Weinlinse



Licht ist was tolles!
20170618_lichtwein.jpg

In aller Regel verwendet man Glas, um Licht zu fokussieren. Das funktioniert, weil Lichtstrahlen beim Übergang zwischen Medien unterschiedlicher optischer Dichte gebrochen werden. Aber auch Flüssigkeiten haben eine andere optische Dichte als Luft, und wenn man Glas und Flüssigkeit kombiniert, kann man mitunter Erstaunliches beobachten.

Freitag, 14. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil VI



20170710_darko_ferlin_oel.jpg Wenn ihr mal in Istrien seid und kommt in die Gegend von Pula, dann lohnt sich ein Ausflug auf die Landstraße 21/75 zwischen Vodnjan und Bale, nämlich genau hierhin. Dort habe ich mir (leider nur) eine Pulle Olivenöl von Darko Ferlin gekauft. Inzwischen ist das Fläschlein aufgebraucht und hat uns wohl gemundet. Tatsächlich kommen einige der besten Olivenöle der Welt aus Istrien; in Pula gibt es konsequenterweise extra ein Museum.
Ein paar Meter vor dem Stand von Darko Ferlin (wenn man von Pula her kommt), nordwestlich vom Kreisverkehr, gibt es den Kazun-Park, der auch recht interessant aussieht.

Mittwoch, 12. Juli 2017 by Wolfram
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Pancakes à la Wolfram



Erinnert ihr euch noch an diese Kreditkartenwerbung von damals? Die mit den drei Sprüchen und dem „unbezahlbar“?
In diesem Stil müsst ihr euch das Nachfolgende vorstellen …

Sonntags extra früh aufstehen, um der Familie Frühstück zu machen: Sehr löblich!

Pancakes nach einem tollen Rezept aus dem Internetz: Super Sache!

Bei der vorletzten Zutat feststellen, dass sich unter der Waage ein Bröckchen Parmesan versteckt hat und deshalb alle bisherigen Wägungen total falsch waren: Unbezahlbar!

Naja, die Pampe ließ sich immerhin fladenförmig in der Pfanne braten … aber jetzt habe ich noch vierhundert Gramm Mehl-Vanillezuckergemisch übrig …

Sonntag, 9. Juli 2017 by Wolfram
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Rasenmäherroboter entlaufen



Obacht und Augen auf in Kreßberg: Der Redaktion von Crailsheimerle.de wurde die Information zugespielt, dass ein Rasenmäherroboter entlaufen ist!
So weit mir bekannt, wurde er bisher noch nicht wieder eingefangen!

Dienstag, 4. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil V



Nein, heute mal zur Abwechslung kein Trauma ;-)

Denn heute möchte ich euch erklären, dass Fotoschopp nicht die Lösung aller Probleme ist.
Ich habe zum Beispiel dieses Foto in der Bucht von Lovrecica aufgenommen:
20170615_lovrecica_bay_ohne_polfilter.jpg

Chic, oder?
Aber irgendwie auch … naja … gewöhnlich.
Dann ist mir eingefallen, dass ich in meiner Fototasche ja auch noch einen Polfilter habe. Das ist ein Filter zum vor’s Objektiv spaxen, der nur Licht aus bestimmten Schwingungsrichtungen durchlässt. Und was so ein Polfilter machen kann, das kriegt man mit Fotoschopp schlicht nicht hin.
Glaubt ihr nicht?
Dann schaut selbst. Das Foto von oben mit Polfilter sieht nämlich so aus:
20170615_lovrecica_bay_mit_polfilter.jpg

Ja, das Grün der Bäume könnte man auch durch Nachbearbeitung hinpimpen. Ja, die Wolken am Himmel kriegt man vielleicht auch aus einer Raw-Aufnahme heraus. Aber die Strukturen, die sich im oberen Foto unter den Reflexionen auf dem Wasser verstecken, die findet Fotoschopp nur mit extremem Aufwand oder gar nicht mehr.
Das hier sind wohlgemerkt schlichte Out-of-Camera-JPEGs, ohne Nachbearbeitung!

