Die Deorifizierung



Am Anfang war der Plan, und der Plan war an sich nicht sooo schlecht. Dass er trotzdem etwas gewagt war, könnt ihr hier lesen.
Ich habe ein Herren-Möchtegern-Mountainbike geerbt, welches für den Normalbetrieb eigentlich recht brauchbar ausgestattet war: klassische verchromte Felgen aus Italien in 26-Zoll-Größe, 21-Gang-No-Name-Kettenschaltung (3×7) und ein schöner analoger Tachometer, mit Tachowelle und Zeiger.
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Damit habe ich letztes Jahr ein paar hundert Kilometer heruntergespult, aber so richtige Fahrfreude wollte einfach nicht aufkommen. Was lag also näher, als pimpend einzugreifen?

Zu Beginn mussten die guten Camel-Tires aus Indien dran glauben. Sie wichen modernen Schwalbe-Reifen. Der Fahrkomfort entwickelte sich dadurch bereits beträchtlich in die gewünschte Richtung. Ein weiteres Thema waren die Bremsen. Cantilever-Felgenbremsen müssen nicht per se schlecht sein, aber mit den Original-Bakelit-Belägen und den sich verwindenden Kunststoff-Hebeln war eine Verzögerung nur mit starken Händen und ziemlich schleichend möglich. Das Ersetzen der Beläge durch BBB Roadstop Deluxe BBS-01D brachte bereits Besserung. Ein paar Wochen drauf ersetzte ich den Sattel durch einen Brooks B17, dann die Bremshebel gegen welche vom Typ Deore BL-T611. Nun konnte man die Bremsen schon so nennen, ohne jemanden zu beleidigen.
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Die Schaltung indes wurde durch den Bremsen- und Reifenwechsel nicht besser. Die beiden Hebelchen am Lenker ließen sich nur mit viel Fingerspitzengefühl und ordentlich Kettenrasseln in Stellungen bringen, bei denen eine halbwegs geräuscharme Fortbewegung möglich war. Gänge der Reihe nach durchzuschalten funktionierte gar nicht. Immer, wenn mal Regen ans Gerät hin plätscherte, rosteten die Züge in der Tülle fest und es schaltete erstmal gar nichts mehr. Spaß machte das nur, wenn mal ein Gang drin war.
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Also erwachte der Wunsch, dem Radl noch mehr modernere Umgangsformen beizubringen.

