Wenn die Heizung nicht mehr heizt



Neulich fährt meine liebe Frau mit meinem kleinen blauen Auto. Weil es draußen ausnahmsweise mal geregnet hat, sind die Scheiben beschlagen. Das bekämpft man entweder mit Klimaanlage (die entwässert ja) oder (wenn es sowieso schon kühl ist) mit warmer Luft.
Nur - da hat nichts geheizt. Heizung kaputt, und das mitten im Sommer …
Tante Google meinte, es könne beim Corsa C schon mal sein, dass der Wärmetauscher voll mit Siff sei und dann kein warmes Wasser mehr durch ginge. Dann müsse man den Wärmetauscher mal „rückwärts durchspülen“ und alles wäre wieder in Ordnung. Machbare Lösung, schien es, und diese Arbeit wollte ich mir für’s Wochenende aufheben.
Aber nach einer kurzen Fahrt Mitte der Woche habe ich das Auto hingestellt - und ich hörte ein ungewohntes Geräusch. Der Lüfter lief nach. Das hatte ich noch nie, seit ich das Auto habe. Schlimmes ahnend habe ich die Motorhaube aufgemacht und festgestellt, dass die Kühlwasserreserven nicht mehr vorhanden waren. Nach Einfüllen von drei Litern Leitungswasser war wieder ein nennenswerter Pegel im Ausgleichsbehälter, aber es bildete sich auch ziemlich langsam eine Lache unter dem Wagen. Dafür ging immerhin die Heizung wieder.

Heute habe ich mich nun aufgemacht, den Bösewicht zu suchen, und tatsächlich, an der rechten Motorseite (wenn man vor dem Wagen steht) waren Tropfen an einem Schlauch zu sehen. An einem Schlauch, der sich verschämt hinter allem Möglichen versteckt.
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Nach nur einer Stunde (und Abbau vieler weiterer Teile) hatte ich das Ding raus.
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Glück im Unglück, ein maßlich passendes Stück Hydraulikschlauch war vorhanden, und schon nach einer weiteren Stunde und viel Gefluche konnte ich wieder Kühlwasser einfüllen.
20180728_original_faelschung.jpg
Und bis jetzt ist’s dicht.

Samstag, 28. Juli 2018 by Wolfram
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Wo APFS nicht gut tut



Apple hat ja mit irgendeinem der letzten größeren Betriebssystem-Updates auf allen Rechnern mit einzelner Festplatte das Dateisystem auf eine Eigenentwicklung mit dem Akronym APFS umgestellt. Das steht dem Vernehmen nach für „APple File System“ und soll laut Apple *der* Knüller schlechthin sein.
In der Tat sind so einige spannendende Features enthalten. Eins sorgt beispielsweise dafür, dass Dateien nicht unnötigerweise doppelt und dreifach abgelegt werden. Einen Bilderordner mit einem Gigabyte an Fotos zu kopieren und anderswo einzufügen, ist ein Klacks und im Handumdrehen erledigt, weil nur noch Hardlinks angelegt werden.
Aber was leider gar nicht mehr gut geht seither, ist die Art, wie ich meine Fotos aussortiere. Dafür verwende ich seit Anbeginn der Zeiten den Apple-Finder und QuickLook. Mit dem Finder öffne ich den Ordner mit den Bildern, schalte um auf die Listenansicht. Dann markiere ich die erste Datei und drücke die Leertaste. Wenn mir ein Bild aus irgendeinem Grund nicht taugt, drücke ich Cmd+Backspace zum Entsorgen, Quicklook zappt dann automatisch weiter zum nächsten Foto. Ansonsten drücke ich Cursor-Runter, um mir das nächste Foto anzuschauen. So bin ich Ruck-Zuck selbst durch größere Bestände durch.
War ich, muss ich eigentlich sagen.
Denn leider fehlt es genau diesem Vorgang seit dem APFS-Update massiv an gefühlter Schwuppdizität.
Schade eigentlich.

