Dienstag, 29. März 2016

Feurig

Sonntag Abend hat der Sportverein ein Osterfeuer organisiert. Ziemlich genau hier (Google-Maps-Link). Mit standesgemäßem Catering, bestehend aus Grillgut-Varietäten und Flüssignahrung.
Schee woars!

Wenn wir Waldtannern (oder Kreßberger) den Ort benennen müssen, reden wir entweder von Streitespan oder von der Golanhöhe oder schlicht von am Hartplatz, wobei die kurze Straße dorthin wohl kaum ein Navi kennen dürfte.

osterfeuer_20160327.jpg

Mittwoch, 23. März 2016

Schlückchen

Ein kleiner Schluck heißt auf Englisch “sip“. Und mit mehreren davon können Macianer Menschen per e-Mail glücklich machen.

Glaubt ihr nicht?
Ich erklär’s euch …

Also, mal angenommen, ihr habt bei irgendeiner Gelegenheit ein paar Fotos gemacht. Und diese Fotos wollt ihr jetzt irgendwelchen Leuten zur Verfügung stellen. Dann könntet ihr ja hergehen und die Fotos auf CD brennen. Wenn ihr aber ein paar Fotos mehr gemacht habt, dann reicht eine CD nicht weit. Denn auf eine CD passen nur knapp 700MB drauf, und selbst die 10-Megapixel-Fotos von meiner guten alten EOS 1000D haben im Modus “JPEG Fein“ schon gut 3,5MB pro Stück.
Gut, dann muss man halt auf DVD oder auf USB-Stick ausweichen, aber auch das hat mitunter so seine Tücken.
Am Einfachsten (und dazu noch betriebssystemunabhängig) ist es, die Fotos irgendwohin hochzuladen und den Link zu verschicken. Je nach Uplink kann das aber auch eine ganze Weile dauern. Mit meinem aktuellen DSL16000 kann ich unter optimalen Bedingungen etwa 125kB/s hochladen. Ein Gigabyte dauert also über zwei Stunden.

Nun braucht man für “zappt-euch-mal-durch“-Bilder keine zig Megapixel Auflösung; die meisten Leute sind auch heute noch mit Monitorauflösungen unterhalb von FullHD unterwegs sein. Das sind ja grademal zwei Megapixel und weit weg von den über 20 Megapixeln, die momentan bei den Kameras so das Maß der Dinge sind. Wenn man also die Fotos vor dem Hochladen in der Auflösung reduzieren würde, dann könnte man sich einiges an Zeit, Datenvolumen und Nerven sparen. Die etwas besseren Bildbearbeitungsprogramme haben dafür einen Stapel- oder Batchmodus, den man aber erstmal bedienen lernen muss.
Und genau an der Stelle kommen die Schlückchen ins Spiel. Es gibt nämlich auf dem Mac ein Kommandozeilenwerkzeug mit dem Namen “sips“, das solche Geschichten zu einem Klacks macht! Natürlich steht „sips“ hier nicht für “Schlückchen” sondern für “scriptable image processing system“, und es kann so einiges.

Seht mal beispielsweise diesen Screenshot:

sips_screenshot.png

Ich habe hier der Reihe nach folgendes gemacht:

  • mit “ls -l“ (oder eben “ll“, wenn ein entsprechender Alias eingerichtet ist) die Dateigröße meines Testbildes mit 3,5MB ermittelt
  • das “file“-Kommando auf dem Mac zeigt leider keine Bildgrößen für JPEGs an (für andere Bilddateitypen übrigens sehr wohl!)
  • also nehme ich auch zur Bestandsaufnahme „sips“ und stelle fest, dass mein Bild 3888×2592 Pixel groß ist
  • nun schrumpfe ich das Bild (obacht: es wird dabei überschrieben!) mit „sips -Z 2048 “. Sehr wichtig ist hier das große Z.
  • das Bild hat nach der Rosskur nur noch 449kB und es ist nur noch 2048×1365 Pixel groß

Der Parameter mit dem großen “Z“ dient zur Angabe der maximalen Bildgröße. Das Bild wird dann von „sips“ proportional so skaliert, dass sowohl Breite als auch Höhe nicht größer als die angegebene Pixelgröße sind.