Auch für solche Wünsche gibt es im Teilehandel Material, und zwar schimpft sich das entsprechende Paket dann „Komplettgruppe“. Ich habe mich nach einigem Nachdenken und Übersetzungs-Rechnen für eine Shimano Deore M6000-Gruppe in der Geschmacksrichtung 2×10 entschlossen. Die hat vorne 28 und 38 Zähne, hinten geht es von 11 bis 42 - damit hatte ich sogar ein noch breiteres Feld an Übersetzungsmöglichkeiten als zuvor.
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Zusammen mit dem Einbau der Schaltgruppe musste ich mein Tretlager auf Hollowtech II umrüsten, also habe ich auch ein entsprechendes Innenlager bestellt. Das war dank bereits vorhandener Gewinde im Rahmen kein Hexenwerk.
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Und auch die alten Blech-Cantilever sollten in dem Zug mit modernisiert werden.
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Beschlossen, getan, jedoch machte ich nun gleich mehrere Fehler: weil ich keine Ganganzeige an den Schalthebeln haben wollte, habe ich mir selbige in der Ausführung „I-Spec II“ bestellt. Die aber benötigen spezielle Bremshebel, denn „I-Spec II“ ist kein „Super Extra“-Nonsens-Schwurbelwort sondern es bedeutet, dass die Schalthebel mit den Klemmen der Hebel am Lenker fixiert werden. Das nächste Mal weiß ich das … Tatsächlich bin ich um den Tausch meiner fast neuen Hebel herumgekommen, denn ich habe die „falschen“ Schalthebel mit Schlauchschellen montiert bekommen.
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Statt den Shimano-Cantilevern habe ich mir versehentlich ein Komplettset Deore-XT-V-Brakes bestellt. Zunächst wollte ich das zurückschicken, aber als ich mir die Aluteile so anschaute und mal ans Fahrrad hingehalten habe, fiel mir auf, dass sich die V-Brakes mit etwas Basteln eigentlich auch montieren lassen müssten - hat tatsächlich funktioniert, und diese Variante bremst jetzt richtig gut :-)
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Das letzte große Problem war das hintere Ritzelpaket. Unerklärlicherweise passte die moderne Kassette nicht an meinen Uralt-Freilauf. Nach einigem Schlau-lesen kam ich zu dem Schluss, dass ich zur Lösung dieses Problems eine Kassettennabe brauchte. Dafür hätte ich meine verchromten, italienischen Felgen umspeichen müssen. Keine unlösbare Aufgabe, aber ziemlich viel Arbeit mit ungewissem Materialaufwand (brauche ich neue Speichen oder nicht? Welche Speichenköpfe?) Ich beschloss mit einem Schielen auf die laufenden Kosten, dass ich das Problem am Einfachsten durch eine neue Hinterrad-Felge mit Kassettennabe lösen konnte.
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Und weil nur eine neue Felge blöd ausgesehen hätte (und ich den Baretta-Felgen die Kraft der V-Brakes eh nicht zugetraut habe), habe ich mir gleich ein Doppelpack für vorne und hinten bestellt.
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Jetzt habe ich also ein Fahrrad, welches in allen relevanten Komponenten deutlich hinzugewonnen hat, jedoch zu einem finanziellen Beitrag, für den ich mir auch ein gebrauchtes Tourenrad hätte leisten können.

Aber das hätte natürlich nicht ansatzweise soviel Schrauberfreude gebracht …
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:-)

Dienstag, 11. Juni 2019 by Wolfram
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Machbar



Des Kindes Motorola G5 wollte nur noch an ganz ausgesuchten USB-Kabeln laden, und selbst wenn, dann so gut wie nie mehr im Schnelllademodus.
20190125_moto_g5_usb-buchse.jpg
Was liegt also näher, als in Amazonien für 11 Oiro ein Ersatzteil zu organisieren und einzubauen?

Hat auf jeden Fall funktioniert und war kein Hexenwerk.
Jetzt lädt’s wieder einwandfrei, und das Kind kann wieder zocken und Juh-Tuben und Tiktokken und was man heutzutage eben alles so macht.

Zum Zerlegen hab ich mir dieses Video angeschaut (UM HIMMELS WILLEN OHNE TON ANSCHAUEN!). Nach dem Entnehmen des Akkus und Entfernen des Rückenteils muss nur die untere Abdeckung runter (bei 2:35). Die Anschlussplatine entfernt der Mensch dann bei 4:25.

Mittwoch, 6. Februar 2019 by Wolfram
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Für den Fall, dass …



Für den Fall, dass man den Lötkolben nicht immer am falschen Ende anfasst, kann man sich bei der Slotcar-Factory Ersatzmotoren für seine gute alte analoge 1:32-Scalextric-DTM-Bahn kaufen. Ich habe dort - weil das Originial-Ersatzteil nicht mehr lieferbar ist - nach “was Passendem” nachgefragt und vom Inhaber den Tipp bekommen, dass womöglich der Slotdevil-Motor 2024 funktionieren könnte.

Also habe ich mir kurzerhand zwei Stück davon bestellt.
Auf den Originalmotoren ist zwecks Isolierung von Ferrit und Kondensator ein Klebestreifen drauf.
20190112_scalextric_originalmotor_mit_ferrit_und_kondensator.jpg
Also sollte man auf den Ersatzmotor tunlichst was Ähnliches applizieren, bevor man sich ans Umlöten macht. Ich hab dafür ein Stückchen Panzerband verwendet.

20190112_salextric_motor.jpg

Selbstredend ist es auch eine schlaue Idee, die Polung beizubehalten.