Drum merke: Auch im Zeitalter von Digitalkamera und Fotoschopp haben Filter ihre Daseinsberechtigung! Und es hilft, wenn man weiß, was man tut …

by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil IV



Das Aggrobauertrauma

Am Limski-Kanal gibt es laut Google Maps eine Piratenhöhle. Und leider kann man mit Maps auch eine Route dorthin berechnen lassen … Aber der Reihe nach …

Wir waren unterwegs (nein, ich mache hier keine Werbung für den Dinopark in Funtana, obwohl die Kids ihn klasse fanden; für mich war der nichts), es war noch hell und wir hatten Zeit. Ich hatte im Campingplatz-WLAN immer mal wieder die Umgebung erforscht; dabei bin ich auf die sagenhafte Piratenhöhle gestoßen, die sich irgendwo am Ufer des Limski-Fjords befinden sollte. Die Bewertungen lasen sich interessant, also war ich der Meinung, das könnte auch etwas für uns sein. Da wir Luftlinie eh nur 10 Kilometer davon weg waren, habe ich beherzt auf „Route“ gedrückt und mich navigieren lassen.

Maps berechnete uns etwa diese Route hier.

Mich hätte eigentlich stutzig machen sollen, dass das Ziel der Reise irgendwo am Südufer angezeigt wurde, wohingegen die Höhle am Nordufer sein sollte. Wir sind die Landstraße entlang gefahren, runter ins Tal, zu den Bootsanlegestellen am Ende des Kanals, weiter bis fast nach Rovinj (das wir leider nicht besucht haben) und dann ab auf Feldwegen in die Pampa.
20170610_anreise_piratenhoehle1.jpg

Zunächst war ich noch guter Dinge, denn es ging an einem offenbar regelmäßig besuchten Landhaus mit dem Namen Stancija Montero vorbei. Dann aber wurden die Wege immer schmäler und schmäler, keine Chance mehr, umzudrehen.
20170610_anreise_piratenhoehle2.jpg

Wir sind Wege gefahren, die sicherlich noch kein Auto mit SHA-Kennzeichen gesehen haben. Das heftigste erwartete uns jedoch am Ende des Weges, just in dem Moment, als die Navi-Dame vermeldete „Sie haben ihr Ziel erreicht“. Die von Google berechnete Route führt nämlich direkt zu einem abgelegenen Bauernhof, und der Bauer empfing uns mit gereckter Mistgabel. Mir dämmerte ja schon, dass wir auf diesem Weg nicht an der Piratenhöhle ankommen würden. Deshalb stieg ich aus, um dem Herrn mitzuteilen, dass wir uns dummerweise verfahren hätten und seine formidable Wendeplatte benutzen wollten, um uns schleunigst wieder aus dem Staub zu machen. Er war jedoch etwas aufgebracht und bedachte uns mit allerlei Worten, die ich wahrscheinlich zu meinem Glück nicht übersetzen konnte und er kam mit seiner Mistgabel auf mich zu. Also sprang ich wieder ins Auto und fuhr den Feldweg bis zur erstbesten Wendemöglichkeit rückwärts.

Meine Kinder haben heute noch ein „Aggro-Bauer-Trauma“ …

Und wir wissen jetzt auch: Zur Piratenhöhle kommt man entweder per Boot von Rovinj oder vom Ende des Limski-Kanals aus oder per Fahrrad ab Kloštar.

Sonntag, 2. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil III



Das DM-Trauma
Und so begab es sich am dritten Tage, dass das größte Kind verlautbaren ließ, es benötige zur erfolgreichen Urlaubsteilnahme unbedingt noch Haarwaschmittel vulgo Shampoo. Man müsse - MÜSSE - aus diesem Grunde einen Drogeriemarkt anfahren.
Wir hingegen wollten eigentlich lieber einen kleinen Städteausflug machen; nach Poreč sollte es gehen und überstimmten das arme Kind.
Auf der Landstraße fuhren wir küstennah über Novigrad an. Womit ich jedoch nicht gerechtet habe, war, dass es in Kroatien Laternenwerbung gibt. Und so dauerte es nicht lange, bis die Mädels die DM-Plakate entdeckten, die netterweise sogar eine Richtungsangabe (à la „nächste rechts“) hatten.
20170606_dm_porec.jpg

