Original und Fälschung



Neulich habe ich für eine Kindergartenveranstaltung “was herzhaftes” backen sollen. Ich habe mich für Käsefüße entschieden.
kaesefuesse_1.jpg

Zum Backen braucht man:

  • Eine Oma, von der man einen Ausstecher in Fußform leihen kann
  • Blätterteig (ich hab bequemlichkeitshalber fertigen genommen)
  • Ei (verquirlt)
  • Streukäse (Emmentaler, Bergkäse oder sowas)
  • Gewürze nach Gusto (Salz, Pfeffer, Sesam und Schwarzkümmel, Paprika, Curry, …)

Aus dem Blätterteig habe ich mir die Füße ausgestochen und auf Backpapier gelegt. Dann mit dem Ei bestrichen, mit Käse bestreut und nach Belieben gewürzt. Etwas länger backen als angegeben und gut is. Wenn man viel Zeit hat, kann man auch jeden zweiten Käsefuß rumdrehen und damit rechte und linke Füße machen.

Nachdem ich mit dem Backen fertig war, habe ich bemerkt, dass ich ja eigentlich Omas Ausstecher gar nicht hätte ausleihen müssen. Denn ich hätte auch einfach Babys Fuß auf den Teig drücken und mit einem scharfen Messer drum herum schnitzen können!
kaesefuesse_2.jpg

Obwohl … wahrscheinlich war’s mit dem Ausstecher dann doch einfacher/sicherer …

Samstag, 6. August 2016 by Wolfram
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Schödingers Concordia



Erwin Schrödinger ist ja hauptsächlich für sein Katzen-Gedankenexperiment bekannt, mit welchem er verdeutlichen wollte, dass es in der Quantenmechanik Übergangszustände gibt, die in unserer makroskopischen Welt etwas schwer zu greifen sind.

Neulich habe ich mit einem Bekannten zusammen unsere Route nach Korsika auf Google-Maps nachvollzogen. Dabei bin ich in den Satellitenbildern mal wieder über das Wrack der Costa Concordia im Hafen von Genua gestolpert (ich berichtete):

costa_concordia_genua.png
(Screenshot von dieser URL auf Google-Maps)

Dies war uns freilich direkt Anlass genug, nachzuforschen, wo denn die Costa Concordia umgekippt ist, und das war ja an der Ostküste der Insel Giglio. Und siehe da, auch dort liegt eine Costa Concordia rum:
costa_concordia_giglio.png
(Screenshot von dieser URL auf Google-Maps)

So, und an dieser Stelle kommt dann der Herr Schrödinger ins Spiel. Ich kann nämlich - solange ich Giglio in der Karte herangezoomt habe - nicht sagen, ob das Schiff noch im Hafen von Genua liegt und umgekehrt. Und wenn ich herausgezoomt habe, weiß ich gar nicht, wo die Costa Concordia ist, denn ich kann sie dann weder in Genua noch in Giglio erkennen.

Aber vielleicht täusche ich mich ja auch komplett und ich habe es hier nicht Schrödingers Katze sondern mit Herrn Heisenberg zu tun …

Freitag, 15. Juli 2016 by Wolfram
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Erlebnis Gastronomie



Früher gab es in Kreßberg in jeder nennenswerten Ortschaft auch ein Wirtshaus. Hier wurden Familienfeste im Saal gefeiert, es trafen sich die Dorfältesten zum Feierabendbier, es wurden Nachrichten getauscht und Meinungen (mis-)gebildet. Gab es mehrere Wirtshäuser in einer Ortschaft, dann haben die ihre Öffnungszeiten untereinander arrangiert. Beispielsweise hat man die Ruhetage auf unterschiedliche Wochentage gelegt, so dass immer eine Zapfstelle offen war.
Seit nach dem Krieg war das wohl so, aber inzwischen machen immer mehr Wirtshäuser zu. In Waldtann gibt es gar keines mehr (ich kann mich noch an 3 erinnern), auch Bergbronn ist Wirtschaftslos, in Mariäkappel gibt es nur noch ein Wirtshaus. Irgendwie funktioniert es heute nur noch selten, auf dem Lande eine wirtschaftlich gesunde Wirtschaft zu betreiben.
Ein Grund dafür mag die Mobilität der Klientel sein. Früher ist man auch dann noch ins selbe Wirtshaus gegangen, wenn man mal Streit mit jemandem hatte. Dann hat man das geregelt und gut war. Weil man gar nicht auf die Idee gekommen wäre, sich ins Auto oder auf den Traktor zu setzen, um ins Nachbarkaff zum Konkurrenzwirtshaus zu fahren. Das Leben fand im Dorf statt. Heute ist die Mobilität kein Problem mehr. Und wenn ein Stammgast zusammen mit seinem ganzen Stammtisch die Stammkneipe wechselt, kann das für einen am Wirtschaftlichkeitsminimum laufenden Gastronomiebetrieb schon bedrohlich werden. Das hat wahrscheinlich in Waldtann dazu geführt, dass auch die letzte verbleibende Wirtschaft geschlossen hat.

