Sonntag, 1. April 2018
Heute ist Tag 10 des “Viralen Infekts”, den der Doc diagnostiziert hat. Das blöde an Viren ist ja, dass man nicht wirklich viel dagegen tun kann. Ich kann mich inzwischen wieder länger aufrecht halten und habe gestern auch erstmals wieder handfeste Nahrung in nennenswerten Mengen zu mir genommen: ich habe mir ein Tellerchen Nudeln gekocht. Trotzdem bin ich offenbar noch ziemlich schwach, denn wenn ich’s übertreibe, dann schwummert’s. Auch kommen immer noch Fieberschübe und der trockene Husten nervt insbesondere, wenn ich reden muss.
Wir haben dank der Hilfe eines Freundes unsere Keller-Wasser-Ablaufprobleme zumindest mal diagnostiziert. Nach dem Auspumpen des Kontrollschachts sah es so aus, als würde zwar das Keller-Abwasser zum Schacht hin, aber nicht wirklich toll aus dem Kontrollschacht raus zum Kanal vor laufen. Das mit dem Abpumpen hat meine liebe Frau ganz allein gemacht, denn ich liege ja immer noch mehr oder weniger flach. Und die Kinder haben durch die Aktion kapiert, wo all das Wasser aus dem Abfluss hin geht.
Und noch ein Kochtipp zum Schluss: heute habe ich meiner Jüngsten beim Kochen geholfen, sie wollte unbedingt Klöße. Mangels hartem Brot mussten wir Kartoffelklöße machen. Das Rezept sagte bereits, man soll die Kartoffeln “am Besten am Vortag” kochen, was wir natürlich nicht mehr hinbekommen haben. Das Resultat war sehr … pampig …
Der Tipp lautet also, solche Kleinigkeiten beim Kochen nicht zu übergehen.
Aber mein Bauch verträgt ja eh noch nicht viel.
Ich war neulich krankheitshalber bei meinem Hausarzt. Als ich ins Behandlungszimmer durfte, fragte er mich zunächst “was haben wir denn?“. Mit der letzten mir verbliebenen Energie (mir ging es echt dreckig) probierte ich, einen Witz zu reißen und meinte “wahrscheinlich Männerschnupfen im Endstadium“. Da hat er mich mit großen Augen angeschaut und mich gefragt, was denn das für eine Krankheit sei. Davon habe er noch nie gehört. Ich habe ihm noch probiert, zu sagen, dass das die ultimative Krankheit ist, aber darauf ist er nicht mehr eingegangen und hat seine Anamnese gemacht und seine Diagnose gestellt.
An der Empfangstheke hat er dann meine Krankmeldung unterschrieben. Die Arzthelferin hat sich beschwert, dass er vergessen habe, eine Diagnose drauf zu schreiben. Ich hab dann gesagt, “schreibt halt ‘krank’ drauf“, woraufhin die Arzthelferin meinte “… oder ‘Männerschnupfen‘…“
DIE kannte sich aus …
;-)
Sonntag, 25. März 2018
Falls ihr irgendwie, irgendwo, irgendwann die Gelegenheit habt, euch “El Mago Masin” anzuschauen:
Tut das.
Lohnt sich.
Rät euch der Wolfram, der gestern Abend in Equarhofen in der Musikhalle war (danke nochmal, B&S!)
Sonntag, 18. März 2018
Gestern bis spät in die Nacht war’s noch trocken, ich hab den Hund einmal rings ums Kaff gezerrt, trotz Querfeldein trockenen Fußes.
Heute bin ich mir nichtmal sicher, ob ich denselben Weg nochmal finden würde …
Wir liegen hier in der “bevorzugten Zone”, von der das Radio sagt, es kann besonders viel Schnee fallen (”vom Odenwald bis zur Schwäbischen Alb”). Das bedeutet, wir haben an den windstillen Stellen fast 20cm feinsten Pulverschnee und dort wo der Wind haust, gar keinen.
