Sonntag, 28. Januar, 2024

Von Bergen und Retten

Ein Gutes und Gesundes Neues Jahr wünsche euch allen noch auf diesem Wege!
Zumindest hier auf dem Land darf man das ja wünschen, solange der Hafer noch nicht ausgesät ist - und das geschieht üblicherweise Anfang März.

Anfang März haben wir noch nicht, also darf ich ;-)

Was wir allerdings in letzter Zeit wieder vermehrt haben, sind Unfallberichte, die in der Form sicherlich nicht von erfahrenen Rettungskräften kommen.
Für Rettungskräfte handelt es sich nämlich bei den Begrifflichkeiten “Trage” und “Bahre” sowie “retten” und “bergen” nicht um äquivalente Worte; für die Berichteschreiber aber offenbar schon.

Wenn Rettungskräfte jemanden retten, dann lebt der Verletzte (noch). Wenn es aber heißt, dass jemand geborgen werden muss, dann kommt der Retter leider zu spät. Dieselbe Unterscheidung erfolgt beim Transportgerät: auf der Trage wird jemand zum Rettungsdienst gebracht. Auf der Bahre aber eher zum Bestatter.

Besonders blöd für Rettungskräfte ist es übrigens, wenn sie per Einsatzbefehl mit der Trage zur Rettung loslaufen, und der Verunfallte dann auf dem Rückweg verstirbt. Dann wird die Trage zu Bahre und die Rettung zur Bergung.

Falls ihr also mit jemanden von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr mal über so was reden müsst (was ich niemandem wünsche), dann achtet darauf, das jeweils passende Wort zu verwenden.

Ausreden gibt’s jetzt ja keine mehr - ich hab’s euch ja erklärt …

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