Sonntag, 16. März 2014

Geküsst

Da hab ich mir neulich beim Elektronikversender einen Auto-USB-Lader mitbestellt. Sowas hier:

usb_car_charger.jpg

Das ist so ein etwas klobiger Adapter, der auf der einen Seite den Auto-12V-Steckdosenstecker hat und auf der anderen Seite eine 12V-Buchse und zwei USB-Ports “zum Laden jeglicher USB-Geräte”.

Heute hab ich das Dingens mal “installiert” und das Handyladekabel mitgenommen. Supi, das Ding tut einwandfrei!

Als ich nun mit dem Junior wieder heim gekommen bin, wollte ich die Packung dezent entsorgen. Aber halt: da ist ja noch Papier mit drin! Also hab ich vor dem Recycling noch kurz reingespickt, was mir der Hersteller denn da vielleicht noch für Geheimnisse verrät.
Und tatsächlich: BÄÄÄM!
Ich hab das alles TOTAAAAAL falsch gemacht!
Das Ding ist gar nicht fürs Auto gemacht! Das darf ich nur im Haus benutzen!!!

anleitung_car_charger1.jpg

Und auch dass ich das Teil an meine 12V-Dose angedockt hab, war auch KOMPLETT daneben; weil da gehören nämlich 230V hin!!!

anleitung_car_charger2.jpg

So, und nu?!

Samstag, 15. März 2014

Der Wau

Letzten Sonntag, auf einem kleinen Ausflug mit den Kids, ist mir unser Wau versehentlich vors Objektiv gelaufen:

wau_maerz_2014.jpg

;-)

Freitag, 7. März 2014

Über Chancen

Wenn bei eurem AEG Öko-Favorit 4050 mal der Türschalter hopps geht (sich das Gerät also entweder nicht anschalten lässt oder das Ding weiterspült, auch wenn man zwischendrin die Tür aufmacht und noch was reintun will), dann könnt ihr das recht einfach selber reparieren.

Zuerst bewaffnet man sich mit einem ordentlichen (!) Kreuzschlitzschraubendreher. Dann sagt man zur Spülmaschine “soooo, schön weit aufmachen” und schraubt diese Schrauben hier raus:

spuelmaschine_deckel_abschrauben.jpg

Nun kann man die Tür zumindest wieder anlehnen, weil sich nun der Elektrik-Teil nach vorne klappen lässt:

spuelmaschine_tuerschalter.jpg

Der Übeltäter verbirgt sich in dem rotbraunen Plastiktrumm, welches auch die Tür zuhält.

Das Plastiktrumm wiederum geht ganz ohne Werkzeug ausbauen, indem man schlicht die Nase unten ein wenig anhebt und dann das ganze Teil nach unten schiebt:

spuelmaschine_schlosseinheit_ausbauen.jpg

Nachdem man die beiden Kabel abgesteckt hat, kann man sich damit bequem an einen Tisch setzen und weiterbasteln.

Den bösen bösen Mikroschalter kriegt man mit ein wenig Hebeln aus dem rotbraunen Teil raus, und dann hat man ihn vor sich:

spuelmaschine_mikroschalter.jpg

In meiner Maschine ist ein Mikroschalter vom Typ D45X verbaut, der Hersteller ist Cherry (ja, die, die auch die Tastaturen bauen). Prinzipiell geht an dieser Stelle auch jeder andere Mikroschalter, sofern er a) dieselbe Stromstärke verträgt und b) (ganz wichtig) so lange Anschlussfahnen hat wie das Original. Weil die werden ja durch das rotbraune Plastiktrumm durchgesteckt. Egal ist hingegen, ob der Schalter zwei oder drei Anschlussfahnen hat, wenn man denn die richtigen beiden anschließt.

Prinzipiell lässt sich so ein Mikroschalter auch tatsächlich zerlegen (das habe ich früher an meinem guten Competition Pro gemacht), wenn man die beiden Deckel-Haltebolzen (auf dem Bild auf der Rückseite und darum nicht sichtbar) zum Beispiel mit einem Schraubendreher abmacht und dann den Deckel runterhebt. Dann kann man auch reinschauen, wie so ein Ding funktioniert beziehungsweise funktionieren soll, nämlich wird da der Kontakt in bester Knackfroschmanier per Federkraft entweder zwischen dem einen Anschlusspärchen oder dem anderen geschlossen.

