen Deutschland und Bayern.

(ja, der braucht einen Moment)

Gestern nun war ich ein paar Kilometer von Zuhause weg, in Bayern, und habe eine EC-Kartenzahlung getätigt.
Was sagt mir mein Konto nun heute?

20200414_karteneinsatz.png

Dass ich Recht habe mit meinem Scherz! Bayern ist gar nicht mehr Deutschland! Das ist Ausland!

;-)

Ich werde vorerst nichts gegen die Buchung unternehmen, da nach meinem aktuellen Wissensstand keine extra Gebühren dafür anfallen.

by Wolfram
Kommentar hinzufügen (983 views)

Corona-Gedanken



Vielleicht ist ja die aktuelle Pandemie eine Chance, die Bonpflicht beim Bäcker wieder abzuschaffen. Das Gebäck kommt ja per Greifer oder mit einem Hygiene-Handschuh in die Tüte, und auch auf dem Geld haftet nicht ganz so viel an Keimen, wie man denken möchte.
Aber der unselige Bon, der kommt quasi per Handschlag auf die Theke.

Das Wirtschaftssterben in Deutschland war (bis zur Schließung der Restaurants) für die Ausbreitung von CoVid19 sowohl gut als auch schlecht.
Ganz sicher gibt es dadurch weniger abendliche Stammtische und Kegelzusammenkünfte (was für die Ausbreitung des SARS-Cov-2 schlecht ist), aber die verbliebenen Gaststätten haben nun einen größeren Einzugsbereich (was die Verbreitung unterstützt).

Samstag, 21. März 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (3628 views)

Klar und deutlich



Wenn ihr euch beim Möbelschweden mal so praktische Plastikkistchen mitgenommen habt (die heißen Variera), dann habe ich hier einen eventuell hilfreichen Tipp für euch:

solltet ihr auf den Gedanken kommen, die Dinger in die Spülmaschine zu tun: TUT DAS NICHT. Weil wenn man die Kistchen umdreht, dann sieht man ganz klar und deutlich ein Relief (freilich nur dann, wenn man es versehentlich in einem ganz bestimmten Winkel ins Licht hält). Und dieses Relief wiederum zeigt in nicht übersehbarer Art und Weise eine Hand, die eine Spülbürste hält. Darunter stechen Schriftzeichen hervor, die Folgendes besagen: „Max. 50°C (122°F)“.
20200320_klar_deutlich_1.jpg

Ignoriert man diesen prägnant und auffallend ausgeführten Reinigungshinweis, könnte die Sache ziemlich Dali-esk schief gehen.

20200320_klar_deutlich_2.jpg

Anmerkung der Redaktion: Falls die Verformungen nicht zu stark sind, bestehen gute Chancen, die Situation mit heißem (nicht mehr kochenden) Wasser wieder in geordnete geometrische Bahnen zu lenken.

by Wolfram
Kommentar hinzufügen (1173 views)

Wider den CO₂-Footprint



Über die Weihnachts- und Neujahrstage habe ich mich in Anbetracht größerer notwendiger Reparaturen an meinem heiß geliebten Corsa mal so rein theoretisch an das Thema E-Auto gewagt.
Ich habe mir diverse Testberichte durchgelesen.
Ich habe mich auf den gängigen Automobil-Verchecker-Plattformen über den real existierenden E-Auto-Gebrauchtmarkt informiert.
Ich habe herausgefunden, dass die e-Ups und die i-MiEV/C-Zero/iONs lediglich vier Sitzplätze haben.
Und ich habe gelernt, dass mein Nutzungsprofil (20km zur Arbeit pendeln) eigentlich vollständig kompatibel mit einem Stromer wäre.

Und dann habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht: ich habe zusammen mit meiner Frau ein gebrauchtes E-Auto probegefahren.

In der Folge bin ich nun also durchaus sehr stolzer Besitzer eines 2016er Nissan Leaf in Tekna-Geschmacksrichtung mit einer 30kWh-Traktionsbatterie und habe meinen Corsa in den wohl verdienten Ruhestand versetzt.

Aber das Ende vom Lied ist, dass ich jetzt den Familien-Van fahren muss … Weil es ist ja so viel ökonom/log/ischer, wenn ich täglich nur einmal die Pendelstrecke mit dem Großen Wagen fahre und meine Frau mit dem Stromer dafür die restlichen Touren übernimmt …

Dienstag, 18. Februar 2020 by Wolfram
Kommentar hinzufügen (1098 views)