Weil die Große fast schon heulte, habe ich mich überreden lassen, vor der Stadtbesichtigung noch einen kurzen Ausflug zu machen und den Schildern zu folgen. Nun ist es nicht ganz einfach, in unbekannter Umgebung kurz mal eben die Fahrtrichtung aufgrund der Angaben auf viel zu spät entdeckten Schildern zu ändern, aber irgendwie haben wir auch das hinbekommen. Quer durch Poreč, an der Altstadt vorbei, am Hafen vorbei, den Schildern nach wieder weg vom Ziel, kurz vor der Aufgabe dann wieder das nächste Schild. So haben wir den Laden langsam aber stetig eingekreist wie ein Wolfsrudel seine Beute. Dann haben wir einen Parkplatz direkt am Wasser gefunden, zig Kuna in eine Parkuhr versenkt (die Kroaten verstehen da keinen Spaß!) und sind mit Sack und Pack und Baby und Hund zum DM gepilgert. Natürlich war da ein „hier kein Wau“-Schild am Eingang, sodass eineR von uns (ratet mal …) draußen bleiben musste. Praktischerweise blieb auch der Kinderwagen samt Baby neben mir stehen und ich konnte mich während länglicher 30 Minuten in der prallen Sonne langsam moralisch darauf vorbereiten, dass das Gefährt sich wohl nicht mehr so gut schieben lassen würde, wenn es erstmal mit der Beute der Damen beladen wäre.
Ein kleiner Tipp für alle Papas in ähnlicher Situation: Bei DM gibt’s kostenlos Wifi …

Und so kommt es, dass mich freiwillig niemand mehr in Kroatien zum DM bringt.

Samstag, 1. Juli 2017 by Wolfram
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Kroatienbrocken Teil II



Wir sind bekennende Kaffeejunkies. „Ohne Kaff kein Schaff“ ist nur eines unserer Mottos.
Was glaubt ihr, wie wir an unserem ersten Morgen in Kroatien geschaut haben, als wir feststellen mussten, dass es keine Kaffemaschine im Wohncontainer gibt?
Nun gut, selbst ist der Kreßberger, wir hatten Filter und Kaffeepulver dabei, außerdem gehörte ein Wasserkocher sowie eine Glaskaraffe zur Grundausstattung des Mobile Homes. Damit hatten wir die Voraussetzungen für den manuellen Aufguss beisammen und die besten Voraussetzungen für den Start unserer durchaus steilen Lernkurve …
Weil nämlich das ist so:
Ein handelsüblicher Kaffeefilter wird nicht geklebt. Der wird zusammengefaltet und dann “zusammengeprägt”. Das wiederum bedeutet, dass die Verbindung zwischen den beiden Filterpapierlagen nicht endlos haltbar ist. Sobald man nämlich die ersten paar Schwünge heißen Wassers eingefüllt hat und anfängt, aufmüpfig und ungeduldig zu werden, bricht der Filter durch und das Pulver landet mitsamt dem Wasser in der Kanne. Am Besten hat das Kaffeeaufbrühen für uns funktioniert, wenn wir vorab die Prägekanten des Filters nochmals umgeknickt, dann den Filter in die Karaffe gefaltet und anschließend vorsichtig den Filter zu höchstens zwei Dritteln mit heißem Wasser gefüllt haben. Dann dauert das Aufbrühen von drei bis vier Tassen zwar 10 Minuten, aber da kann man nebenher den Frühstückstisch decken und den Butter (wegen des Genus’: wir sind Hohenloher Franken, Anm. d. Red.) und den Honig auf den Tisch stellen.
20170607_kaffeemachen.jpg

An unserem vorletzten Tag waren unsere Nachbarn gerade ausgezogen, als ein Putztrupp vom Campingplatz nebenan eintraf. Nach einer Weile gesellte sich zusätzliches Personal vermittels eines Golf-Carts hinzu, und just jenes Golf-Cart hatte auf der Ladefläche … TADAAAA … eine Kaffeemaschine!
Unsere durchaus vollständig synchronen, neidvollen und erstaunten Blicke führten dazu, dass der Fahrer uns direkt fragte, warum wir denn bitteschön so schauten. Wir erwiderten, dass er da ja eine Kaffeemaschine (!!!) auf der Ladefläche habe. Worauf er wiederum fragte, ob wir denn gerne eine bräuchten …
Wir Dösbaddel hätten also einfach nur fragen müssen … und das ganze Filtergeknicke und Satzgesaufe hätte nicht sein müssen …
Nuja, wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen …
Knallhart wie wir sind, haben wir dankend abgelehnt und auch den nachfolgenden letzten Morgen (wir waren auch schon am Packen unserer Siebensachen) ohne Kaffeemaschine überstanden.

Donnerstag, 29. Juni 2017 by Wolfram
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