Neulich schleich ich mit meinem guten 90er Tamron durch die Wohnung, da fällt mir dieser Anblick hier ins Auge:
Und bevor sich jemand beschwert: Nein, ich hab die Kamera richtigrum gehalten!
...nur... warum eigentlich?
Das mit der grünen Materie war leider ein Schnellschuss. Ich habe deshalb auf das Original umgestellt und arbeite lieber noch ein bisschen im Verborgenen an den Details, wie zum Beispiel lesbaren Kommentaren und so Sachen. Vielleicht sollte ich auch das ganze Flatpress insgesamt mal neu aufsetzen. Mal sehen.
Diese Woche habe ich mit meiner Zweitgrößten zusammen Pizza zum Abendessen gebacken. Wir haben dieses Rezept für den Pizzabodenteig verwendet. Im Unterschied zu vielen anderen Varianten soll man diesen hier nicht gehen lassen. Er ließ sich auch wunderbar dünn ausrollen und auf Backpapiere legen. Die Rohlinge haben wir an den Rändern mit Olivenöl bestrichen, dann haben wir dünn mit Tomatensoße gestrichen, ein paar Tomaten, Paprika, ein bisschen Mais und ein Assortement an “Käse der weg muss” drauf. Meine liebe Frau hat neulich so eine Steinofenplatte für den Backofen von irgendwoher mitgebracht; die durfte während der Vorbereitung schonmal vorglühen. Dann haben wir die Pizzen nacheinander mitsamt dem Backpapier auf den heißen Stein drauf und schwuppdiwupp hatten wir oberleckere, hauchdünne Pizza.
Oder (Frau Spätlese, Herr Wortmischer, ich bitte um Verzeihung): Woisch, Karle, des däät au dir schmegga!
El Señor hat vergangene Woche sein erstes “echtes” Fahrrad bekommen (so ein ichglaub 24”-Mountainbike), und hat sich das Versprechen abnehmen lassen, sorgsam damit umzugehen. Nach den ersten Fahrten haben wir die Schaltung und die Bremsen nachstellen müssen, gestern dann gleich nochmal und den Hinterreifen hat er auch schon fast durchgebremst. Mal sehen, wann die erste “richtige” Reparatur kommt …
Marc Thibeault hat lange an Grauer Materie für das kleine aber feine Flatpress geschraubt. Ich hab sie grün eingefärbt.
Wer’s auch in Grün haben will: bitte melden!
Das Original gibt’s hier.
Ich habe diese Woche meinen zweiten Dillinger-Krimi ausgelesen, und er hat mir ausnehmend gut gefallen, denn Autor Rudi Kost versteht es vorzüglich, Osthohenlohischen Lokalpatrioten ein ausnehmendes Grinsen ins Gesicht zu treiben.
In diesem Buch ging es um einen (nicht real existenten) Windkraftpark und die menschlichen Abgründe, die sich ringsum auftun, sobald es auch nur ansatzweise nach leicht verdienbarem Geld riecht. Rudi Kost packt die Zutaten eines jeden guten Krimis (Leiche(n), Spannung, Witz und Sex) äußerst gut lesbar zusammen. Eine klare Leseempfehlung!
Jetzt muss ich nur schauen, wie ich an die anderen Dillingers dran komme …
Wenn’s mal schnell lecker werden muss, funktionieren bei uns Pfannenspaghetti recht gut. Das Original ist von der Amerikanerin Martha Stewart (Youtube-Link), und die Idee dabei ist, sowohl Zeit als auch Ressourcen zu sparen. Beides kommt einem bei der Zubereitung von Kinderfutter ja deutlich entgegen …
Ich mach das Zeugs immer so:
So sieht das dann in der Pfanne aus:
Und wenn die Nudeln weich sind und die Soße schön dick pampig (gegebenenfalls ganz vorsichtig Wasser nachfüllen), dann ist das Essen auch schon fertig.
Ab auf einen Teller, bissel Parmesan drüberraspeln und los geht’s.
Prädikat: einfach, lecker, gehaltvoll. Und die Kids mögen’s auch!
Der Rhabarber musste verarbeitet werden, und was lag da näher, als Gulaschsuppe mit Kartoffeln zu kochen?
Quatsch, natürlich muss Rhabarber zu einem Rhabarberkuchen verarbeitet werden!!!
Nun backen wir nicht sooo oft Rhabarberkuchen als dass wir das Rezept auswendig könnten, also haben wir uns ein passendes gesucht. Das war wider Erwarten gar nicht so einfach, denn so einige Leute backen Rhabarberkuchen mit Hefeteig, andere machen einen Ölteig (so einen wollten wir nicht), und wieder andere wollen Sahne in den Teig reinkippen (das hatten wir aber keine da).
Dann gibt es diejenigen, die den Rhabarber im Teig ersäufen oder den Kuchen halbfertig backen und dann unter den Rhabarber noch eine Cremeschicht packen. Und diejenigen, die auf den Rhabarber drauf einen Baiser-Deckel machen anstatt Streusel.
Wir haben uns schlussendlich von den gesichteten Rezepten die Perlen herausgesucht: ein Rührteig nach Omas Art mit einem Haufen Butter drin, “embedded Rhabarber” und ordentliche Streusel oben drauf.
So sah dann der Rohling aus:
Und nach dem Backen dann so:
Und nun ratet mal, was es heute zum Frühstück gibt?
;-)
Meiner lieben Frau ist neulich beim Shopping so eine seltsame Plastikverpackung mit einer silbrigen Scheibe drin in den Einkaufswagen gefallen. Die haben wir gestern in so ein komisches Gerät rein, welches dann surrende Geräusche gemacht hat. Unsere Glotze hat daraufhin automatisch die Videoquelle umgeschaltet und dann lief plötzlich ein Film mit dem Namen “Hachikō”. Siehe dazu auch die Wikipedia über die wahre Geschichte sowie über den Film .
Ich glaube, ich bin nicht gerade als der große Emotions-Tiger bekannt, aber bei diesem Film musste ich mir so einige Male die Tränen aus den Augen wischen und heftigst schlucken.
Also, Wenn ihr den Film noch vor euch habt: Taschentücher beilegen. Ihr werdet sie brauchen.
Also wenn ihr mal in einer Bücherei vor dem Krimi/Thriller-Regal steht und lustlos an den Büchern rumzerrt und nicht so recht wisst, ob und was ihr eigentlich wollt und ihr habt dann Jean Renards “Der Kopf des Korsen” in der Hand und ihr fragt mich, ob ich euch das raten würde, dann würdet ihr von mir ein uneingeschränktes “Ja, auf jeden Fall” bekommen.
Insbesondere dann, wenn ihr schonmal auf Korsika wart.
Jean Renard ist das Pseudonym des Münchners Hans Fuchs, und das merkt man dem Buch auch an. Dass es nicht einfach nur eine Übersetzung sein kann. Die rasante Geschichte der beiden Protagonisten fand ich zu Beginn etwas zäh (vor allem, um mich in den Namen zurecht zu finden), nimmt dann aber richtig heftige Fahrt auf. Korsikareisende finden sich an einigen Stellen auf bekanntem Terrain, und das Buch lohnt sich schon allein deshalb zu lesen, um heraus zu bekommen, was eigentlich “die 20” ist.
Mal sehen, was der Herr Fuchs noch so alles geschrieben hat …