Kleine Ursache



Da lauf ich neulich den ganzen Tag wie besoffen rum und nehme mit der Schulter jeden Türrahmen mit …

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(Symbolfoto, nachgestellt)

… und Abends beim Ausziehen fällt mir auf, dass ich meine Trecking-Socken Links-Rechts vertauscht hatte!

;-)

(Ein Beitrag zur Reihe “Sommerlochspaß”)

Dienstag, 18. Juni 2019 by Wolfram
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Die Deorifizierung



Am Anfang war der Plan, und der Plan war an sich nicht sooo schlecht. Dass er trotzdem etwas gewagt war, könnt ihr hier lesen.
Ich habe ein Herren-Möchtegern-Mountainbike geerbt, welches für den Normalbetrieb eigentlich recht brauchbar ausgestattet war: klassische verchromte Felgen aus Italien in 26-Zoll-Größe, 21-Gang-No-Name-Kettenschaltung (3×7) und ein schöner analoger Tachometer, mit Tachowelle und Zeiger.
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Damit habe ich letztes Jahr ein paar hundert Kilometer heruntergespult, aber so richtige Fahrfreude wollte einfach nicht aufkommen. Was lag also näher, als pimpend einzugreifen?

Zu Beginn mussten die guten Camel-Tires aus Indien dran glauben. Sie wichen modernen Schwalbe-Reifen. Der Fahrkomfort entwickelte sich dadurch bereits beträchtlich in die gewünschte Richtung. Ein weiteres Thema waren die Bremsen. Cantilever-Felgenbremsen müssen nicht per se schlecht sein, aber mit den Original-Bakelit-Belägen und den sich verwindenden Kunststoff-Hebeln war eine Verzögerung nur mit starken Händen und ziemlich schleichend möglich. Das Ersetzen der Beläge durch BBB Roadstop Deluxe BBS-01D brachte bereits Besserung. Ein paar Wochen drauf ersetzte ich den Sattel durch einen Brooks B17, dann die Bremshebel gegen welche vom Typ Deore BL-T611. Nun konnte man die Bremsen schon so nennen, ohne jemanden zu beleidigen.
20190323_deore_bremshebel.jpg
Die Schaltung indes wurde durch den Bremsen- und Reifenwechsel nicht besser. Die beiden Hebelchen am Lenker ließen sich nur mit viel Fingerspitzengefühl und ordentlich Kettenrasseln in Stellungen bringen, bei denen eine halbwegs geräuscharme Fortbewegung möglich war. Gänge der Reihe nach durchzuschalten funktionierte gar nicht. Immer, wenn mal Regen ans Gerät hin plätscherte, rosteten die Züge in der Tülle fest und es schaltete erstmal gar nichts mehr. Spaß machte das nur, wenn mal ein Gang drin war.
20190323_noname-schaltung.jpg
Also erwachte der Wunsch, dem Radl noch mehr modernere Umgangsformen beizubringen.

Auch für solche Wünsche gibt es im Teilehandel Material, und zwar schimpft sich das entsprechende Paket dann „Komplettgruppe“. Ich habe mich nach einigem Nachdenken und Übersetzungs-Rechnen für eine Shimano Deore M6000-Gruppe in der Geschmacksrichtung 2×10 entschlossen. Die hat vorne 28 und 38 Zähne, hinten geht es von 11 bis 42 - damit hatte ich sogar ein noch breiteres Feld an Übersetzungsmöglichkeiten als zuvor.
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Zusammen mit dem Einbau der Schaltgruppe musste ich mein Tretlager auf Hollowtech II umrüsten, also habe ich auch ein entsprechendes Innenlager bestellt. Das war dank bereits vorhandener Gewinde im Rahmen kein Hexenwerk.
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Und auch die alten Blech-Cantilever sollten in dem Zug mit modernisiert werden.
20190416_original_cantilever.jpg