Als ich vorhin nochmal mit dem Wau draußen war, kam kurz die Sonne raus und ich habe mir eine Sonnenbrille gewünscht; so krass hell war’s.
Derweil kann sich der Fefe nicht erklären, warum man in Franken derzeit nicht aussteigen kann … Infrastrukturapokalypse, Mann!!
;-)
Sonntag, 11. März 2018
Die Serie „Hubert und Staller“ läuft ja leider ihrem Ende zu. Die Protagonisten haben irgendwie so langsam keine Lust mehr: Nachdem die Pathologin Anja Licht (Hubsis Ex) und die Sonja von der Zentrale bereits aufgehört haben, will auch Staller nicht mehr, hat er angekündigt. Da ist es eine schlaue Idee vom Bayerischen Rundfunk, nach „Hubsi und Staller“ noch eine Folge von „Monaco 110“ zu senden; das ist auf jeden Fall ähnlich witzig.
Nur: wo kommt der Titel „Monaco 110“ her? Und: gab’s da nicht auch mal einen „Monaco Franze“ in der Glotze?
Zeit für eine Recherche, ob “Monaco” wohl irgendwas mit Polizei zu tun hat. Die beiden Serien ja wohl, aber das ist dann doch nicht des Rätsels Lösung. Die kommt nämlich aus dem Süden.
Für kleinere Ortschaften (wie zum Beispiel Kreßberg und seine Teilorte) gibt es in Fremdsprachen keine eigenen Worte. Für größere, insbesondere dank Umlauten schlecht auszusprechende aber sehr wohl.
Nehmen wir mal Nürnberg.
Da ist ja ein „ü“ drin. Damit tun sich Amis und Co. meist recht hart, folgerichtig gibt es einen englischen (und auch französischen) Namen für Nürnberg: Nuremberg. Der Italiener macht gar ein „Norimberga“ daraus, die Polen sprechen von Norymberga”.
Und auf diese Weise geschieht es auch der Stadt München. Die macht der Ami und der Franzose zu „Munich“, der Spanier platziert mit „Múnich“ gleich noch einen Accent drauf - und der Italiener sagt „Monaco di Baviera“.
Und genau daher kommt das mit den Serien, die spielen nämlich in München.
Montag, 5. März 2018
So oder ähnlich lautet wohl das Credo der Werbetexter bei einem hier nicht namentlich genannten Teehersteller.
Denn obwohl ich mir bisher immer gedacht habe, dass Tee ja Tee ist, gibt es bereits bei diesen drei Packungen krasse Unterschiede.
So muss der linke Tee unbedingt mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Dieser Hinweis fehlt bei den anderen beiden Sorten. Den mittleren Tee soll man mit kaltem (!) Wasser aufgießen und dann “das geeignete Gefäß” bis zum Kochen des Wassers erhitzen. Die Sorte auf der rechten Seite wiederum darf “normal” in einer Tasse mit kochendem Wasser aufgegossen und dann abgedeckt werden.
Kein Wunder, dass das Zeugs bei mir nicht wirkt, denn ich mache tatsächlich so ziemlich alles falsch, bei der Wassermenge angefangen, über die nicht genau eingehaltene Ziehzeit bis hin zum Abdecken.
P.S.: Ja. Erkältung.
P.P.S.: Nein, getrennt geschriebene Komposita gehen trotzdem nicht!
Montag, 26. Februar 2018
Habe festgestellt, dass das defekte Außenthermometer in meinem Auto eine nichtlineare Kennlinie hat. Weil nämlich:
Im Sommer waren die angezeigten Temperaturen halbwegs real.
Im Herbst war’s zu warm.
Ab +8 Grad Anzeige gab’s auf den Wiesen Reif zu sehen.
Und heute früh hat mich tatsächlich mal der “es ist kalt!”-Warnruf erwischt, denn bei -13°C war der gnädige Sensor der Meinung, doch mal +2.5°C anzeigen zu müssen.
Das ist insgesamt eine nichtlineare Kennlinie. Denn in Gedanken an die 8 Grad bin ich davon ausgegangen, heute -5 Grad zu sehen.
