Vor ein paar Wochen ist uns aufgefallen, dass auf unserem Balkongeländer immer wieder ein Rotschwänzchen sitzt und vor sich hin tschilpt. Rotschwänzchen singen ja nicht so viel. Sie setzen sich scheinbar unbeteiligt irgendwo hin und Tschilpen ein-, zweimal und wippen mit ihrem Namensgebenden Körperteil. Aber sie scheinen im Vergleich zu anderen Vogelarten etwas “frecher” oder “zutraulicher” zu sein, zumindest hier bei uns im Garten.
Auf jeden Fall hat das Rotschwänzchen (oder waren es doch zwei?) in unserer Wand-Palette weitestgehend unbemerkt von uns ein Nest gebaut und offenbar sind da auch Eier drin gelandet. Denn seit einigen Tagen tschilpt es da heftigst raus.
Was mir am Meisten imponiert, ist die Fütterungsfrequenz. Gefühlt sind die Eltern alle 2-3 Minuten da und stopfen frisch gefangene Insekten in die hungrigen Schnäbel rein. Der Tonfall der Jungen hat sich inzwischen auch schon deutlich verändert. Was zu Anfang noch ein schwächliches Piepsen war, ist inzwischen ein mehrstimmiges, kräftiges und forderndes Zwitschern.
Gefüttert wird übrigens durchgehend zwischen 4:30 und 21:30 Uhr (!).
Ob das die Vogeleltern wohl vorher schon wussten, dass sie über mehrere Wochen Akkordarbeit leisten müssen?!