Den einzigen Teil, den ich persönlich knifflig fand, war, das Antriebsritzel umzubauen. Auf der Welle vom Originalmotor ist eine Längsrändelung drauf (gut zu sehen auf dem Foto oben), die dem E-Teil fehlte. Zur Demontage habe ich einen Brieföffner verwendet und vorsichtig mal links und mal rechts gehebelt. Den Ersatzmotor habe ich ein paar Mal mit der Kombizange an der Welle gepackt; das gab zumindest leichte Spuren, die zumindest etwas mehr Halt versprochen haben. Die Autos haben außerdem noch neue Schleiferlitze bekommen, und nun fetzt die mindestens 15 Jahre alte Bahn wieder ordentlich.

Chakka!

Sonntag, 13. Januar 2019 by Wolfram
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Mal so, mal so



Als Türklingel habe ich bei uns so einen schicken Zweitongong (”Ding - Dong”) installiert. Der sieht offen so aus:
20190102_zweitongong.jpg
Das Funktionsprinzip ist so, dass durch den Druck des Klingeltasters eine Zylinderspule (die silbrige Kiste links der Bildmitte) bestromt wird, was wiederum dazu führt, dass (Lorentzkraft sei dank) der ferromagnetische Kern (das ist das Dingens mit der Feder und dem schwarzen Nippel) eine Auslenkung erfährt. Der Kern dotzt im Verlauf links und rechts an die weißen Platten (das sind die Dinger, die den Klang machen).

Das Problem bei uns war nun, dass wir nicht immer mitbekommen haben, wenn jemand geläutet hat. Immer, wenn ich die Installation geprüft habe, hat die Glocke ein wunderschönes Dingdong von sich gegeben. Einmal habe ich den Kern erwischt, wie er nicht gezuckt hat. Also ein bisschen Sprühöl dran und weiter ging’s. Trotzdem haben wir immer wieder das Läuten von Kindern und/oder Freunden nicht gehört. Die weitere Ursachenforschung endete schließlich beim Trafo der Klingelinstallation: der hat nämlich hinter der Spannungsangabe eine schicke Welle …

Und damit ergab das Verhalten des Gongs auf einmal Sinn: Beaufschlagt man die Spule mit Wechselstrom, dann macht der Kern je nach aktueller Stellung wenig bis gar nichts … denn er schüttelt sich mit Netzfrequenz. Für die notwendige Auslenkung hat er bei 50 Hertz gar nicht genug Zeit. Ob ein Ton entsteht, hängt also ganz davon ab, auf welcher Halbwelle man den Knopf drückt und ob der Kern nah genug an der Klangplatte ist.

Die Lösung für mein Problem war, eine Klingel zu besorgen, die mit Wechselstrom tut.
20190102_text_auf_packung.jpg
Das Wichtige ist die schicke Welle …

Dieses Läutwerk sieht nun freilich lang nicht mehr so schick aus, wie der Zweitongong, aber es tut direkt, wenngleich es sich etwas nach Pausenglocke anhört.
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(Anm. d. Red.: Eine Alternative wäre wahrscheinlich ein Gleichrichter gewesen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dann die Spannung noch ausgereicht hätte - probiere ich, wenn ich mal Zeit habe)

Mittwoch, 2. Januar 2019 by Wolfram
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Versuch macht kluch