Seit gestern weiß ich aber, warum solche Dinger “Mikroschalter” heißen: weil die Chance, als Normalsterblicher so ein Teil wieder funktionsfähig zusammenzustecken, wirklich “Mikro” ist …

Ich hab nach über einer Stunde vergeblicher Assemblierversuche einen neuen Mikroschalter bestellt und in der Zwischenzeit die beiden Kontakte mit einem Kabel kurzgeschlossen, meine Tür ist also gerade Dauer-Zu.

Mittwoch, 5. März 2014

Striptease!

Da hat mir doch glatt die Charlotte mein allererstes Blogstöckchen zugeworfen!

Und das mir, wo ich doch Kettenbriefe partout nicht abkann!

Kurz ein paar klärende Worte vorab: die Charlotte vertritt aktuell (und meines Erachtens äußerst professionell) den Herrn Wortmischer. Und ein Blockstöckchen ist so eine Art Blog-Kettenbrief in Fragebogenform mit öffentlicher Bloßstellung (daher auch der Titel).

Hier kommen zuerstmal Charlottes fieben - äh - sieben fiese Fragen:

  1. Was ist das früheste Ereignis in Deinem Leben, an das Du Dich erinnern kannst?
  2. Wann und wen hast Du zum ersten Mal geküsst? (Mama, Papa, Opa, Oma gelten hier nicht.)
  3. Bist Du Eurogegner oder -befürworter?
  4. Seit wann benutzt Du Mobiltelefon? Seit wann Smartphone? Hast Du einen Twitter-Account?
  5. Mit welcher Freizeitbeschäftigung verbringst Du in Deinem aktuellen Leben am meisten Zeit?
  6. Dein Partner oder bester Freund hat Dich auf ewig verflucht, das Haus angezündet und Dein Konto abgeräumt. Bei wem suchst Du Hilfe?
  7. Wovor hättest Du mehr Angst im Alter? Vor Demenz oder Insolvenz?

Puh.
Das bringt mich alles ganz schön ins Schwitzen!

Aber schau mer mal, was dabei rauskommt:

  1. Also meine erste wirklich echte Erinnerung (die nicht anhand von Fotos aufgefrischt ist): Das sind Bruchstücke aus der mittleren Kindergartenzeit. Dass es da eine Tante Roswitha gab. Und dass ich mir einmal den Spielrock in der Puppenküche angezogen habe, weil ich wissen wollte, wie das ist, wenn man sich dreht und der Rock nach außen abdriftet.
  2. Das weiß ich nicht mehr. War also keine weltbewegende Erfahrung, die während meiner spätpubertären Mofarocker-Phase stattgefunden hat. Ja, ich habe vor meiner Frau andere Frauen geküsst. Nein, keiner dieser Küsse ist mir im Kopf geblieben.
  3. Den €uro find ich gut. Nicht mehr Geld wechseln müssen, wenn man in die Niederlande oder nach Spanien oder Kranfreich fährt, das ist super. Aber die Devisensammeldose langweilt sich seither zugegebenermaßen, und auch die ständigen Rettungsschirm-Aktionen der jüngeren Zeit lassen das ganze Finanzwesen so aussehen, als würde es auf sehr fragilen Porzellanfüßen stehen.
  4. Mein erstes Mobiltelefon hatte ich im Jahr 2001. Das erste Smartphone gab’s vor etwa vier Jahren, allerdings habe ich erst seit einem Jahr auch eine Mobil-Internet-Flatrate. Mein Telefon hat Android drauf, weil die wirklich guten Sachen (Eifon) hat bei uns die Chefin. Zwitschern tu ich nicht.
  5. Mit der Familie, eindeutig. Frau und Kids und Katzen und Wau.
  6. Zuflucht würde ich in diesem Fall bei meinen Eltern suchen.
  7. In unserer heutigen Gesellschaft dürfte eine Insolvenz schlimmer sein als Demenz.

