Mittwoch, 16. März 2016
Ich hab mir neulich so ein “Malbuch für Erwachsene” besorgt:
Solche Dinger gibt’s in verschiedenen Varianten, vom echten Ausmalen über Mandala-Malen bis hin zu der Variante, die ich mir geholt habe: Punkte verbinden. Der Klassiker, bekannt aus vielen Kinderrätseln. Im Unterschied zu den Kinderrätseln sind die Zahlen aber sehr klein gedruckt und es sind auch sehr viele (300 und mehr).
Das sieht dann beispielsweise so aus:
Tipp: für lange Linien rentiert sich ein Lineal, alles andere kann man auch gut Freihand verbinden. Bei manchen Bildern gibt es neben Zahlen auch noch Buchstaben, wenn es sich um mehr als eine Linie handelt.
Das Beispiel von oben sah nach dem Verbinden der Punkte dann so aus:
Ulkig fand ich, dass auch meine großen Kids sehr viel Spaß daran haben, aus der Punktewolke “Etwas” entstehen zu lassen. Vielleicht liegt’s aber auch nur daran, dass “Malbuch für Erwachsene” drauf steht …
Prädikat: Kann man sich mal mitnehmen und macht Spaß.
Sonntag, 13. März 2016
Hierfür darf man einfach keine Schleichwerbung machen; da muss man direkt und offen und deutlichst Nicht-Schleichende Werbung machen:
Leute, wenn ihr Bratkartoffeln mögt, dann besorgt euch mal Herbaria Gaumenschmaus und haut das drüber. Das Zeugs ist genial.
Oder, wie der Herr Pfannenschwarz sagen würde (Herrn Wortmischers Audio-Lieblingsfeind):
Herbaria Gaumenschmaus. Der Gaumenschmaus von Herbaria. Woisch, Karle, dees dät a dier schmegga!
Mittwoch, 9. März 2016
Ich wollte schon länger mal probieren, wie sich Fotos “tethered” schießen lassen. “Tethered” heißt so viel wie “per Kabel verbunden”, also steht das insgesamt für “Kabelgebundenes Fotografieren”, was wiederum ein Paradebeispiel für einen Begriff ist, der sich auf Deutsch einfach Kacke anhört …
Was mich am Tethered Shooting am meisten reizte, ist die Live-Darstellung auf dem größeren Bildschirm.
Zum Tethered Shooting braucht man eine Kamera, die das kann, ein Kabel sowie ein Programm.
Per Suchmaschine habe ich herausgefunden, dass meine gute alte EOS 1000D sowas schon grundsätzlich unterstützt.
Fangen wir mit der Software an: Von Canon gibt’s genau für den Zweck ein Programm, welches sich “EOS Utility” nennt. Aktuell für meine 1000D ist die Version 2.14.irgendwas (für neuere Kameras gibt’s auch eine neuere Version 3.x).
Nun, wie kommt man an dieses Programm ran? Der von Canon vorgesehene Weg ist, dass man das Programm von einer der CDs installiert, die der Kamera beilagen. Hier gab’s für mich gleich mehrere Probleme: mein Macbook hat kein CD-Laufwerk (okay, ich geb’s ja zu, ich hab ein externes), ich hab die CDs schlicht nicht mehr gefunden (die Kamera ist nun auch schon über sieben Jahre alt) und das, was man auf der Canon-Homepage herunterladen kann, ist “nur” ein Updater. Selbst wenn ich die CDs gefunden hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass ich das Programm nicht installieren hätte können, denn OS X hat seither schon ein paar Iterationen gemacht (2009 war ich noch mit OS X 10.4 “Tiger” unterwegs; inzwischen sind wir bei OS X 10.11 “El Capitan”). Und der Updater verweigert ohne Original-CD oder vorherige Installation konsequent den Dienst.
Aber das Netz ist beinahe unendlich, und Daniel Hamann aus Karlsruhe wusste Rat. Im Schweinsgalopp: Runterladen, DMG öffnen, App rausziehen, Paketinhalt modifizieren, App-Downloads von überall her erlauben, Installieren, App-Downloads wieder einschränken.
Hat man die Canon-typisch sperrige Installation überstanden, geht’s dann endlich ans “Schießen mit Schwanz”.
