Marderschaden



Da mach ich die Tage wie immer morgens das Vesper für die Schulkids. Also schön Käse und Butter und Gurke und Paprika und Frischkäse und Veggiebelag und Hinterkochschinken und Blattsalat aus dem Kühlschrank befreit. Dann ein halbes Sechskornbrot in Scheiben aufgeteilt (es beeindruckt mich jedesmal neu, was für immense Mengen Brot ich für eine Runde Vesper und Frühstück brauche) und munter drauflos geschmiert.
Dann ist mir der Butter (wegen des Genus’: wir sind hier in Hohenlohe-Franken) ausgegangen und ich habe das nächste Päckchen aus dem Kühlschrank geangelt.
Und was muss mein morgendlich-müdes Auge entdecken?

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Marderschaden
;-)

Die Seife im Klo sieht übrigens ähnlich aus, aber da hat der Verursacher nicht “durchgezogen” sondern nur mal kurz die Zähnchen versenkt …

Donnerstag, 17. Mai 2018 by Wolfram
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Imitationsdefekt



Kinder lernen durch Imitation, insbesondere durch Nachahmen der Tätigkeiten ihrer Bezugspersonen, was wohl meist die Eltern sind.
Füße auf den Tisch legen? Ruckzuck verinnerlicht.
Fernseher anmachen? Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden können das die Kinder auch.
Das Tablet entsperren? So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie die Kids das drauf hatten.
Aufs Fahrrad aufsteigen? Ein paar Tage und los geht’s.

Aber nicht ein einziges meiner Kids hat bisher “Tisch abputzen” oder “Spülmaschine ausräumen” oder “Boden kehren” nachgemacht. An den motorischen Fähigkeiten liegt es sicher nicht.
Ob wohl für solche Tätigkeiten der Imitationsinstinkt defekt ist?

by Wolfram
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Kindermünder



Unser Kleinstes brabbelt inzwischen munter (mit Schnuller) im Gesicht drauf los. Und versteht immer mehr von dem Zeugs was wir Eltern von uns geben. Zum Beispiel die Bedeutung von „suchen“. Wenn man sagt „Such mal deinen Schnulli?“ dann geht es gleich los mit einem fröhlich-laufen „Nulli, bisch du?!“ (zu Deutsch in Etwa „Schnulli, wo bist du?“)
;-)

Neulich war Mama mit dem Wauwau und den Kids draußen und hatte die Hundekakatüten vergessen. Also zog die Karawane nach einer kurzen Stippvisite zuhause wieder los und machte sich auf die Suche nach dem Haufen, um diesen ordnungsgemäß in die Tüte zu verfrachten.
Mama erklärte noch, dass nun noch kurz des Wauwaus A-A gesucht werden müsse, woraufhin am Rand der Wiese ein fröhliches „Hundekaka, bisch du?!“ erklang …
:-)

Aber auch das größte Kind ist mir inzwischen langsam über. Die Tage kam beim Essen aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund ein lautstarkes “Krasse Scheiße” herübergeweht. Ich habe mich direkt beschwert und gefordert, es möge doch bittschön bei Tisch ein etwas anderer Ton und eine etwas gewähltere Ausdrucksweise verwendet werden. Das Echo kam ohne Zeitverzögerung: mir flog ein “Krasse Exkremente” entgegen.
Danach war ich einigermaßen sprachlos. Meine liebe Frau hingegen konnte herzlich über mich und Kind lachen.
;-)

Sonntag, 18. Februar 2018 by Wolfram
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Pour les gourmands



Ich organisiere heute die Geburtstagsfeier von Kind Nr. 2. Hierfür habe ich in Zusammenarbeit mit dem Jubilar folgendes Menü ersonnen:

  • Jus von Cucurbita Maxima und weiteren Gemüsen der Saison an Croûtons und Tartine beurrée
  • Torte nach Art des Hauses sowie Blechkuchen mit Crème von frischen Früchten
  • Dünne Teigfladen aus dem Steinofen al Gusto
  • Anderentags Glücks-Gebäck zum Frühstück

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Zu Deutsch ist das:

  •  Hokkaido-Kürbissuppe mit gerösteten Brotwürfeln und Butterbrot (geile Kombi, übrigens, dicke Suppe und Butterbrot)
  • Schokokuchen und Fanta-Blechkuchen
  • Selfmade-Pizza (zugegeben, nicht direkt aus dem Steinofen, aber auf dem Stein im Ofen gebacken)
  • Das Resultat eines Besuchs beim Bäcker (der heißt bei uns „Glück“)

Ich gehe auf jeden Fall schonmal fest davon aus, dass keiner der Gäste hungrig nach Hause gehen wird.