Anderenorts schrieb ich bereits, dass zumindest mein Corsa die Warnung nur zwischen -7° und +3° anzeigt — freilich nach seiner eigenen Temperaturrechnung …
;-)
Sonntag, 18. Februar 2018
Unser Kleinstes brabbelt inzwischen munter (mit Schnuller) im Gesicht drauf los. Und versteht immer mehr von dem Zeugs was wir Eltern von uns geben. Zum Beispiel die Bedeutung von „suchen“. Wenn man sagt „Such mal deinen Schnulli?“ dann geht es gleich los mit einem fröhlich-laufen „Nulli, bisch du?!“ (zu Deutsch in Etwa „Schnulli, wo bist du?“)
;-)
Neulich war Mama mit dem Wauwau und den Kids draußen und hatte die Hundekakatüten vergessen. Also zog die Karawane nach einer kurzen Stippvisite zuhause wieder los und machte sich auf die Suche nach dem Haufen, um diesen ordnungsgemäß in die Tüte zu verfrachten.
Mama erklärte noch, dass nun noch kurz des Wauwaus A-A gesucht werden müsse, woraufhin am Rand der Wiese ein fröhliches „Hundekaka, bisch du?!“ erklang …
:-)
Aber auch das größte Kind ist mir inzwischen langsam über. Die Tage kam beim Essen aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund ein lautstarkes “Krasse Scheiße” herübergeweht. Ich habe mich direkt beschwert und gefordert, es möge doch bittschön bei Tisch ein etwas anderer Ton und eine etwas gewähltere Ausdrucksweise verwendet werden. Das Echo kam ohne Zeitverzögerung: mir flog ein “Krasse Exkremente” entgegen.
Danach war ich einigermaßen sprachlos. Meine liebe Frau hingegen konnte herzlich über mich und Kind lachen.
;-)
Montag, 12. Februar 2018
Wisst ihr eigentlich, wie die privaten Fernsehsender auf ihre Einschaltquoten kommen? Ich weiß es jetzt, die lösen bei den Zuschauern eine Schockstarre aus!
Und zwar ist mir das neulich aufgefallen, als ich versehentlich in eine Autosendung reingezappt habe. Da ging es um die Vorstellung eines neuen Automodells und die Zuschauer konnten per F4cebook fragen stellen. Der Moderator vor Ort hat dann probiert, jemanden zu finden, der die Fragen beantwortet.
Was bei mir die Schockstarre ausgelöst hat, war die orthografische Qualität der Fragen. Da treten Leute öffentlich mit ihrem Namen im Internet auf und denen ist ernsthaft komplett egal, für wie bescheuert man sie hält? Einer hat es gar geschafft, in zwei kurze Sätze vier Fehler einzubauen.
Ob meines blitzartig eingesetzten Schocks sehe ich mich nicht in der Lage, euch den genauen Wortlaut mitzuteilen, aber da waren so Perlen dabei wie “kan mann die Lene asimetrisch teilen?” und “wiviel Hubraum und wiviel Leistung?”
Ich bin mir nicht sicher, nach welchem System der Sender diese Beiträge ausgesucht hat. Wollen die den Eindruck erwecken, ihre Zuschauer können tatsächlich keine Rechtschreibung? Immerhin gab es zur Frage auch den vollen Namen des Fragestellenden.
Haben die vielleicht gar noch die besseren Kommentare ausgesucht? Ich habe keinen Account bei F4cebook und kann deshalb nicht nachschauen. Ist die Menschheit tatsächlich inzwischen so rechtschreiberisch-schmerzfrei am Kommunizieren?
Wie haben die Fragesteller ihre Führerscheinprüfung bestanden? Haben sie sie überhaupt bestanden oder schauen sie die Autosendung nur zwecks der Sehnsucht, so wie ich zum Beispiel Dokus aus fernen Ländern?
Auf jeden Fall hat das mit der Schockstarre in meinem Fall wunderbar funktioniert. Ich sah mich für einige Minuten außerstande, weiter zu zappen …