Das Kabel ist in meinem Fall ein “pupsnormales” Mini-USB-Kabel. Die Kamera wird mit dem Kabel an den Rechner angeschlossen, und dann poppt auch schon das EOS-Utility auf:
Man kann tatsächlich ziemlich viele Kamerafunktionen per Mausklick steuern. Obergenial ist (wie ich schon gehofft hatte) die Beurteilung der Schärfe auf dem großen Bildschirm. Ich glaube, damit kriege ich meine Makrofotos besser hin.
Ich werde auf jeden Fall mal damit weiterexperimentieren; wenn’s was zeigenswertes gibt, werdet ihr es hier anschauen können.
Freitag, 4. März 2016
Grade eben einen Blogeintrag fertig geschrieben, dann einen kurzen Blick in den Feed-Reader, und BÄÄÄM. Keule ins Gesicht.
Die Frau Spätlese will Sachen wissen. Viele Sachen. Von mir. Mift.
Also, ran an den Speck.
1. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
Mein Blog ist ein Resultat von „ich will nicht mehr HTML von Hand schreiben müssen“ und damit eine Fortsetzung meiner Bestrebungen, im Internetz ein bisschen Präsenz zu zeigen. Meine ersten Webseiten habe ich mit einem 14.4er Modem veröffentlicht. Ich verwende mein Blog, um Sachen mitzuteilen, die ich spannend oder wichtig oder lustig finde, und um meine Heimatgemeinde Kreßberg etwas besser im Netz dastehen zu haben.
2. Welchen Film sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall gesehen haben?
Ich möchte ja „Spaceballs“ schreiben, aber um über den richtig lachen zu können, muss man ja noch 20 andere Filme kennen …
3. Welchem der vier Temperamente würdest du dich zuordnen?
Wenn ich mir die klassische Temperamentenlehre anschaue, würde ich mich am ehesten als Phlegmatiker sehen.
4. Wenn du die Wahl hättest, wo würdest du gerne leben?
Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber „there is no place like 127.0.0.1“. Zumindest auf Dauer.
5. Welches ist dein Lieblingstier und warum?
Ich hab kein bestimmtes Lieblingstier. Teile meiner Mitbewohner würde eine genauere Antwort beunruhigen :-)
6. Welches ist dein Lieblingsgemüse und warum?
Kartoffeln sind cool. Weil sie vielseitig sind. Man kann sie als Suppengrundlage verwenden, kochen, braten, in ganz dünne Scheiben schneiden und frittieren, in vielprozentige Flüssignahrung ummodeln, …
7. Welches ist dein Lieblingsobst und warum?
Ich mag Äpfel. Säuerliche Äpfel, Braeburn-mäßig. Weil sie so schön sauer sind.
8. Welche Musik hörst Du am häufigsten?
Meistens läuft Radio. Pop im weitesten Sinne.
9. Würdest du eher einen Nutzgarten oder einen Ziergarten anlegen?
Ich würde ja probieren, das zu kombinieren … Quasi einen Nutzgarten, der gut aussieht … Und es gibt ja durchaus Gemüse, das sehr hübsch blüht, wenn man den Erntezeitpunkt verkackt …
10. Feuer, Wasser, Erde, Luft – welchem Element würdest du dich zuordnen und warum?
Erde. Weil die so … bodenständig ist. Ohne Erde würde Wasser einfach weglaufen. Ohne Erde würde nichts wachsen, was brennen kann. Ohne Erde könnte man nicht dastehen und die Nase in die Luft stecken.
11. Hast du jemals einen Blogeintrag bereut, den du veröffentlich hast und wenn ja warum?
Ja, kenne ich. Einer meiner Blogeinträge enthielt beispielsweise einen Screenshot eines Vorschaubildes von einer Webseite. Ich hab die Webseite auch verlinkt, aber ich habe nicht mit einem in Deutschland leider legalen Geschäftsmodell gerechnet. War nicht ganz billig, die Geschichte.
Und: betrunken bloggen kommt auch uncool.
Wer nun an dieser Stelle eine Fortsetzung der Fragenkette erwartet, wartet bei mir falsch.
