So muss ein Ostersonntagsbrunch bei der Frau Nachbarin aussehen: (die essbaren Sachen in loser Reihenfolge, ganz grob von links nach rechts) Obatzter, Salat mit Paprikastreifen, Kaffeezubehör, Beerensmoothie, Streuseldingens mit Kirschen, blau eingewickeltes Osterei, Kaffee, Käseplatte, Mozzarella-Tomate. Nicht im Bild: ganz viele weitere Leckerli wie Bürlis, Olivenbrot, Kräuterquark, Tzatziki (mit Wumms drin), …
Kommen wir also zu besagtem Gegenvorschlag: Ich glaube, wir müssen das grad andersrum machen wie von der Kirche vorgesehen: nicht bis Ostern wird gefastet, sondern ab Ostern…
Neulich hab ich wegen eines Unfalls an der Fernbedienung versehentlich die Privaten eingeschaltet und konnte einfach nicht mehr weiterschalten — Flipper war angesagt.
Also haben wir uns gemeinsam der Nostalgie hingegeben und die dümmliche Werbung zwischendrin mit offenen Mündern verfolgt. (Anm. d. Red.: Werbung kennen wir ansonsten so gut wie nicht, weil meistens der Kika eingeschaltet ist). Was da für Zeugs beworben wird! Unglaublich.
Aber ich schweife ab.
Wir schauen also Flipper und sehen zu, wie der Bösewicht irgendwelche Giftfässer versenkt und der Inselreichpolizist immer wieder sagt, dass der Delfin weg muss weil wegen den Fischern ihrem Fang.
Und die ganze Zeit denke ich mir, dass der Bub mit den eigentümlich strahlenden Augen, der da ständig mit Flipper kuschelt, irgendwie aussieht wie der Film-Frodo aus dem Herrn der Ringe.
Also haben wir uns irgendwann das Internet aufs Sofa geholt und nachgeschaut, was wir denn da gerade anschauen. Ein Flipper-Remake von 1996. Und der Bub, das war tatsächlich der Elijah Wood — im zarten Alter von 15 Jahren …
Unsere Tageszeitung, das Hohenloher Tagblatt, bietet nicht wirklich oft Artikel, die mich so richtig vom Hocker hauen. Andererseits hat sie (bis auf ein paar offensichtliche Aussetzer) auch keine allzugroßen Macken. Oder, auf gut hohenlohe-fränkisch gesagt, ist “nicht geschumpfen genug gelobt”.
Eine normale Tageszeitung, halt.
Neulich bin ich aber über eine Kolumne gestolpert, die mal wirklich lesenswert ist, und zwar ist das “Thieles Wahnsichten”. Hier erzählt eine wortgewandte Mama von dreien jeden Freitag über ihren Alltag und spricht Dinge aus, die sich unsereins oftmals nur denkt …
Die Wissenschaftler Spülmaschinenhersteller wollen uns klarmachen, dass es unterschiedliche Härtegrade von Wasser gibt und dass der Härtegrad abhängig ist vom Kalkgehalt.
Kompletter Blödsinn.
Es kommt nämlich auf die Menge und die Fallhöhe an.
Vergangen Sonntag waren wir im Steiff-Museum in Giengen.
Dieses Museum schimpft sich auch “Erlebniswelt”, und genau das ist es auch — sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.
Ich muss allerdings gleich vorweg schicken, dass Erwachsene öfters mal tränige Augen haben dürften, ob der Erinnerungen und der rührig erzählten Geschichte von Margarete Steiff.
Das Museumsgebäude macht von außen vor allem wegen der doch etwas futuristischen Architektur einen sehr kompakten Eindruck. Die wahre Größe erfährt man erst, wenn man sich dem Eingang nähert.
Wenn man das Gebäude betritt, kann man entweder den obligatorischen Shop entern oder an der Kasse den Eintritt für’s Museum begleichen. Museumsbesucher werden immer in kleinen Gruppen gesammelt und eingelassen. Dann werden sie in einer multimedialen Show zunächst mit Margarete Steiff (beziehungsweise ihrem Geist) bekannt gemacht. Nun geht die Erlebnisreise durch eine Tür weiter in die alte Steiff-Werkstatt, wo einem ein Teddy mit der Typbezeichnung 55 PB viele weitere Details über die Firma Steiff erzählt. Erst dann realisiert man, dass man einen Aufzug betreten hat, denn es geht weiter über zwei Stockwerke nach oben zu dem Teddy Knopf und seiner Freundin Frieda, die in einem Bett in einer Wolke stecken. Die Besucher begleiten die beiden anschließend durch verschiedene multimedial gestaltete Themenwelten auf der Suche nach den sagenhaften verschollenen 3000 Teddybären.
