Das Träumen der Babys



Meine Große hat mich neulich beim Anblick ihres friedlich schnurchelnden jüngsten Geschwisterchens gefragt, was Babys eigentlich träumen.
Wir haben uns dann erstmal gegenseitig ein paar unserer eigenen Träume erzählt. Im Dialog sind wir darauf gekommen, dass Menschen offenbar von Dingen träumen, die sie kennen; die sie selbst schonmal erfahren oder gesehen haben. Wer keinen Vogel hat fliegen sehen, träumt nicht davon, diesem nachzueifern. Wer Wasser nur als Pfütze kennt, träumt nicht davon, zu tauchen. Wer noch nie im Wald war, träumt auch nicht, sich darin zu verirren. Das bringt mich an dieser Stelle direkt zu der interessanten Frage, wie eigentlich blinde Menschen träumen, denn das Träumen von sehenden Menschen findet ja doch sehr bildlich statt. Träumen Blinde dann eher in Gefühlen, Geschmäckern und Geräuschen?

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Ein Baby ähnelt in gewisser Weise einem blinden Menschen. Es kennt von der großen Welt noch nicht so viel. Es kennt in erster Linie Gefühle. Es kennt das Dunkel in Mamas Bauch und das Hell der Sonne. Es kennt Warm und Kalt, es kennt Ruhe und Krach. Es kennt Hunger und Bauchweh. Aber es kennt keine Wasserfälle, es kennt keine Flugzeuge und es hat auch noch keine Ahnung, welche Probleme und Problemchen sonst noch auf es zukommen werden.

Wir haben uns deshalb darauf geeinigt, dass Babys in erster Linie von Mamas Busen träumen dürften.
;-)

Samstag, 26. März 2016 by Wolfram
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Rhythmus



Das ruhige Leben nur mit den großen Kids, dem Wau und den Katzen ist seit dem Wochenende auch schon wieder vorbei. Baby und Mama wohnen jetzt wieder bei uns. Das bedeutet auch, dass ich meinen Schlaf-/Wachrhythmus zwangsweise anpassen muss, denn so einem Minimenschen ist es herzlich Wurst, was auf der Uhr steht. Wenn Hunger oder eine volle Pämpi angesagt sind, dann muss das. Sofort. Da gibt’s kein „warte mal“ … Insofern müsste die Überschrift eigentlich „Rhythmusstörungen“ heißen, weil uns der Frischling erbarmungslos seinen (noch nicht vorhandenen) Rhythmus aufdrückt.
So ein Baby ist schon ein unglaubliches Wunder: Wie zart und weich es doch im Vergleich zu seinen Geschwistern ist! Wie toll das die Natur eingerichtet hat mit dem Zusammenspiel mit Mama! Wie die Äuglein in die grelle Welt blinzeln! Wie die kleinen Fingerchen sich verrenken können!

kleine_finger.jpg

Insofern: Scheiß auf den Rhythmus; es geht auch ohne!
;-)

Montag, 7. März 2016 by Wolfram
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Die wähle ich!



Morgens, wenn ich meine Kids in die Schule bringe, muss ich unsere heimliche Provinzhauptstadt Crailsheim durchqueren. Ich schleiche mich dazu von Osten her an, dann breche ich auf dem Pamiersring nach südlich vom Stadtzentrum durch, bevor es über den Hammersbachweg, die Ellwangerstraße und die Goethestraße nach Crailsheim-West geht.
Nun ist der Pamiersring (der seinen Namen übrigens von der französischen Partnerstadt von Crailsheim, Pamiers, hat) nicht wirklich ein Ring, sondern nur so eine Art Ostumgehung, mit relativ viel Pendlerverkehr. Klar wie Kloßbrühe, dass die Parteien diese Plattform für die Wahlwerbung nutzen. Da hängen also die Sprüche von den Großen wie von den Kleinen.
cuba_waehlen.jpg
Demnächst ist in Crailsheim aber auch ein Diavortrag über Kuba, und die Werbeplakate dafür hingen schon vor den Wahlplakaten. Der mit echter Arbeit beauftragte Teil der Parteien hat da schlicht drumherum gebaut. Deshalb sieht es - zumindest auf dem Pamiersring in Crailsheim - so aus, als wäre der Diavortrag über Kuba auch so eine Wahlwerbung.
Und wie ich da also so daran vorbei fahre, denke ich mir: Die wähle ich!
Kuba ins Parlament!
;-)

Update: Foto eingefügt.

Dienstag, 1. März 2016 by Wolfram
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Novembertrivia



Kreßberg gehört ja zu den Gemeinden, in denen abends erst der Gehweg hochgeklappt und nachts dann das Licht ausgemacht wird. Ab 5:00 Uhr darf der Kreß-Bürger dann wieder, denn dann werden die kackorangenen Natriumdampflampen wieder eingeschaltet. Diese Woche hat einmal das mit dem wieder Einschalten nicht geklappt. Das war reichlich spooky, weil ungewohnt, morgens das Haus in kompletter Dunkelheit in Richtung Arbeit zu verlassen!