Weil isch hab annere Sachen zu tun :-)
Samstag, 20. Februar 2016
Dank eines geschenkten Gutscheines hab ich neulich mal ein dickes Paket Lese- und Spielmaterial bestellen können. Mit drin war ein Kartenspiel von Kosmos, nämlich das hier:
Bei dem Spiel (2-4 Mitspieler) geht es darum, die eigenen Schweine glücklich (das heißt dreckig) zu machen. Jeder Mitspieler bekommt dazu drei Karten auf der Hand. Mit diesen werden beim Ablegen verschiedenste Aktionen ausgelöst. So kann man eines der eigenen Schweinchen durch Umdrehen der Karte zur Drecksau mutieren lassen, man kann beim Mitspieler den Blitz in die Scheune einschlagen lassen oder aber der Regen sorgt dafür, dass alle ungeschützten Drecksäue wieder sauber werden.
Die Spieldauer liegt zwischen 10 und 30 Minuten, das empfohlene Mindestalter von 7 Jahren kann man bei etwas aufgeweckten Kids auch um ein bis zwei Jahre unterschreiten.
Also uns macht das Spiel tierisch viel Spaß. Prädikat: Kaufempfehlung!
Mittwoch, 17. Februar 2016
Samstag, 13. Februar 2016
Nein, wer gedacht hat, dass es hier ein Essay über gesunde Ernährung gibt, hat sich getäuscht. Ist ja schließlich Fastenzeit; da gibt’s nix
:-)
Späßle g’macht … Gleich vorab möchte ich mich für die unscharfen Fotos entschuldigen; abber isch war ebbi a bissi uffgreecht …
Diese Woche ist auf irgendeiner Foto-Newsseite ein Objektiv-Retroring an mir vorbeigescrollt. Mit solchen Dingern kann man sein “Normalobjektiv” falschherum an die Kamera montieren und dadurch insbesondere im Makrobereich verwenden. Danach bin ich wiederum in irgendein Forum geraten, in welchem behauptet wurde, dass sich das Canon-Standard-Kitobjektiv 18-55 mit sehr wenig Aufwand und sogar reversibel zu einem Makroobjektiv umbauen lässt.
Klarer Fall für einen Praxistest. Der Blick in den Strempfer’schen Objektivzoo verrät, dass ein 18-55 da ist; das Objektiv ganz rechts:
Ein letzter Blick auf das oftmals unterschätzte Objektiv, bevor wir mit der Operation beginnen:
Für den Umbau muss man den Aufkleber-Ring vorne drauf runterniffeln.
Darunter verbergen sich drei Schrauben. Diese muss man mit einem feinen, stabilen Kreuzschlitzschraubendreher raus schrauben. Ich habe einen Schraubendreher von iFixit verwendet, der mal mit einem Telefonreparatursatz kam. Es ist sinnvoll, sich die Position der Schrauben in den Langlöchern irgendwie zu markieren; wer gute Augen hat, kann die Linse später beim Rückbau auch anhand der Druckstellen der Schraubenköpfe auf dem Kunststoff wieder ausrichten.
Hier steht das 18-55, einsam und verlassen, seiner vorderen Linsengruppe beraubt * schnüff *
Der Witz ist nun, dass man diese vordere Linsengruppe nun genau falschherum wieder fest machen kann. Also in der Lage wie auf dem obigen Foto. Dieser Umbau macht das 18-55 tatsächlich Makrofähig!
Zeit für ein paar Tests!
Wir nehmen uns ein Makrotestobjekt; in diesem Beispiel einen Anhänger von den Kids. Größe insgesamt etwa 5cm. Als Makrotestbereich wird der “Ellbogen” des vorderen linken Beins verwendet.
So sieht das mit dem 18-55 geschossene Makro aus (freihand, Modus P, Zoom auf 55mm, Fokus manuell):
Hier habe ich die Mitte aus dem Foto für euch in 1:1 rausgesäbelt:
Zum Vergleich, hier der Bildausschnitt, wie ihn meine EOS durch mein gutes Tamron 90mm sieht:
Und auch hierzu ein 1:1-Crop:
Das Strempfer’sche Fazit:
Nach zwei, drei Fotos habe ich das 18-55 wieder zurückgebaut. Für Leute mit ohne Geld mag der Umbau eines 18-55 eine gute Möglichkeit sein, an ein Makroobjektiv zu kommen. Aber meiner Meinung nach fahre ich mit meinem vorhandenen 90mm-Tamron besser.
