Sonntag, 11. März 2018

Das Monaco-Mysterium

Die Serie „Hubert und Staller“ läuft ja leider ihrem Ende zu. Die Protagonisten haben irgendwie so langsam keine Lust mehr: Nachdem die Pathologin Anja Licht (Hubsis Ex) und die Sonja von der Zentrale bereits aufgehört haben, will auch Staller nicht mehr, hat er angekündigt. Da ist es eine schlaue Idee vom Bayerischen Rundfunk, nach „Hubsi und Staller“ noch eine Folge von „Monaco 110“ zu senden; das ist auf jeden Fall ähnlich witzig.

Nur: wo kommt der Titel „Monaco 110“ her? Und: gab’s da nicht auch mal einen „Monaco Franze“ in der Glotze?
Zeit für eine Recherche, ob “Monaco” wohl irgendwas mit Polizei zu tun hat. Die beiden Serien ja wohl, aber das ist dann doch nicht des Rätsels Lösung. Die kommt nämlich aus dem Süden.

Für kleinere Ortschaften (wie zum Beispiel Kreßberg und seine Teilorte) gibt es in Fremdsprachen keine eigenen Worte. Für größere, insbesondere dank Umlauten schlecht auszusprechende aber sehr wohl.
Nehmen wir mal Nürnberg.
Da ist ja ein „ü“ drin. Damit tun sich Amis und Co. meist recht hart, folgerichtig gibt es einen englischen (und auch französischen) Namen für Nürnberg: Nuremberg. Der Italiener macht gar ein „Norimberga“ daraus, die Polen sprechen von Norymberga”.
Und auf diese Weise geschieht es auch der Stadt München. Die macht der Ami und der Franzose zu „Munich“, der Spanier platziert mit „Múnich“ gleich noch einen Accent drauf - und der Italiener sagt „Monaco di Baviera“.

Und genau daher kommt das mit den Serien, die spielen nämlich in München.

Montag, 12. Februar 2018

Schockstarre

Wisst ihr eigentlich, wie die privaten Fernsehsender auf ihre Einschaltquoten kommen? Ich weiß es jetzt, die lösen bei den Zuschauern eine Schockstarre aus!

Und zwar ist mir das neulich aufgefallen, als ich versehentlich in eine Autosendung reingezappt habe. Da ging es um die Vorstellung eines neuen Automodells und die Zuschauer konnten per F4cebook fragen stellen. Der Moderator vor Ort hat dann probiert, jemanden zu finden, der die Fragen beantwortet.
Was bei mir die Schockstarre ausgelöst hat, war die orthografische Qualität der Fragen. Da treten Leute öffentlich mit ihrem Namen im Internet auf und denen ist ernsthaft komplett egal, für wie bescheuert man sie hält? Einer hat es gar geschafft, in zwei kurze Sätze vier Fehler einzubauen.
Ob meines blitzartig eingesetzten Schocks sehe ich mich nicht in der Lage, euch den genauen Wortlaut mitzuteilen, aber da waren so Perlen dabei wie “kan mann die Lene asimetrisch teilen?” und “wiviel Hubraum und wiviel Leistung?”

Ich bin mir nicht sicher, nach welchem System der Sender diese Beiträge ausgesucht hat. Wollen die den Eindruck erwecken, ihre Zuschauer können tatsächlich keine Rechtschreibung? Immerhin gab es zur Frage auch den vollen Namen des Fragestellenden.
Haben die vielleicht gar noch die besseren Kommentare ausgesucht? Ich habe keinen Account bei F4cebook und kann deshalb nicht nachschauen. Ist die Menschheit tatsächlich inzwischen so rechtschreiberisch-schmerzfrei am Kommunizieren?
Wie haben die Fragesteller ihre Führerscheinprüfung bestanden? Haben sie sie überhaupt bestanden oder schauen sie die Autosendung nur zwecks der Sehnsucht, so wie ich zum Beispiel Dokus aus fernen Ländern?

Auf jeden Fall hat das mit der Schockstarre in meinem Fall wunderbar funktioniert. Ich sah mich für einige Minuten außerstande, weiter zu zappen …

Sonntag, 4. Februar 2018

Mieser Zwerg

Nachdem gestern Abend um 7 dann auch der letzte Geburtstagsgast verabschiedet war, wollte ich mich nur noch mit einem Feierabendbierchen aufs Sofa verziehen und dümmlich in die Glotze starren. Hierfür habe ich mir einen Löschzwerg hergenommen. Das sind kleine praktische Biere, die sich auch ohne irgendwelches Werkzeug öffnen lassen.

Also hingesetzt, einen beherzten Zug am Ring, die Pulle angesetzt und einen großen Schluck genommen.
Zisch-aaaaah!
Aber …
Warum ist denn der Deckel so schwer?!?!?

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Weil die Flasche einen tätlichen Angriff versucht hat! Zeter! Mordio! Glücklicherweise ist mir nichts großartiges passiert, die scharfen Kanten am Flaschenhals hätten auch üble Verletzungen verursachen können.

Ergo: Augen auf beim Feierabendbiersauf!

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Des Dachrenovierers Klagelied

Wer einmal sein Dach gedämmt,
sicherlich den Umgang mit Glaswolle kennt.
Fluffig-Gelb, so sieht es aus,
das Material für’s Dach vom Haus.
Doch kommt es an die freie Haut,
dann flucht der Renovierer laut.
Zwar später erst, nicht sofort,
wenn das Zeugs verweilt’ an einem Ort.
Genau an den Stellen juckt es dann,
so gut es eben jucken kann.
Abhilfe gibt es leider kaum,
nichteinmal Duschen hält den Reiz im Zaum.

