Wenn ich mit meinem Leaf rückwärts vom Parkplatz losgefahren bin, hat sich zuweilen die Feststellbremse nicht direkt gelöst. Durch das Geräusch, so befürchte ich, habe ich so manches Mal schon die Nachbarn geweckt, aber da man stets einen Rucker vorwärts fahren konnte und dann wieder alles gut war, sah ich keinen großartigen Handlungsbedarf.
Neulich nun meinte eine Mitfahrerin, dass von hinten rechts ein schleifendes Geräusch kommt - im E-Auto hört man sowas ja eher. Nach einer etwas stärkeren Bremsung war das Geräusch aber wieder weg. Ein im morgendlichen Tran kreuzendes Reh hat mich ein paar Tage darauf zu einer Notbremsung genötigt und dabei haben die Bremsen merklich gerubbelt, außerdem gab es nun ein vernehmliches schleifendes Geräusch in Linkskurven.
Sowas wird erfahrungsgemäß selten von alleine besser, und da das Auto nun über 10 Jahre alt ist und knapp 130000 Kilometer drauf hat, habe ich beschlossen, Tabula Rasa zu machen und alle benötigten Teile geordert: neue Bremsscheiben, neue Bremsbacken für die Feststellbremse, neue Bremsklötze für die Betriebsbremse und die nötigen Kleinteile (Federn & Co.).
Und je mehr ich zerlegt habe, desto deutlicher wurde, dass die Entscheidung richtig war …
Zwar waren die Scheibenbremsbeläge noch nicht ganz runter und die Beläge der Feststellbremse waren sogar noch recht gut, aber es war alles übel angegammelt und die Scheiben hatten auf der Innenseite (die zeigt im Foto nach oben) ein absolut indiskutables Tragbild.
Der Aufwand hat sich gelohnt: Jetzt bremst der Wagen wieder ordentlich!