Freitag, 27. Juli 2018 by Wolfram
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Unersäuflich



Der Profitipp am frühen Morgen:

Der Schimmel von Zitronen im Netz lässt sich NICHT unter dem Wasserhahn ersäufen. Der ist nämlich hydrophob und fliegt beim Versuch in der ganzen Küche herum.

Dienstag, 24. Juli 2018 by Wolfram
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Splitter



Diese Woche schreib ich euch einfach mal ein paar zusammenhanglose Dinger auf, die mir durch den Kopf gegangen sind.

Zum Einen war da die Erkenntnis, dass ja geschnitten Brot gegenüber einem Laib den Vorteil hat, dass alle Scheiben gleichmäßiger hart werden. Eine andere Erkenntnis (Anm. d. Red.: nicht meine!) war, dass sich Käse auf dem Toaster prima schmelzen lässt, aber man kriegt ihn nicht mehr so einfach raus.

Die Klassenlehrerin unseres ältesten Kinds hat mitgeteilt, dass sie die Klasse nächstes Jahr gesundheitshalber nicht mehr übernimmt. Eine Woche vor Schuljahresende (in BaWü sind ja noch keine Sommerferien). Wird auf jeden Fall spannend, ob und wie es nach den Sommerferien weiter geht.

Am Freitag ist ein Arbeitskollege von mir beerdigt worden; er ist gerade erst Mitte 50 gewesen. Kein Krebs, Herzinfarkt. Die Einschläge kommen auch bei mir näher …

Gestern Abend hatten wir Live-Feuerwerk vor unserem Fenster. Trotz strömendem Regen. Das fand ich sehr beachtlich; ich hätte bei dem Wetter wahrscheinlich nichteinmal ein Streichholz anbekommen.
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Dem strömenden Regen ist leider auch unser Besuch auf dem Kulturwochenende in Crailsheim zum Opfer gefallen. Den Gedanken, fünfzehn Kilometer zu fahren, um dann mit quengelnden Kids in der Nässe zu stehen, fanden wir nicht sonderlich erbauend. Die Crailsheimer Webcam hat uns gezeigt, dass es auch vielen Crailsheimern so ging.

Sonntag, 22. Juli 2018 by Wolfram
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Noch ein bisschen Augenfutter



Heute gibt’s für euch den Rest von den ausgewählten Korsikafotos.
Dieses hier gehört eigentlich noch zum vorherigen Korsika-Post, denn es zeigt das wunderbare klare Wasser im Gumpen von U Gaglioli.
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Wenn man an der Ostküste von Korsika runter fährt, an der Costa Serena entlang, dann sieht man kurz vor Porto Vecchio einen wunderschön gelegenen Genuesenturm. Der heißt “Tour de Fautea”, und unterhalb des Turms liegt eine wunderschöne Bucht, in der man sehr schön baden kann. Der Weg zur Bucht wurde offenbar frisch gemacht und erinnert beinahe an die Wege zwischen Ostseedünen.
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Einmal haben wir einen Ausflug zum Étang d’Urbino gemacht. Eigentlich ist “Étang” das Wort für ein “Stillgewässer, das nicht als See gilt”; für uns war das Wort aber eher lautmalerisch, denn wie man in dem Bild links und rechts des Steges sieht: “Eh, Tang!”
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Viel Spaß hatte unser Wau immer am Strand; er hat ganz tief in sich gegraben und seinen Beschützerinstinkt hervorgeholt. Immer wenn er was hat schwimmen sehen, ist er selber hingeschwommen und wollte retten - auch Bojen :-)
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Dieses Foto ist wiederum mehr technischer Natur. Es zeigt, dass man beim Tamron 24-70 die Blende nicht weit genug zu machen kann, um bei Tageslicht eine Langzeitbelichtung von zum Beispiel fließendem Wasser zu machen. Da hätte ich mal besser noch einen ND-Filter mitgenommen …
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Wer gut urlaubt, der muss auch gut essen. Hier eine Pizza Corse (mit korsischem Prosciutto und Ziegenkäse)
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Man kann sich auf Korsika auch wunderbar gesund ernähren, denn es gibt im Supermarkt auch Biotomaten im Glas.
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Die einsame kleine Nixe haben wir im Hafen von L’Île Rousse getroffen
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Noch ein Genuesenturm (die Wikipedia schreibt die Türme mit “r”), hier der von Erbalunga, mit einer ganz anderen Art Strand.
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Zurück ging es zeitlich planmäßig, mit einer Fähre, bei der man durch den Bug einfahren musste. Auch sehr spannend!
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Der nächste Morgen zeigte uns nochmal schönste Farben, bevor wir in Savona angelegt haben.
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Schee woars!