Beschlossen, getan, jedoch machte ich nun gleich mehrere Fehler: weil ich keine Ganganzeige an den Schalthebeln haben wollte, habe ich mir selbige in der Ausführung „I-Spec II“ bestellt. Die aber benötigen spezielle Bremshebel, denn „I-Spec II“ ist kein „Super Extra“-Nonsens-Schwurbelwort sondern es bedeutet, dass die Schalthebel mit den Klemmen der Hebel am Lenker fixiert werden. Das nächste Mal weiß ich das … Tatsächlich bin ich um den Tausch meiner fast neuen Hebel herumgekommen, denn ich habe die „falschen“ Schalthebel mit Schlauchschellen montiert bekommen.
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Statt den Shimano-Cantilevern habe ich mir versehentlich ein Komplettset Deore-XT-V-Brakes bestellt. Zunächst wollte ich das zurückschicken, aber als ich mir die Aluteile so anschaute und mal ans Fahrrad hingehalten habe, fiel mir auf, dass sich die V-Brakes mit etwas Basteln eigentlich auch montieren lassen müssten - hat tatsächlich funktioniert, und diese Variante bremst jetzt richtig gut :-)
20190416_deore_xt_vbrakes.jpg
Das letzte große Problem war das hintere Ritzelpaket. Unerklärlicherweise passte die moderne Kassette nicht an meinen Uralt-Freilauf. Nach einigem Schlau-lesen kam ich zu dem Schluss, dass ich zur Lösung dieses Problems eine Kassettennabe brauchte. Dafür hätte ich meine verchromten, italienischen Felgen umspeichen müssen. Keine unlösbare Aufgabe, aber ziemlich viel Arbeit mit ungewissem Materialaufwand (brauche ich neue Speichen oder nicht? Welche Speichenköpfe?) Ich beschloss mit einem Schielen auf die laufenden Kosten, dass ich das Problem am Einfachsten durch eine neue Hinterrad-Felge mit Kassettennabe lösen konnte.
20190331_beretta_felge.jpg
Und weil nur eine neue Felge blöd ausgesehen hätte (und ich den Baretta-Felgen die Kraft der V-Brakes eh nicht zugetraut habe), habe ich mir gleich ein Doppelpack für vorne und hinten bestellt.
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Jetzt habe ich also ein Fahrrad, welches in allen relevanten Komponenten deutlich hinzugewonnen hat, jedoch zu einem finanziellen Beitrag, für den ich mir auch ein gebrauchtes Tourenrad hätte leisten können.

Aber das hätte natürlich nicht ansatzweise soviel Schrauberfreude gebracht …
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:-)

Dienstag, 11. Juni 2019 by Wolfram
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Die Frage aller Fragen



… fragt neulich ein Geburtstagsgast des Nachwuchses unseres Kumpels (es war ehrlich keins von unseren!), ob denn eigentlich auch Männer Bundeskanzler werden können … Da biste sprachlos …

:-)

Dienstag, 28. Mai 2019 by Wolfram
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Werbung wirkt



Neulich war unser jüngstes Kind so richtig “wütig”.
So im Rumpelstilzchen-Stil, mit Beinstampfen und Tigerhaftem Knurren.
Der absolute Brüller kam aber zum Schluss, und wir konnten uns nicht mehr auf den Stühlen halten:
steht’s zornentbrannt im Türrahmen und schreit uns an: “Dann geht doch zu Netto!”

;-)

by Wolfram
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Hatten wir eigentlich …



… schonmal so ein neumodisches Ätsch-Di-Ahr-Foto hier?

20190512_asbacher_weiher.jpg

Das ist von unserem Muttertagsspaziergang und zeigt den Asbacher Weiher von Nordwest.

Freitag, 17. Mai 2019 by Wolfram
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Kein Vergleich



Ich schrub ja schonmal darüber, dass es einen Haushaltswarenhersteller gibt, der lobenswerterweise Ersatzteile verkauft. Blöd fand in meinem Fall nur, dass ich überhaupt welche kaufen musste. Die Kunststoffzahnräder sind aber offenbar nicht für meine Kids gemacht, denn nach der letzten Back-Orgie wäre es nun an der Zeit gewesen, schon den vierten Satz zu bestellen. Und damit würde die Summe der Ersatzteilbestellungen den Neupreis des Geräts übersteigen.
Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Der Markt für Handrührer variiert ja je nach Anforderung und Preisklasse zwischen “nicht vorhanden” und “ziemlich unübersichtlich”.
Letztlich bin ich nach ein wenig Recherche über das Modell Krups 3Mix GN 5021 gestolpert. Und hab mir einen besorgt.