Meines Erachtens sind die kleinen Gruppen gleichzeitig ein sehr großes Plus aber auch ein Minus für die Steiff-Erlebniswelt. Ein Plus, weil man dadurch nicht den Eindruck hat, dass man nur einer von vielen Besuchern ist. Die Kinder bekommen auf jeden Fall einen Platz “vorne dran”. Man versteht die Vorträge sehr gut, weil alle gebannt lauschen. Das Minus dabei ist, dass die Erlebnisreise pro Besuch nur einmal stattfinden kann.
Im Anschluss an die Reise können sich die Besucher an vielen zum Teil riesigen Steifftieren auslassen. Wie groß die wirklich sind, zeigt vielleicht das nebenstehende Bild mit Kind und Elefant…
Die Margarete Steiff ist übrigens eher durch einen Zufall zum Schneidern von Kinderspielzeug gekommen. Sie wurde als Kleinkind sehr krank; später wurde Kinderlähmung bei ihr diagnostiziert. Deshalb saß sie ihr Leben lang im Rollstuhl. Das Nähen lernte sie, weil das eine Tätigkeit ist, die man im Sitzen ausüben kann, und sie lernte wegen ihres Handicaps, die Nähmaschine “von hinten” zu bedienen. Eines Tages kam ihr eine Zeitschrift in die Finger, in der das Schnittmuster für einen kleinen Stoffelefanten drin war. Sie schneiderte sich einen und benutzte ihn als Nadelkissen. Das war die Geburtsstunde der der Steiff’schen Stofftierproduktion.
Die Geschichte mit den 3000 Teddybären lief übrigens angeblich so: auf einer Spielwarenmesse hat ein Einkäufer aus den Vereinigten Staaten kurz vor Messeschluss 3000 55-PB-Teddys bestellt. Die wurden zwar angefertigt, aber haben nie ihr Ziel USA erreicht. Dem Vernehmen nach weiß niemand, wo und unter welchen Umständen diese 3000 Teddys abhanden kamen.
Auch werden wir wohl nie erfahren, welche der beiden Varianten, wie der Teddy seinen Namen erhielt, wahr ist — als Lokalpatriot und Tierfreund bevorzuge ich selbstverständlich diejenige mit deutscher Beteiligung.
Liebe Leute!
Schon vor längerer Zeit habe ich euch mal von meinem guten alten Mailfreund Patrick erzählt.
Was soll ich sagen?
Es hat ihm offenbar immer noch niemand geholfen, denn gerade eben hat er mir wieder geschrieben!
Er ist immer noch der Direktor der Hang Seng Bank, und irgendwie scheint ihm Yahoo-Hongkong immer wieder die E-Mail-Adresse zu streichen, denn seit dem letzten Mal hat er die Zahl hinter seinem Namen von 259 auf 300 erhöht.
Also, Leute, wenn ihr ihm helfen und mailen wollt, dann bitte inzwischen an ppchan300@yahoo.com.hk oder ppchan300@aol.com
Heute mal ein Rezeptvorschlag von unserem Juniorchef:
Man nehme etwa 25g Butter (zum besser Vorstellen können: Man nimmt ein ganzes Steinchen Butter und teilt es längs. Dann nimmt man eine der Hälften und schneidet sie in fünf Stücke - eins davon hat 25g) und eine Scheibe Brot. Es darf gerne auch eine kleine Scheibe Brot sein, und es macht auch nichts, wenn man gar kein Brot hat.
Das Stückchen Butter teilt man mit dem Messer in zwei Teile und isst den einen Teil sofort.
Den anderen Teil klebt man auf das Brot drauf und probiert halbherzig, ihn flachzudrücken (siehe nebenstehende Abbildung). Dann setzt man das Brot vorsichtig am Mund an, schleckt den Butter runter und lässt anschließend das Brot liegen.
(Anm. d. Red.: Und bevor sich irgendjemand beschwert: Wir sind hier in Hohenlohe-Franken, da ist der Butter immer männlich)
…zumindest habe ich mir soetwas gedacht, als ich das hier grade eben in der Onlineausgabe unserer Lokalzeitung gesehen habe:
Ungeachtet des durchaus ernsten Hintergrunds der Meldung hätte ich von einer so genannten Redaktion nicht mit so einem Artikel gerechnet.
Es fängt ja schon mit der Überschrift an: “Beuerlach” findet noch nichtmal Google Earth, “Beuerlbach” hingegen sehr wohl. Zum zweiten Satz des Teasers lehne ich mich mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass auch wenn das mit der neuen Rechtschreibung nicht so 100% trivial ist, immer noch mit “P” gestapelt wird. Da spielt es dann fast keine Rolle mehr, wenn der “Stabel” dann auf ein Wohnhaus losgeht.