Freitag, 13. Juli 2018 by Wolfram
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Vielen Dank!



Herzlichen Dank auf diesem Wege auch noch für die zahlreichen (0) Zuschriften und Kommentare anlässlich meines zehnten Bloggeburtstags gestern!

;-)

Schade finde ich in dem Kontext, dass die meisten einstigen Weggefährten (ein paar Links finden sich unterhalb der Überschrift “Lieblingsblogs”) nicht mehr mitspielen. Frau Spätlese war der DSGVO-Quatsch das Tröpfchen, das das Fass zum Überlaufen brachte, der Wortmischer hat (hoffentlich temporäre) Blog-Blockade und Stilhäschen betreibt zwar noch ihr Blog, aber kommt dank ihrer Kids nicht mehr viel zum Bloggen. Vom Crailsheimerle sehe ich nur noch eine leere Webseite.
In meinem RSS-Reader gibt es noch ein paar andere abonnierte Feeds, aber nur der Fefe schreibt noch regelmäßig.

Ich bleibe auf jeden Fall noch eine Weile dabei.

Edit: ursprünglich schrub ich bei Frau Spätlese “das Tröpfchen auf den heißen Stein” - das ist freilich Quatsch und ich habe es korrigiert.

Dienstag, 10. Juli 2018 by Wolfram
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Murmel



Murmel hat ihren Namen bekommen, als sie zu uns kam. Sie hat damals, als kleines Kätzchen, so viel gefressen, dass ihr Bauch richtig rund war.
Nie hat sie uns “angeschrien”, wie ihre Schwester Tiger es heute noch tut. Denn Murmel hat uns immer nur angeschaut und ihren Mund aufgemacht, ohne dass man viel davon gehört hat.
Frech war sie immer.
Sie ist auf alle Menschen zugegangen (insbesondere auf Leute, die Katzen eigentlich nicht mögen) und hat sich streicheln lassen.
Schnurren konnte sie wie ein Löwe.

Der blöde Krebs hat dazu geführt, dass sie nicht mehr schlucken konnte und nur noch mit enormen Anstrengungen atmen. Von “Murmel” konnte man in letzter Zeit nicht mehr sprechen.

Jetzt hat sie keine Schmerzen mehr.
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Warum tut so ein Abschied immer so weh?

Dienstag, 3. Juli 2018 by Wolfram
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Mehr Eindrücke



Das hier sah mir nach echtem Optimismus aus: das Gaslager unseres Campingplatzes. Da werden auf der einen Seite die vollen Gasflaschen gestapelt und auf der anderen Seite die leeren. (Anmerkung der Redaktion: Warmwasser und Kochen im Mobilehome funktionieren mit Gas)
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Und sicherheitshalber muss da auch ein 1.5-Kilo-Feuerlöscher hängen … Der bringt sicherlich was, wenn es den halben Campingplatz nicht mehr gibt …

Das Wetter war heuer leider nicht sooo gut; wir hatten öfters Wolken am Himmel :-)
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Das hier ist der Strand am Campingplatz.

Ein “Muss” in Korsika ist Gumpenbaden. Dabei handelt es sich quasi um “Verdickungen” im Flusslauf.
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Und weil die Flüsse in Korsika zwangsläufig kurz und steil sind (weil die Insel nicht groß aber hoch ist), ist das Wasser wunderbar klar:
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(und mir persönlich war’s auch ein bissel zu kalt zum Baden).

Sonntag, 1. Juli 2018 by Wolfram
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