Frau Charlotte, wärest du eventuell damit einverstanden, wenn ich hiermit deinen Durst nach Antworten stille, aber dafür niemanden sonst mit Stöckchen bewerfe?
Weil von wegen “was du nicht willst, das man dir tu …”
;-)

Sonntag, 23. Februar 2014

Wenn der Mathematiker flachst und der Kernphysiker slammt

Mein lieber Kollege Simon hat mir ein Buch von Christian Hesse geschenkt. Es heißt “Was Einstein seinem Papagei erzählte”.

hesse_einstein.jpg

Christian Hesse ist Mathematikprofessor an der Uni Stuttgart, und er erklärt gleich im “minus ersten” Kapitel, dass das Buch aus Mathematik-Pausen entstanden ist. Dass er immer daran gearbeitet hat, wenn er den Kopf mal wieder frei bekommen wollte. Es ist also mitnichten für Mathematik ausübende Mathematiker geschrieben sondern für Leute wie dich und mich.
Besonders amüsant fand ich die Seiten über Ingenieure (S. 177 - 181), obwohl ich mich so einige Male peinlich getroffen fühlte…
Hier gibt’s weitere Infos zu dem Buch auf der Verlagswebseite.

Ein anderes, allerdings durchaus wissenschaftliches Buch, welches ich erst kürzlich gelesen habe, ist “Bis(s) ins innere des Protons” von Boris Lemmer. Im Schweinsgalopp nimmt er den Leser mit ins CERN und zerreißt das Bohr’sche Atommodell bereits zu Beginn des Buches mit wenigen Worten in der Luft. Vor lauter Irgendwas-yonen wurde es mir bisweilen ganz schwummerig im Kopf … Aber ich habe verstanden, dass das Elektron eben nicht das kleinste momentan bekannte Teilchen ist. Das besondere an Boris’ Schreibstil ist, dass er alles in kurzen und für Normalsterbliche verständlichen Sätzen formuliert. Das macht ihn auch als Science-Slammer recht erfolgreich.
Seine Homepage gibt’s unter http://www.borislemmer.de.

Dienstag, 18. Februar 2014

Wie tief?

Da gibt es ja grad in Regierungskreisen so ein wenig Diskussion um einen Ex-Abgeordneten, dessen Rechner grade ZUFÄLLIG verschwunden ist. Von wegen Kinderpornografie. Was mich an der Sache bestürzt, ist nicht, dass der Ex-Abgeordnete gesagt hat, dass „das von ihm gekaufte Material nicht kinderpornografisch ist“, sondern dass er überhaupt irgendwelches so zu nennendes „Material“ hat.
Wer hat diesen Menschen denn ins Parlament gewählt? Zumindest ich habe den Namen zuvor noch nie gehört, obwohl er offenbar schon ein paar mal nicht gerade angenehm aufgefallen ist.
Als Elter frage ich mich freilich auch, wie tief man eigentlich sinken muss, um auf die Idee zu kommen, Bilder von nackten Kindern zu verkaufen? Und welche Diagnose würde ein Psychiater den - äh - Menschen stellen, die da einkaufen?

Es gibt in Deutschland schon seit deutlich vor 1900 ein Gesetz, welches Kinderpornografie verbietet. Es wurde erst 2008 nochmal verändert. Damals hat man wohl den Text „den sexuellen Missbrauch von Kindern“ durch „sexuelle Handlungen von, an oder vor Kindern“ ersetzt (1), was schonmal deutlich weitreichender gefasst ist. Aber wie das bei Gesetzen so ist, sind die Grenzen trotzdem noch Auslegungssache.
Das überaus Bittere an der Geschichte ist (und da stimme ich dem SWR3-Moderator des heutigen Topthemas vollkommen zu), dass unsere Damen und Herren Abgeordneten sich erst jetzt wieder damit beschäftigen, wo „einer der ihren“ betroffen ist.

In dem Zusammenhang bin ich auch gespannt, wie lange unser stellvertretender Kanzler noch im Amt ist; immerhin hat die Frau Merkel ihm ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. Und das ging ja bekanntermaßen noch nie lange gut

(1): http://lexetius.com/StGB/184b

Donnerstag, 13. Februar 2014

Ach Youtube!

ach_youtube.png

Warum nur kann ich auf jedem Eifon und jedem Eipäd und jedem neueren Android-Gerät alle Videos anschauen, ohne dass der ständig sicherheitsbeleckte Flashplayer drauf läuft, aber auf meinem “großen” Rechner lasst ihr mich das nicht?
Ist es diese Vorab-Drecks-Werbung, von der jeder nur den Ausschnitt unten rechts anschaut, bis er/sie endlich drüber klicken kann?