Apropos Arbeit: Was diese Woche leider nicht wirklich geklappt hat, war, mehr mit der Familie zu unternehmen. Da Herbstferien waren, musste ich die Kids morgens nicht mitnehmen und konnte so gut zwei Stunden früher mit Arbeiten anfangen. Aber es kommt, wie es kommt: statt dafür zwei Stunden früher heim zu fahren, war diese Woche gar Arbeit für nochmal zwei Stunden mehr als normal da. Mist.

Diese Woche musste ich auch zum ersten Mal wieder meine Scheiben am Auto frei kratzen. It’s that time of the year again.
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Der Hobbymeteorologe schließt daraus treffsicher, dass der Himmel klar war (sonst wäre es nicht so kalt gewesen) und wir hier noch nicht wirklich Novembergrau hatten.

Mein erstes selbstgekochtes Quittengelee ist leider nicht ganz so toll geworden. Zum Einen hatte ich keinen Entsafter da, dann habe ich nur ein normales Sieb zum Abgießen verwendet und der dritte Grund dürfte sein, dass ich mich an die Untergrenze für die vorgeschlagene Gelierzuckerbeigabe orientiert habe. Nächstes Mal kommt mehr Zucker rein, dann wird’s besser …
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Immer wieder ein leckeres (und schnelles) Vesper sind Couscousbratlinge. Man nehme eine Tasse (also eine richtige Tasse, die Viertellitervariante, nicht das kleine Spielzeug von Frau Spätlese!) Couscous und schütte eine Tasse heiße Gemüsebrühe dazu. Während das Zeugs quillt, mindestens 50g Käse, eine halbe Zwiebel und eine Knoblauchzehe klein machen. Dann das alles sowie ein bis zwei Eier zu dem gequollenen Couscous geben und kräftig vermengen. Mit Paprika (edelsüß), Curry, Pfeffer und Salz abschmecken, ein paar Kräuter dazu reinwerfen (Petersilie, Schnittlauch oder sowas).
Nun kann die Pampa löffelweise in die Pfanne und von beiden Seiten goldbraun werden. „An Guada!“
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In Lollywood (so heißt der Freitagabendsfilm im KiKA) kam gestern „Löwenzahn - das Kinoabenteuer“. Wenn nicht so extrem üble Schnitzer drin gewesen wären, wäre der Film definitiv noch besser gewesen. Ein Beispiel ist die schlichte Umlenkung eines Seils zum Öffnen einer schwergängigen Klappe. Netter Versuch, aber für einen Flaschenzug (der die Arbeit tatsächlich erleichtert hätte) hat noch eine Rolle gefehlt. Oder, ein anderes Beispiel, die Szene, als Fritz zum Ende des Films hin von Laila mit dem Gleitschirm senkrecht aus einem Schacht gezogen wird.
Prädikat: Das geht besser!

Samstag, 7. November 2015 by Wolfram
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Gegensätze



Gestern so, auf unserem (übrigens sehr formidablen) Griedfest:
gegensaetze_griedfest.jpg
Heiß und Kalt, Feuer und Eis, Feuer und -Löscher, Strom und Gas,heiße Luft und nix dahinter, …

Sonntag, 18. Oktober 2015 by Wolfram
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Richtungsweisend?



Die Tagesschau meldet, dass die öffentlich-rechlichen die Genehmigung erhalten haben, einen Jugendkanal machen zu dürfen.
Gut, den KiKa als Kinderkanal gibt’s ja schon eine ganze Weile, und zwischen KiKa und dem Erwachsenenprogramm klafft schon eine deutlich sichtbare qualitative Lücke.
Deshalb wird es im nächsten Oktober auf jeden Fall spannend, wie die praktische Ausführung des künftigen “JuKa” aussehen wird.
Werden da die Nachrichten gleich in Jugendsprache gezeigt?
Gibt’s da Smartphonevergleichstests und Fac3b00k-Tipps?

Weil um ein per se lernwilliges Menschlein vom vergleichsweise hochwertigen Kinderprogramm die Spirale abwärts in Richtung privates Reality-Bildungsfernsehen zu führen, muss das Ausstrahlungs-Niveau schon äußerst kurz angebunden werden.

;-)

Zu dem Niveau-Thema hab ich grad gestern einen schönen Spruch gehört:

Von unten her gesehen, sieht Niveau aus wie Arroganz.
Samstag, 10. Oktober 2015 by Wolfram
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Bilderrätsel



Mein geschätzter Kollege war gestern übelst kreatief und hat dieses Bilderrätsel hier entworfen:
bilderraetsel.jpg

Tipp: gesucht ist eigentlich nur die linke Bildhälfte

Donnerstag, 8. Oktober 2015 by Wolfram
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Bin ich eigentlich der einzige?



Bin ich eigentlich der einzige, für den sich “Can’t feel my face” von “The Weeknd” deutlich Jackson-esk anhört?

Samstag, 3. Oktober 2015 by Wolfram
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