Morgen, am Montag fängt auch in BaWü endlich die Schule wieder an. Den diesjährigen Sommerurlaub haben wir in Balkonien verbracht, weil da haben wir noch günstig Zimmer bekommen …
;-)
Aber von vorne: Angefangen hat der Urlaub eigentlich damit, dass wir die von den Kids begonnene Badrenovierung (sie hatten bereits etwas Farbe an der Wand verteilt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit) kurz mal eben fertig stellen wollten. Mein Part dabei war das Klo, aber wir haben auch die Duschabtrennung zerlegt und gereinigt und das dunkelbraune Strukturglas durch transparentes Makrolon ersetzt. Die alte Handbrause wurde durch eine schicke Regenwalddusche abgelöst.
Aber zurück zum stillen Örtchen: Installiert war dort ein in den letzten 40 Jahren nahezu vollständig zugekalkter in-der-Wand-Druckspüler sowie eine Flachspüler-Hängeschüssel, und ich habe kurzerhand beschlossen, dass an diese Stelle ein ordentlicher Spülkasten samt Standklo muss (wie wir das im Rest vom Haus auch haben). So habe ich denn auch das Material eingekauft.
Falls ihr mal denselben Gedanken habt: Aufgepasst! Denn das ist genau die Kombination in der Schüssel-Ersetzungs-Matrix, die nicht ohne Weiteres funktioniert … Weil der Wandanschluss für Hängeschüsseln ist in der Regel 220mm oder höher über Grund, wohingegen Norm-Standschüsseln den Anschluss auf 180mm haben. In der von mir geplanten Kombination (Hänge-Wandanschluss und Stand-Schüssel) müsste die Sch3iße also bergan fließen, was sie ohne zusätzliche Überzeugung wahrscheinlich nicht dauerhaft und zuverlässig tun würde. Nach Durchdenken einiger Lösungsmöglichkeiten habe ich für die bereits erworbene Norm-Standschüssel einen 50mm-Sockel aus Fermacell gebaut, denn Hängeklos mit vor die Wand montierten Spülkasten gibt es nicht. Das einzig Blöde an dem Sockel war, dass ich die Position des Spülkastens an der Wand festgelegt und die nötigen Wasserleitungsarbeiten abgeschlossen hatte, bevor mir das mit der Kackrohr-Höhe aufgefallen ist - deshalb hängt der Spülkasten (beziehungsweise sein Abgang) nun vergleichsweise tief …

Insgesamt kann man das Projekt schon als erfolgreich bewerten, denn nun gehen die Kids tatsächlich auf ihr eigenes Klo und benutzen ihre eigene Dusche.

Sonntag, 9. September 2018 by Wolfram
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Kein Hexenwerk



Wie angekündigt habe ich an meinem OnePlus One den Micro-USB-Port getauscht und dabei auch gleich einen neuen Akku eingebaut. Das mit der Buchse war deshalb notwendig, weil es immer schwieriger wurde, das Ladekabel genau so einzustecken, dass das Handy auch tatsächlich geladen hat.
Vorgegangen bin ich im Großen und Ganzen nach dieser Anleitung auf Youtube, die das Procedere sehr gut erklärt. Die nachfolgende Bildergeschichte zeigt, wie das bei mir aussah, und ich gebe auch noch ein paar zusätzliche Praxis-Tipps aus eigener Erfahrung.
Eine Garantie, dass das bei euch ganz genauso funktionieren wird, kann ich freilich nicht geben.
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Ich habe meine Teile bei einer Zwickauer Firma mit dem Namen Mobiltec 24 GmbH bestellt. Die hatten zwar nicht das günstigste Angebot, aber sie haben mir sehr schnell Marken-Neuware geliefert, ohne Umweg über die großen Portale und sie haben äußerst fix und persönlich auf eMails geantwortet. Daumen hoch!

Für wen ist das was?
Wenn man schonmal erfolgreich das EiFon von Frau oder Kind behandelt hat, stellt einen ein OnePlus One auch nicht vor große Rätsel. Die Kabel-Platinen-Verbindungstechnik ist durchaus ähnlich. Mit etwas technischem Verständnis und Fingerspitzengefühl sollte man gut zum Ziel kommen. Das Video geht bereits auf die meisten Knackpunkte ein, auch die Anleitung auf iFixit gibt eine gute Übersicht, was da auf einen zukommt.