20190512_krups_3mix.jpg

An den Werkzeugen von Krups (Rührer und Knethaken werden mitgeliefert) ist schonmal kein Plastik dran wie beim alten Gerät; das ist reiner Edelstahl. Die Rührer sehen im Direktvergleich nicht ganz so „engineered“ aus, was aber der Funktion keinen Abbruch tut. Der Handrührer fühlt sich in der Hand vertrauenserweckend stabil und schwer an, nicht irgendwie papierig.
Das Gerät hat fünf Geschwindigkeitsstufen, und hier, meine Damen und Herren, reden wir tatsächlich von Geschwindigkeit. Das, was beim alten Gerät Vollgas war, ist bei dem neuen grade mal Stufe 2. Ich habe Rührei und Crêpes-Teig gemacht. Beim Crêpes-Teig habe ich zuerst alles außer der Milch verrührt - das gibt eine ziemlich zähe Pampe, die der Rührer aber ohne Probleme durchgemangelt hat.

Vorläufiges Fazit: ich bin begeistert!

Donnerstag, 16. Mai 2019 by Wolfram
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Radwegevolution



In den letzten Monaten sind überall in Kreßberg Pfosten aus dem Boden geschossen; solche, wie man sie auch zur Anbringung von Verkehrsschildern braucht. Meine persönliche Theorie war ja, dass nun noch mehr Wege für den Normalverkehr gesperrt werden sollen, als es sowieso schon sind (mal ganz abgesehen davon, dass sich keine Sau darum schert, weil das ja eh nicht kontrolliert wird).
Es kam aber anders:
20190425_radwege_geradeaus.jpg
Ja.
Tatsächlich.
An jeder versch1ssenen Kreuzung, wo auch ein offizieller Radweg lang geht (siehe dazu auch radnetz-bw.de), wird dem Radler gezeigt, dass er hier gerade aus weiter muss. Als könnte man von Radfahrern nicht das selbe Abstraktionsvermögen verlangen, wie es bei Führern von motorgetriebenen Fahrzeugen vorausgesetzt wird, nämlich, dass es genau so lange gerade aus weiter geht, bis es ein Abbiegeschild gibt.
In Kreßberg gibt es einige Ecken, wo diese Schilder tatsächlich sogar Verwirrung stiften. Zum Beispiel, wenn an einer T-Kreuzung die Richtungspfeile nach links und zurück weisen. Das sieht sehr verdächtig danach aus, als könnte man nach links und nach rechts fahren (für Insider: Sieht man so an der Kreuzung Judenweg/L1010).

Den Hit habe ich aber in Asbach gefunden. Fährt man nämlich durch Asbach Richtung Norden (linkerhand der Asbacher Weiher, rechts die ehemalige Sägemühle und das Fischereivereinsheim), dann fährt man auf dieses Schild hier zu:
20190428_falsches_schild.jpg

Und das, meine Damen und Herren, finde ich, ist eine echte Gemeinheit. Nicht nur, dass man den Radfahrern nicht zutraut, gerade aus fahren zu können, nein, hier schickt man die Radler auch noch bösartig in die falsche Richtung!
20190428_falsches_schild_detail.jpg
Die Richtungshinweise sind vertauscht!
Nach Wüstenau geht es links, nach Marktlustenau rechts!

Aber was weiß ich schon … Vielleicht findet sich ja jemand, der daraus einen Maienstreich macht und die Schilder rumdreht …

:-)

P.S:: Ja, ich weiß, ich hab schon lang nichts mehr geschrieben. Aber die russischen Kommentar-Spammer haben mir das Bloggen ziemlich verleidet, außerdem wollte ich eigentlich endlich mal auf https und eine neue Blogsoftware umsteigen. Kommt, dauert aber noch.

Dienstag, 30. April 2019 by Wolfram
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Feta-Zucchinifächer



Wenn ihr mal Feta und Zucchini übrig habt, dann macht doch mal einen Feta-Zucchinifächer:

20190324_zucchinifaecher.jpg

Prädikat: Läcker!

Freitag, 29. März 2019 by Wolfram
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