In der Praxis wird man nicht alle Dateinamen eingeben sondern ganze Bilderserien eindampfen wollen. Ich mach das dann immer so:

  • mit dem Finder eine Kopie des Bilderordners z.B. auf den Desktop machen
  • Terminalprogramm öffnen
  • dort „cd“ und ein Leerzeichen eingeben
  • den Ordner vom Desktop ins Terminal ziehen (damit kopiert man den Ordnernamen), dann Return drücken; nun befindet man sich in diesem Ordner.
  • jetzt ein beherztes sips -Z 2048 * — der Stern sorgt dafür, dass alle Dateien in dem Ordner behandelt werden
  • nachdem sips fertig ist, befinden sich in dem Ordner die skalierten Bilder, die nach Belieben weiterverwendet werden können.

Für das exemplarische Schrumpfen von siebenunddreißig 10-Megapixel-Bildern brauchte mein Macbook Air grade eben etwa 10 Sekunden; dabei werden aus ursprünglich 109 MB noch 13MB.

Und dann klappt’s auch mit Dropbox & Co.

Samstag, 19. März 2016

Datenwanderer zwischen den Welten

Ich hab da ja so ein Knippsgerät, und mit dem mache mitunter auch ein paar Fotos für die Schule. Neulich nun wollte ich einem Lehrer einige Fotos geben, die ich bei einem Klassenausflug gemacht hatte. Das ganze Gigabyte irgendwo in die Dropbox oder ins Google-Drive zu schmeißen wäre mit meinem dünnen Upstream eine Aktion über mehrere Tage gewesen, deshalb hab ich ihm die Fotos auf eine DVD gebrannt. Die DVD mochte aber des Lehrers Computer leider nicht lesen (obwohl sie anderswo einwandfrei ging). Also habe ich kurzerhand einen USB-Stick platt gemacht und mit dem Festplattendienstprogramm im „MS-DOS-Dateisystem (FAT)“ formatiert. Genau so:

stick_geht_nicht_einstellungen.png

(den im Hintergrund liegenden Teil des Fensters müsst ihr ignorieren, das waren die Reste eines Versuchs)

Nach dem Formatieren hat mir das Festplattendienstprogramm den Stick dann so angezeigt:

stick_geht_nicht.png

Dann hab ich die Fotos draufkopiert und das Ding freudestrahlend dem Lehrer in die Hand gedrückt.
Dessen Windows (vermutlich 7, Anm. d. Red.) hat den Stick auch brav erkannt und die übliche Meldungsblase von wegen „Gerätetreibersoftware wird installiert“ ausgespuckt. Dann hat es gesagt „Gerät kann nun verwendet werden“.
Und dann meinte es, man müsse den Stick erstmal formatieren, bevor man etwas damit anfangen kann …

Mist.

Mein Fehler lag darin, dass ich im Festplattendienstprogramm beim Plattmachen des Sticks als „Schema“ den Eintrag „GUID-Partitionstabelle“ ausgewählt hatte. Das führt dazu, dass OS X (aus welchen Gründen auch immer) zwei Partitionen auf den Stick macht; eine kleine vorweg und die eigentliche Datenpartition (übrigens wie gewünscht im FAT-Dateisystem) als zweite. Jedes Unixoide Betriebssystem kommt mit so einer Partitionierung auch problemlos klar, aber ein Windows von Welt weigert sich, externe Datenträger auch nur anzufassen, wenn es mit der Partitionstabelle nichts anfangen kann oder nicht gleich die erste Partition „etwas vernünftiges“ ist.

Wenn man nämlich einen USB-Stick unter OS X so formatieren will, dass man was für Windows-User draufspielen kann, dann muss man das im Festplattendienstprogramm so machen:

  • als Dateisystem „MS-DOS-Dateisystem (FAT)“ einstellen
  • als „Schema“ „Master Boot Record“ einstellen
stick_geht_einstellungen.png

Dann formatiert OS X den Stick mit nur einer Partition, nämlich so:

stick_geht.png

und dann klappt’s auch mit den Windows-Nachbarn.