Vorbereitung
Vor so einer Aktion sollte man den Boden unter dem Arbeitstisch fegen oder saugen; das erleichtert die Suche nach heruntergefallenen Schräubchen ungemein (und ich weiß, von was ich rede). Teppichboden verbietet sich meines Erachtens komplett. Auch offene Fenster oder Ventilatoren neben dem Arbeitsplatz sowie große schwarze schwanzwedelnde Hunde sind keine gute Idee.
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Wie bei so manchem Kampf ist die Wahl der Waffen entscheidend für den Ausgang der Schlacht. Ich habe einen Philips-Doppelnull-Kreuzschlitz, ein „Kunststoff-Öffnungsgerät“, einen Schlitzschraubendreher sowie eine spitze Pinzette verwendet. Außerdem ist ein Borstenpinsel hilfreich gegen den „Staub der Jahrhunderte“.
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Desweiteren braucht man das „SIM-Ejection-Tool“ zum SIM rausmachen. Und ein A4-Blatt Kopierpapier samt Kuli als Trick 17 zum Sortieren der Schräubchen (wird unten noch genauer erklärt).

Los geht’s!
Schlaue Leute und solche, die sich nicht sicher genug sind, machen auf jeden Fall vorher noch ein Backup. Dann schalten wir erstmal das Handy aus. Als nächstes kommt die SIM raus.
sim_raus.jpg
Nun muss der Rückdeckel ab. Das Youtube-Video empfiehlt, über die Kopfhörer-Buchse zu hebeln - dieser Kniff hat mir sehr geholfen. Allein mit Öffner-Werkzeug tut man sich meines Erachtens hart.
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Wenn der Deckel runter ist (bei mir sind auch noch die Lautstärketasten rausgefallen; die liegen auf dem Foto unten in der Schale) malt man sich erstmal eine Skizze von der Lage der Schrauben auf das Blatt.
auf_is.jpg
Jede einzelne entnommene Schraube wird dann an die Stelle auf dem Blatt gelegt, die der Position am Gerät entspricht. So kommt man beim Zusammenbau später nicht ins Zweifeln, was jetzt wohin gehört.
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Zuerst habe ich (wie in beiden Anleitungen beschrieben) die Kunststoff-Stöpsel entfernt, dann die Schrauben raus gemacht und dann die obere Abdeckung losgemacht. Die Schraube oben rechts hat ein weißes Siegel drauf; vermutlich zwecks Garantie - das stört uns aber nur optisch.
schraube_mit_siegel.jpg
Beim Abheben des oberen Deckels hat es bei mir schon den Akku-Stecker gelöst - das habe ich auch gleich gesehen. Außerdem waren die beiden Kabel zum Micro-USB-Stecker lose (rechts daneben) und - das habe ich erst kurz vor dem Zusammenbau gemerkt - der Stecker von der Kamera auch, im Foto unter dem silbernen Klebeband links von der Linse.
oberer_deckel_runter.jpg

Beim Zusammenbauen sollte man also peinlichst darauf achten, dass die ganzen Stecker da sind, wo sie hin gehören, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das eine oder andere Aggregat nicht mehr tut.

Der Akku war - wie im Video beschrieben - nur einseitig angeklebt und hat sich leicht raushebeln lassen.
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Der neue Akku ist drei Jahre jünger.
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Das Kabel mit der Micro-USB-Buchse zusammen zu tauschen lief dann genau so wie im Video beschrieben. Hier nochmal der Vergleich Alt-gegen-Neu:
kabel_alt_neu.jpg
Ich habe keinen offensichtlichen Unterschied entdecken können - aber beim Stecken fühlt man ihn sehr deutlich.

Der Zusammenbau ging dann fast reibungslos. Die Stecker waren zunächst etwas bockig; da braucht man im wahrsten Wortsinn Fingerspitzengefühl, um zu erfühlen, ob das Ding wieder richtig sitzt. Leichter Krafteinsatz und einige Versuche zahlen sich aus. Wenn sich der Stecker bei leichtem Zug am Flachbandkabel wieder löst, war’s wohl nix.
Für die untere Abdeckung habe ich auch drei Versuche gebraucht, bis sie richtig saß. Meine herausgefallenen Lautstärketasten musste ich um 180 Grad drehen. Und: der letzte große Schockmoment beim ersten Test: Das SIM-Tray passt auch falschrum ins Handy rein …

Noch gestern Abend habe ich das Ladekabel erst beim fünften oder achten Versuch so einstecken können, dass das Handy überhaupt mal gesagt hat, es würde gerade geladen - und sei erst in 6 Stunden voll.

