Mister Trouble asking for even more



Heute haben wir einen kleinen Abendspaziergang gemacht.

Bevor es losging, wollte mein Junior mit seinem brandneuen Laster (fährt sich bei hochgeklappter Ladefläche so ungefähr wie ein Bobbycar ohne Lenker) unbedingt auf die Hauptstraße fahren. Ich wollte das nicht, also hatten wir an dieser Stelle einen klassischen Interessenskonflikt, den er wiederum mit wildem Geheule quittierte.

Den Laster hat er nach ein paar Metern stehen lassen. Dafür wollte er nun in unser Zickentaxi (a.k.a Weber-Fahrradhänger) einsteigen. Gut, hab ich ihn gelassen, aber Anschnallen ist speziell bei ihm absolute Pflicht. Er wollte nicht angeschnallt werden, wie er mir lautmalerisch klar machte. Konflikt Nummer zwei, den ich einfach bis zum Spielplatz ignoriert habe.
Fahrtwind ist manchmal doch für was gut …

Auf dem Spielplatz war der Oskar dann zuerst mal auf der Rutsche. Natürlich hat er nicht auf meinen Ruf “Warte kurz, bis ich die Pfütze weggewischt habe” reagiert. Also wurde die Pfütze durch den Popo des gnädigen Herrn eliminiert beziehungsweise die noch fast frische Hose einen Schritt weiter nach vorn in Richtung Waschmaschine gebracht.
Gut, kann ja bei Anderthalbjährigen Raufbolden schon mal passieren.

Dann wollte der Junior zur Schaukel. Hier war es dann Mamas Ruf “Nein, Oskar, tritt nicht in den Matsch!”, der ungehört verhallte. Obwohl - gehört hat er das wahrscheinlich schon, aber Reaktion hat er keine gezeigt.
Wozu auch, mit einem Ziel vor Augen!

Nachdem ihn dann eine Weile später eine der Schaukel am Kopf erwischt hatte, kam er heulend auf uns zu, hat sich dann aber an uns vorbei in den Sandkasten verzogen und dort ganz schnell wieder Ruhe gegeben. Ich wollte ein Foto von seinem noch tränennassen Gesicht machen, weil ihn grade die Abendsonne so schön anstrahlte. Dummerweise hatte ich die Festbrennweite daheim und das Kit-Objektiv drauf, sodass ich immer weiter rauszoomen konnte, als er immer näher an mich ran kam.

Und schwupps — hatte ich Sand in der Mechanik.

Manchmal meine ich echt, der Kollege hat einen Kurs in “Wie bringe ich meine Eltern zur Weißglut” gemacht …

Freitag, 17. September 2010 by Wolfram
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