Und auch die Überschrift ist Absicht: ein “Gourmet” ist ein Feinschmecker, ein “Gourmand” ein Leckermaul …

;-)

Freitag, 2. Februar 2018 by Wolfram
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Kinderarbeit in Kreßberg



Während andere Leute irgendwo unproduktiv am Meer rumgammeln, setzen wir hier in Kreßberg eiskalt auf Kinderarbeit!!1!einself!!!
Amarettokugeln FTW!!

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Leider haben sehr viele nicht sonderlich lange überlebt. Weil wenn man mal anfängt, und „nur die, die nicht ganz so schön aussehen“ probiert, dann räumt man das Feld quasi von hinten auf, und glaubt mir, es gibt immer mindestens ein Breedle (Anm. d. Red.: so heißen “Plätzchen” auf Hohenlohisch-Fränkisch), welches schlechter aussieht als alle anderen… Ich gehe also stark davon aus, dass wir in der Adventszeit nochmal nachbacken dürfen. Nuja, müssen halt die Kinder wieder ran …
;-)

Montag, 27. November 2017 by Wolfram
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Empathie



Unser Kleinstes (Baby darf ich ja fast nicht mehr sagen) hat sich einen Magen-Darm-Infekt gefangen und sich viele Sachen einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen. Natürlich überwiegt bei akuten Erkrankungen die Sorge, aber im Nachhinein - so meinte meine liebe Frau - hätten wir vielleicht doch das inbrünstige Würgen aufnehmen sollen, weil es so überaus herzerweichend war …

#Rabeneltern-und-Spaß-dabei

Mittwoch, 15. November 2017 by Wolfram
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Babysprech, Ausgabe Oktober 17



Aktuelle Momentaufnahme aus dem Vokabular unseres jüngsten Kindes:

  • Gagaii => Eier (Gaggali auf Hohenlohisch)
  • Maiima => Malen (mit dem Stift, auf Tisch, Polster, usw.)
  • Lotti => Laster (LKW, im Bilderbuch)
  • Gagaus => nix mehr da, leer (auf Hohenlohisch ebenso)
  • Lumlum => Luftballon
  • Luppo => Anhängerkupplung (Herleitung komplett unklar)
  • Freibad => Badewanne, See, Freibad (alles was mit offenem Gewässer zu tun hat)
  • Eis => heiß (Essen zum Beispiel)
Dienstag, 17. Oktober 2017 by Wolfram
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Stärkeprüfung



Des Juniors Experimente mit Nicht-Newtonschem Fluid haben sich als Stärkeprüfung (sic!) für die ganze Familie erwiesen …
20170830_staerkeexperimente.jpg
Dafür hat er sämtliche verfügbaren Stärkereserven mit etwas Wasser vermengt und probiert, das Resultat auf verschiedenste Art zu verwenden. Zum Beispiel in der abgebildeten flachen Wanne. Oder in einem Becher. Oder in einem Luftballon als Stressball.

Ein Nicht-Newtonsches Fluid ist eine Flüssigkeit, die sich nicht so verhält, wie wir das von Flüssigkeiten gewohnt sind. Zum Beispiel wird das oben erwähnte Zeugs fest, wenn man draufschlägt, es reißt ab, wenn man es umfüllt und lauter so Sachen. Wenn ein Stressball platzt, kann man die Lache auf dem Boden recht einfach und schwungvoll mit einem Pfannenwender aufkratzen (dabei wird das Fluid fest) und die Brocken in eine Schüssel werfen, wo sie wieder flüssig werden.

Auf jeden Fall mussten wir nach den Versuchen auch so einiges putzen …

Mittwoch, 30. August 2017 by Wolfram
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