Schon seltsam, dass man für solche Zwecke auf ein Dateisystem zurückgreifen muss, dass inzwischen schon 20 Jahre (!) auf dem Buckel hat.

Mittwoch, 16. März 2016

Echte Männer

Echte Männer (man denke exemplarisch mal an Chuck Norris) haben ja die letzten vier Stellen von Pi als PIN von der EC-Karte. Wenn man sie fragt, wie viele Liegestütze sie schaffen, sagen sie “Na, alle!”. Sie übernehmen die Bauleitung für BER und geben einen Eröffnungstermin bekannt — dem sie dann um mehrere Wochen zuvorkommen. Die in der Kindheit gebauten Sandburgen von solchen Leuten werden heute vom Rest der Welt ehrfurchtsvoll “Pyramiden” genannt. Echte Männer haben schon zweimal bis Unendlich gezählt. Sie kriegen im Baumarkt die 20% auch auf die Tiernahrung.

Und (jetzt kommt’s!): sie spülen die Spätzlepresse mit warmem Wasser.

Dienstag, 15. März 2016

Zahlen, bitte

Auch Kreßberg hat am Sonntag gewählt. Nämlich so:

wahlergebnis_landtag_kressberg_2016.jpg

(Screenshot der Wahlmeldung von kressberg.de)

Die Zahlen, die so da nicht stehen:

  • 12 Prozent der Wahlberechtigten (nicht der Wählenden!) haben ihr Kreuz bei der AFD gemacht. Ob das Protestwähler oder NPD/REP-Überläufer sind, mag ich hier nicht diskutieren.
  • 18 Prozent der Wahlberechtigten haben Grün gewählt.
  • 22 Vollpfosten haben es geschafft, sich zur Wahl zu quälen und trotzdem ungültig abzustimmen. Für die war es wohl zu schwer, das eine Kreuz zu machen. Genausoviele, wie auch NPD gewählt haben.

Und bei euch so?!

Sonntag, 13. März 2016

Keine Schleichwerbung

Hierfür darf man einfach keine Schleichwerbung machen; da muss man direkt und offen und deutlichst Nicht-Schleichende Werbung machen:

herbaria_gaumenschmaus.jpg

Leute, wenn ihr Bratkartoffeln mögt, dann besorgt euch mal Herbaria Gaumenschmaus und haut das drüber. Das Zeugs ist genial.

Oder, wie der Herr Pfannenschwarz sagen würde (Herrn Wortmischers Audio-Lieblingsfeind):
Herbaria Gaumenschmaus. Der Gaumenschmaus von Herbaria. Woisch, Karle, dees dät a dier schmegga!

Samstag, 12. März 2016

Rohe Zwiebeln nicht

Notiz an mich selbst: frischgebackenen Mamas tut man niemals nienicht keine rohen Zwiebeln servieren. Auch nicht in einer großen Schüssel mit herrlichem gemischten Salat und auch nicht, wenn’s noch so lecker schmeckt. Das gibt nämlich schlaflose Nächte für die ganze Familie.
Gekochte / gebratene Zwiebeln hingegen funktionieren; schließlich essen die Costa-Ricanischen stillenden Mütter auch ihr Casado.

Freitag, 11. März 2016

Glückwünsche nach Teneriffa

Lieber Janosch,
ich wünsche dir alles gute zu deinem 85. Geburtstag!

Vielen Dank für deine Geschichten von der Tigerente, dem Bär und Panama!