Wer nun aber meint, dass Steinwolle da besser wär -
so irrt sich der …

(W) W. Strempfer, im Dezember 2017, aus aktuellem Anlass.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Endlich!

Sonnwend!
Ab sofort geht’s aufwärts!

Samstag, 2. Dezember 2017

Medizinerlob

Der behandelnde Arzt ist sehr angetan von der Qualität des Messers, welches ich meiner lieben Frau zum Geburtstag geschenkt hatte.

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Der nahezu komplette Schnitt durch das vordere Glied des Ringfingers sei so glatt, dass man die Narbe später wahrscheinlich kaum sehen werde.

Donnerstag, 16. November 2017

Zum Kotzen

Das ist echt zum Kotzen, im wahrsten Wortsinne: der Infekt, der unser Kleinkind niedergestreckt hat, wirkt auch bei allen anderen …

Mittwoch, 15. November 2017

Chillaxing

Der überaus komische Christoph Sonntag tourt aktuell mit seinem Programm “Bloß kein’ Trend verpennt”. Auch im Radio gibt’s daraus immer mal wieder Schnippsel zu hören.
So zum Beispiel neulich über “Piloxing”. Das soll eine Mischung aus “Pilates” und “Boxen” sein. Hat er ausprobiert, fand er zu heftig, deshalb hat er kurzerhand einen neuen Trend kreiert, und ich bin mir sicher: dabei hat er hundertprozentig bei meiner Großen gespickt. Er schwärmte nämlich von “Chillaxing”, das sei eine Mischung aus “Chillen” und “Relaxen”.

Das will ich mir auch unbedingt mal anschauen …
;-)

Montag, 30. Oktober 2017

Wer lesen kann …

… ist klar im Vorteil …
Frau Spätlese schrub bereits Erleuchtendes zu meiner Frage, und ich habe inzwischen auch selbst die Antwort auf der Verpackung gefunden:

Transskript:
“Dank unserem patentierten Mini-Zapfsystem können Sie Qualität wie frisch gezapft aus dem Kühlschrank genießen. Eine in der Dose befindliche Kunststoff-Kartusche sorgt beim Eingießen ins Glas für die Verwirbelung von Guinness und Stickstoff, wodurch die charakteristische Schaumkrone entsteht.”

20171029_guinneskuchl_erklaerung.jpg

Ich wäre nicht ich, wenn ich dazu nicht ein paar Punkte anzumerken hätte:

  • Guinness wird mit zwei N und zwei S geschrieben, fällt mir auf …
  • Gezapft wird da gar nix. Das bollert nur seltsam in der Dose, und beim Aufmachen hat man heftig Schiss, dass die Stimmung - äh - das Bier überkocht.
  • @ Frau Spätlese: beim Metallrecycling wird mit ziemlich viel Hitze gearbeitet. Die Kugel wird ergo thermisch verwertet.
  • Ich hab das Zeugs direkt aus der Dose konsumiert, ohne “Eingießen ins Glas”. Bin ich jetzt ein Banause?

P.S.: im Hintergrund rechts sehen Sie eine Wettergerechte Strempfersche Kartoffelsubb.

Samstag, 28. Oktober 2017

Der Baatz

Werte BesucherInnen, heute möchte ich mal wieder ein - nuja - Rezept kann man es fast nicht nennen - eine Zubereitungsempfehlung abgeben.
Und zwar präsentiere ich: den „Baatz“, eine Art Bircher für Küchendeppen wie mich.
Zur Zubereitung braucht man: einen Apfel (je nicht-mehlig desto besser), eine Zitrone, grobe Haferflocken, 1-2 kleine Becher Naturjoghurt, Milch und Honig.

Zuerst schneiden wir den Apfel klein. Vierteln, Kerngehäuse raus, die Viertel nochmal längs drei- bis fünfteilen und dann quer zu kleinen Stiften abschnipfeln. Natürlich kann man auch die Reibe nehmen, aber mir persönlich ist das immer zu viel zum Sauber machen. Die Apfelstückchen in eine Schüssel geben. Nun die Zitrone auspressen und den Saft (ruhig mit Fruchtfleisch, aber ohne Kerne) drüber leeren. Die Säure verhindert, dass der Apfel unansehnlich dunkel wird. Nun geben wir den Joghurt drüber. Wer nur einen Becher hat, braucht später eben mehr Milch. Dann kommen Haferflocken drauf. Vorzugsweise grobe Haferflocken. Im Volumen etwa so viel wie Apfelschnitzel in der Schüssel sind. Dann noch ein mehr oder weniger gut gehäufter Löffel Honig. Wenn wir jetzt rumrühren, dann klebt das Ganze deutlich am Löffel, deshalb geben wir (je nach Joghurtmenge weniger oder mehr, ein Anhaltspunkt sind etwa 100ml) Milch hinzu, bis sich ein, ja gut, wir Hohenloher sagen dazu „Baatz“ ergibt. Der muss zwar noch zähflüssig sein, aber auch vom Löffel runtertropfen. Die Konsistenz ist wichtig, weil wir wollen keinen Beton und auch keine Suppe sondern eben einen Baatz.

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Je nach Gusto kann man nun direkt servieren oder die Schüssel nochmal im Kühlschrank deponieren.

Ein paar meiner Kinder essen diesen Baatz sehr gerne, und auch der Hund mag das Zeugs.

(Ein weiteres Rezept aus der beliebten Reihe “Strempfer’sche Küche”, genau wie schon der Nussapfelberg)

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