Warum krieg ich die Videos aber angezeigt, wenn ich den Useragent beispielsweise auf IE10 (!) oder Eipad umstelle?

Und wenn ich schon dabei bin:
Vimeo, was habt ihr gegen den Firefox? Was soll ich mit Sprüchen wie “Ouch! This video can’t be played with your current setup.”?
Warum darf der Firefox keine Videos von euch anzeigen, der Safari oder jedes X-beliebige Mobilgerät aber sehr wohl?

Fragt sich der Flashplayerlose Wolfram …

Samstag, 18. Januar 2014

Suchhilfe

Wenn ihr auch mal nach eurer etwa 8 Jahre alten Candy C2 145 84 (310000859) schauen wollt, weil die nicht mehr richtig schleudert, und den Motor rausgebaut habt und der so aussieht:

candy_sole_motor.jpg

dann ist der Motor von SOLE hergestellt. Meiner hatte keinerlei Typenschild und auch sonst keine Beschriftung (bis auf die Erdungsanschlüsse), deshalb habe ich alleine danach eine ganze Weile gesucht.

Und eure Maschine schleudert höchstwahrscheinlich deshalb nicht mehr, weil die Kohlen nach der Zeit runter sind. Die sind im Neuzustand ca. 35mm lang, und wenn sie verschlissen sind, dann kommen die kaum mehr raus aus dem Halter. Im Netz findet man Aussagen wie “15mm ist Minimum”. Meine waren noch deutlich kürzer …

Zum Durchmessen des Motors (dazu gibts eine super Seite von Hausgeräte-Kundendienst-Wittlich) folgende Tipps:

  • der Tachogenerator (das runde Ding in der Mitte mit den gelben Kabeln) sollte einen Widerstand von um die 180 Ohm haben. Die misst man zwischen den Kontakten 4 und 5, wobei der erste Kontakt in meinem Bild links unten ist. Sobald man den Motor dreht, sollte der Widerstandswert schwanken.
  • die Statoren sollten (ohne zu Drehen) Widerstände unterhalb von 2 Ohm haben. Den Stator für den langsamen Betrieb misst man zwischen Kontakt 3 und 7, den für den “Eilgang” zwischen 1 und 7”.
  • auch der Rotor (zu Messen zwischen Kontakten 2 und 6) sollte einen ziemlich kleinen Widerstand haben

Ersatzkohlen für diesen Motortyp haben die Nummer 49000466.
Die Kohlen kann man auch einzeln irgendwo kaufen, denn der Bürstenträger lässt sich sehr einfach zerlegen. Man achte nur auf passende Maße; die Kohlebürste sollte 5mm dick, 12,5mm breit und etwa 35mm lang sein. Der Anschluss muss ein AMP-Stecker mit einer Breite von 4,8mm sein. Ich habe solche Dinger im Netz für etwa 10€ pro Paar gefunden.
Allerdings habe ich mich letztlich doch dazu entschieden, Kohlen samt Halter zu bestellen; wer weiß, wie gut die AMP-Stecker zu meinem Teil passen. Für knapp 30€ pro Paar fand ich den Preis ganz okay; ich habe die Dinger anderenorts auch für mehr als 40€ pro Stück (!) gesehen.
Es gibt wohl auch AEG-Waschmaschinen, die fast denselben Motor verbaut haben, aber dort läuft der in die andere Richtung. Deshalb passen diese Kohlen (bzw. Kohlenhalter) leider nicht, obwohl sie fast gleich aussehen.
Ich habe meine (in Ermangelung von eBuy- und Männergleich-in-den-Krieg-Ziehenden-Frauen-Konto) beim Ersatzteilfritze bestellt.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die schönste Freude

Die schönste Freude in der Vorweihnachtszeit ist doch, wenn man Weihnachtslieder singen kann, in vollem Bewusstsein an die GEMA, und dabei die Mundwinkel extrem breit machen kann!

Mein persönlicher Dank an dieser Stelle deshalb an die Musikpiraten, die dieses Jahr schon die dritte Auflage der GEMA-Freien Weihnachtslieder herausgebracht haben.

Donnerstag, 14. November 2013

Spacig

…sieht es aus, das Stadion von Székesfehérvár. Vor allem bei Nacht und Nebel.

stadion_szekesfehervar.jpg

Dort spielt der Videoton FC, und das Dingens nennt sich Sóstói-Stadion.

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