Mittwoch, 9. März 2016

EOS Utility installieren

Ich wollte schon länger mal probieren, wie sich Fotos “tethered” schießen lassen. “Tethered” heißt so viel wie “per Kabel verbunden”, also steht das insgesamt für “Kabelgebundenes Fotografieren”, was wiederum ein Paradebeispiel für einen Begriff ist, der sich auf Deutsch einfach Kacke anhört …
Was mich am Tethered Shooting am meisten reizte, ist die Live-Darstellung auf dem größeren Bildschirm.
Zum Tethered Shooting braucht man eine Kamera, die das kann, ein Kabel sowie ein Programm.
Per Suchmaschine habe ich herausgefunden, dass meine gute alte EOS 1000D sowas schon grundsätzlich unterstützt.

Fangen wir mit der Software an: Von Canon gibt’s genau für den Zweck ein Programm, welches sich “EOS Utility” nennt. Aktuell für meine 1000D ist die Version 2.14.irgendwas (für neuere Kameras gibt’s auch eine neuere Version 3.x).
Nun, wie kommt man an dieses Programm ran? Der von Canon vorgesehene Weg ist, dass man das Programm von einer der CDs installiert, die der Kamera beilagen. Hier gab’s für mich gleich mehrere Probleme: mein Macbook hat kein CD-Laufwerk (okay, ich geb’s ja zu, ich hab ein externes), ich hab die CDs schlicht nicht mehr gefunden (die Kamera ist nun auch schon über sieben Jahre alt) und das, was man auf der Canon-Homepage herunterladen kann, ist “nur” ein Updater. Selbst wenn ich die CDs gefunden hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass ich das Programm nicht installieren hätte können, denn OS X hat seither schon ein paar Iterationen gemacht (2009 war ich noch mit OS X 10.4 “Tiger” unterwegs; inzwischen sind wir bei OS X 10.11 “El Capitan”). Und der Updater verweigert ohne Original-CD oder vorherige Installation konsequent den Dienst.
Aber das Netz ist beinahe unendlich, und Daniel Hamann aus Karlsruhe wusste Rat. Im Schweinsgalopp: Runterladen, DMG öffnen, App rausziehen, Paketinhalt modifizieren, App-Downloads von überall her erlauben, Installieren, App-Downloads wieder einschränken.

Hat man die Canon-typisch sperrige Installation überstanden, geht’s dann endlich ans “Schießen mit Schwanz”.
Das Kabel ist in meinem Fall ein “pupsnormales” Mini-USB-Kabel. Die Kamera wird mit dem Kabel an den Rechner angeschlossen, und dann poppt auch schon das EOS-Utility auf:

eos_utility.jpg

Man kann tatsächlich ziemlich viele Kamerafunktionen per Mausklick steuern. Obergenial ist (wie ich schon gehofft hatte) die Beurteilung der Schärfe auf dem großen Bildschirm. Ich glaube, damit kriege ich meine Makrofotos besser hin.

Ich werde auf jeden Fall mal damit weiterexperimentieren; wenn’s was zeigenswertes gibt, werdet ihr es hier anschauen können.

Dienstag, 8. März 2016

Hundertachtundsechzignulleins

Wenn man Elternzeit macht, gibt’s vom Staat zwei Drittel des vorherigen durchschnittlichen Nettolohns, mindestens 300€, maximal 1800€. Der pflichtkrankenversicherte Durchschnittsarbeitnehmer ist während der Elternzeit krankenversicherungsbeitragsfrei; er kann sein Elterngeld also nach Lust und Laune verprassen.
Dem ist aber nicht so, wenn man (auch nur minimal) über der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung verdient und deshalb freiwillig krankenversichert ist. Dann nämlich, so heute die telefonisch durchgegebene Auskunft meiner Krankenkasse, will selbige auch ihren Anteil an den 1800 Euro haben. Meine Krankenkasse meint, sie braucht von mir eeeeeeexakt 168,01€. Sonst geht deren Mist-Kalkulation nicht auf oder so.

Cool gemacht, finde ich. Denn diese Regelung trifft nämlich genau die, die durch das gedeckelte Elterngeld ihre Familie eh schon schaumgebremst versorgen müssen. Und die sowieso schon den maximal möglichen Krankenkassenbeitrag zahlen müssen.

Kopfschüttel. Sowas gibt’s nur in Deutschland.

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