Jetzt lädt’s gleich beim ersten Steckversuch, mit voller Geschwindigkeit.

;-)

Donnerstag, 23. August 2018 by Wolfram
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Wenn die Heizung nicht mehr heizt



Neulich fährt meine liebe Frau mit meinem kleinen blauen Auto. Weil es draußen ausnahmsweise mal geregnet hat, sind die Scheiben beschlagen. Das bekämpft man entweder mit Klimaanlage (die entwässert ja) oder (wenn es sowieso schon kühl ist) mit warmer Luft.
Nur - da hat nichts geheizt. Heizung kaputt, und das mitten im Sommer …
Tante Google meinte, es könne beim Corsa C schon mal sein, dass der Wärmetauscher voll mit Siff sei und dann kein warmes Wasser mehr durch ginge. Dann müsse man den Wärmetauscher mal „rückwärts durchspülen“ und alles wäre wieder in Ordnung. Machbare Lösung, schien es, und diese Arbeit wollte ich mir für’s Wochenende aufheben.
Aber nach einer kurzen Fahrt Mitte der Woche habe ich das Auto hingestellt - und ich hörte ein ungewohntes Geräusch. Der Lüfter lief nach. Das hatte ich noch nie, seit ich das Auto habe. Schlimmes ahnend habe ich die Motorhaube aufgemacht und festgestellt, dass die Kühlwasserreserven nicht mehr vorhanden waren. Nach Einfüllen von drei Litern Leitungswasser war wieder ein nennenswerter Pegel im Ausgleichsbehälter, aber es bildete sich auch ziemlich langsam eine Lache unter dem Wagen. Dafür ging immerhin die Heizung wieder.

Heute habe ich mich nun aufgemacht, den Bösewicht zu suchen, und tatsächlich, an der rechten Motorseite (wenn man vor dem Wagen steht) waren Tropfen an einem Schlauch zu sehen. An einem Schlauch, der sich verschämt hinter allem Möglichen versteckt.
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Nach nur einer Stunde (und Abbau vieler weiterer Teile) hatte ich das Ding raus.
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Glück im Unglück, ein maßlich passendes Stück Hydraulikschlauch war vorhanden, und schon nach einer weiteren Stunde und viel Gefluche konnte ich wieder Kühlwasser einfüllen.
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Und bis jetzt ist’s dicht.

Samstag, 28. Juli 2018 by Wolfram
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Geht wieder



Der Handrührer mit der Modellbezeichnung MFQ3530 des nicht näher genannten Herstellers tut wieder.
Denn der Hersteller hat umfangreiche Explosionszeichnungen seiner Haushaltsgeräte online und einen Shop, in welchem man einen Großteil der Teile auch als Ersatz bestellen kann.
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Die kariösen Zahnräder (ist das noch kariös oder schon deutlich mehr?) gibt’s dort als Pärchen für Zwo Fuffzich. Mit Porto und Verpackung (die haben das tatsächlich als Paket geschickt!!!) bin ich auf 7 Oiro gekommen.
Das Zerlegen des Geräts war wie immer ein Graus, aber der Einbau der neuen Teile war “pretty straight forward”, wie der Engländer sagen würde. Das Einzige, worauf man beim Zusammenbau achten sollte, ist die Stellung der beiden Zahnräder zueinander. Sie sind (wie auf meinem Foto zu sehen) sowohl über schmale Zahnräder direkt miteinander verbunden als auch über das Schneckenrad des Antriebs. Deshalb ist es eine gute Idee, für die Montage die Schneebesen zu montieren oder wenigstens aus der Schublade zu holen, damit die Dinger nachher nicht kollidieren.
Und es ist auch eine gute Idee, einen Borstenpinsel bereit zu halten, für zum Rauspinseln von dem ganzen Staub und Dreck, der sich dank der Belüftungslöcher im Gerät gesammelt hat.

Sonntag, 6. Mai 2018 by Wolfram
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