Auf jeden Fall probieren wir, die verbliebenen (guten) Wirtschaften in Kreßberg zu unterstützen, indem wir diese reihum frequentieren. Und bei unseren Favoriten lohnt sich das durchaus. Hier zum Beispiel der Zwiebelrostbraten im Gasthof Neuhaus.
zwiebelrostbraten.jpg

Geil, ne?
Man könnte also fast meinen Schlachtspruch aus dem Praxissemester “Think global, drink local” auf “Think global, consume local” erweitern.

(Ja, ich geb’s zu, ich hab den ganzen Text nur deshalb verfasst, damit ich irgendwie das Zwiebelrostbratenbild unterbringen kann)

Samstag, 25. Juni 2016 by Wolfram
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Und jetzt?!



Da werf ich mich gestern Abend ins Bett und les in meinem aktuellen Buch weiter …
dan_brown_symbol.png

Und da stirbt mir doch glatt mein Protagonist weg!!! Ich zitiere: “Robert Langdon war nicht mehr.”

Was mach ich denn jetzt?

Ich bin doch erst auf Seite 602!!!

Donnerstag, 14. April 2016 by Wolfram
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Gewagte These



Ich stelle hiermit folgende These auf:
Die Mama-Fütterungs-Experimentalphase zur Ermittlung von Lebensmitteln, die beim Baby kein Bauchweh verursachen, dauert genau so lange, wie Babys Bauch braucht, sich an alle möglichen Mama-Lebensmittel zu gewöhnen.

Dienstag, 12. April 2016 by Wolfram
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Bilderrätsel des Tages



Heute früh ist mir was ins Auge gesprungen, und dann musste ich einfach ein Foto machen, um euch fragen zu können, ob ihr vielleicht eine Idee habt, was ich damit meinen könnte …

bilderraetsel_20160404.jpg

Und?
;-)

Tipp: Die Lösung ist nichts Urdeutsches!

Montag, 4. April 2016 by Wolfram
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Ostern beschallen



Rockantenne per Bluetooth auf den Soundlink streamen: Ostern beschallen kann ich!

Samstag, 26. März 2016 by Wolfram
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Das Träumen der Babys



Meine Große hat mich neulich beim Anblick ihres friedlich schnurchelnden jüngsten Geschwisterchens gefragt, was Babys eigentlich träumen.
Wir haben uns dann erstmal gegenseitig ein paar unserer eigenen Träume erzählt. Im Dialog sind wir darauf gekommen, dass Menschen offenbar von Dingen träumen, die sie kennen; die sie selbst schonmal erfahren oder gesehen haben. Wer keinen Vogel hat fliegen sehen, träumt nicht davon, diesem nachzueifern. Wer Wasser nur als Pfütze kennt, träumt nicht davon, zu tauchen. Wer noch nie im Wald war, träumt auch nicht, sich darin zu verirren. Das bringt mich an dieser Stelle direkt zu der interessanten Frage, wie eigentlich blinde Menschen träumen, denn das Träumen von sehenden Menschen findet ja doch sehr bildlich statt. Träumen Blinde dann eher in Gefühlen, Geschmäckern und Geräuschen?

baby_traeumt.jpg

Ein Baby ähnelt in gewisser Weise einem blinden Menschen. Es kennt von der großen Welt noch nicht so viel. Es kennt in erster Linie Gefühle. Es kennt das Dunkel in Mamas Bauch und das Hell der Sonne. Es kennt Warm und Kalt, es kennt Ruhe und Krach. Es kennt Hunger und Bauchweh. Aber es kennt keine Wasserfälle, es kennt keine Flugzeuge und es hat auch noch keine Ahnung, welche Probleme und Problemchen sonst noch auf es zukommen werden.

Wir haben uns deshalb darauf geeinigt, dass Babys in erster Linie von Mamas Busen träumen dürften.
;-)

by Wolfram
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