Sonntag, 7. Februar 2016
Ausgelesen: Tess Gerritsen - Der Schneeleopard
Schon vor ein paar Jahren schrub ich äußerst wohlwollend über die mir damals noch unbekannte Autorin Tess Gerritsen. Mein Eindruck hat sich - diverse Bände später - nicht wirklich negativ verändert. Noch immer bin ich fasziniert über die Art und Weise, wie die Übersetzer die Geschichten ins Deutsche rüberbringen. Wie die Spannung stufenweise aufgebaut wird und bis kurz vor Ende des Buches erhalten bleibt. Auch Der Schneeleopard, Gerritsens neuestes Buch der Rizzoli & Isles-Reihe macht da keine Ausnahme. Neu war mir bei diesem Buch das Hin- und Herspringen zwischen zwei Orten, in diesem Fall die USA und Botswana.
Wenn ihr (nicht allzu derbe) Thriller mögt und über dieses Buch stolpert - das könnt ihr ungesehen einpacken.
Sonntag, 31. Januar 2016
Für der Tochter Geburtstag haben wir am Freitag Abend kurz mal eben noch ein paar Kuchen gebacken. Der eine war ein Käsekuchen, der auch super lecker war, aber der klare Gewinner bei den Kids war der hier:
Der ging weg wie wie die sprichwörtlichen warmen Weckle (Anm. d. Red.: wir sind hier ja in Hohenlohe-Franken), und so manches Kind hab ich mit vollem Mund irgendwas wie “boah is der geil” mampfen hören.
Natürlich nicht ganz grundlos, denn zum Einen hab ich den Kuchen höchstselbst gebacken und zum Anderen besteht der quasi aus nichts anderem als Butter, Schokolade und Zucker …
Wenn ihr den zwecks sensorischem Kreuzvergleich selber auch mal backen wollt, dann sucht beim Scheffkoch nach “Pornokuchen”.
Ernsthaft.
Der Name ist Programm.
Freitag, 22. Januar 2016
Ich bin ja mehr der untypische Kunde für diverse (Möchtegern-)Behörden. Und zwar bin ich der Meinung, dass wenn jemand was von mir will (Geld?), dann soll er mir das sagen (Briefchen? Mailchen?). Weil dann habe ich selbst in der Hand, wann und auf welchem Wege ich das zahle. So mache ich das zum Beispiel mit der GEZ (übrigens: gez-abschaffen.de ) und auch mit diversen Versicherungen. Und so handhabe ich das auch mit der KFZ-Steuer, und ich hatte in meinem gesamten kraftfahrtechnischen Leben noch keine Probleme an der Stelle.
Aber das Viehnantzamt - äh Finanzamt hat ja vor ein paar Jahren das Eintreiben der KFZ-Steuer abgegeben an den Zoll. Damals™ kam ein Schreiben (wenn ich mich recht erinnere), dass sich das Konto ändert und dass eine Zahlung künftig jährlich erwartet wird und dass es kein weiteres Schreiben geben werde.
Gestern nun hat mich der unerbittliche Ruf des Zolls ereilt, denn ich habe tatsächlich verschwitzt, dass zum neuen Jahr meine Steuer fällig gewesen wäre. Und was machen die Leute vom Zoll?
Diese Ommeln schicken mir direkt eine Mahnung mit Säumniszuschlägen!
Wo gibt’s denn sonst sowas?
Da könnte ich ja genausogut dem Finanzamt schreiben, dass ich ab sofort jährlich zum sagenwirmal 1. März eine Rückzahlung in Höhe von 543€ erwarte. Und dass ich automatisch zusätzlich Säumniszuschläge erwarte, wenn das nicht klappt.
Oder ich geh zum Bäcker und verlange, er muss mir ein Brötchen mehr geben, weil er mir nicht wie üblich drei Brezeln eingepackt sondern nochmal nachgefragt hat.
Ich finde auf jeden Fall, das ist daneben und benachteiligt die Nichtlastschriftler.