Donnerstag, 1. September 2011
Letztes Wochenende waren wir anlässlich einer Feier in Leukershausen im Backhaus zum Blootz essen und haben dort auch mal wieder 5 Liter sortenreinen Kreßberger Apfelsaft mitgenommen (ich glaube, es war ein Jakob Fischer, auf jeden Fall sehr lecker).
Wir hatten vor einer Weile schonmal ein paar Kartons mit Gewürzluike und Brettacher; die jedoch ziemlich unansehnlich waren. Im Prinzip aber auch wurscht, was draufsteht, denn es kommt auf den Inhalt an, und der passt wie gesagt sehr gut. Neulich war sogar was zur Kreßberger Apfelsaftinitiative im Hohenloher Tagblatt.
Nun, inzwischen sind die Kartons marketinggerecht bedruckt, und es steht auch eine URL drauf:
http://www.wundergaerten.info
Da konnte ich freilich nicht widerstehen und musste direkt surfen gehen. Und jetzt weiß ich endlich, dass ich in einer Kulturlandschaft wohne, “in der noch Mensch und Natur im Einklang sind” …
Dazu passend hat die offizielle Kreßberger Homepage schon geraume Zeit “Leben wo andere Urlaub machen” im umlaufenden Banner, gegebenenfalls kurz warten.
;-)
(absichtlich einsortiert unter “schon gewusst”…)
Montag, 29. August 2011
…über die Kamera in meinem Galaxy 3… Dabei können auch Nokia-Handys beschissene Bilder machen (und per MMS versenden):
Vor allem das Motiv ist unter aller Kanone und wird den EINEN oder anderen Hobbit uups Hinterwäldler uups Auenwälder unter den Vespertisch werfen. Sorry an dieser Stelle für den nicht öffentlich erklärbaren Insiderwitz.
Zugegeben, so ganz ohne Foto-LED und Blitz hätte mein Galaxy in derselben Situation grad mal gar nix gemacht, aber wenn Licht da ist, wie zum Beispiel heute früh um halb sieben, dann kann man doch relativ annehmbares auf die Speicherkarte bannen (und das hier ist auch noch ungefähr 1:4 runterskaliert UND wird trotzdem größer, wenn man draufklickt):
Sonntag, 28. August 2011
Bei den Naturkindern gab es diesen Sommer immer mal wieder verschiedene Farbenthemen. Mal Gelb, mal Blau, mal Rot.
Unser heutiger Ausflug an eine Stelle Kreßbergs, an der allen Ernstes mal eine Müllhalde geplant war (!), würde dort voll der Mottofarbe “Grün” entsprechen:
Erlendolden
Der Biber: durch diese hohle Gasse kommt er immer…
Ein Heuschreck in der Wiese
Ein kleiner Hain mitten in der Wiese
Wunderbare Feuchtwiese in einem abgelassenen Weiher
Riesige Eiche an einem anderen Weiher.
Mitten in der Wiese: ein Bachlauf. Höhenunterschied von Ufer zu Ufer: bis zu einem halben Meter.
Massenhaft Brombeeren!
Blick westwärts vom Lindenbrunnen aus.
Blick südwärts übers Tal.
Uralter Birnbaum mit toll moosbewachsenen Ästen
(Wie immer werden die Bilder per Klick noch einen Ticken größer)
Donnerstag, 25. August 2011
Gestern während des Gewitters sah man über Nachbars Haus einen wunderbaren Doppelregenbogen.
Schon gewusst: der sekundäre (weniger sichtbare) Regenbogen ist farblich genau umgekehrt.
Zugegeben, ganz so toll wie einige der Fotos in diesem Beitrag von Florian Freistetter in den Scienceblogs ist meins nicht geworden, aber man ist ja Lokalpatriot… Ganz unten auf der Seite wird übrigens sehr schön erklärt, wie das mit dem/den Regenbogen/Regenbögen überhaupt funktioniert.
Heute mal ein Panorama für meine geneigten Leser, bei dem sich der Klick aufs Bild lohnt:
Zur Rechten sehen wir den Ruhwald, in der Bildmitte im Hintergrund der Kreßberg. Hinter der rechten Birke am unteren Bildrand sieht man die Flügel des neuen Windkraftwerkes, welches im Juni zwischen Marktlustenau und Larrieden aufgestellt wurde.
Gebastelt mit dem wunderbaren Hugin.
Im Original ist das Pano 5778 Pixel breit; ich habe es fürs Blog auf 1800 Pixel runterskaliert.
Montag, 1. August 2011
Ja, es gibt in Kreßberg durchaus noch Ortschaften, die über eigene Brunnen verfügen und deshalb nicht an die öffentliche Wasserleitung angeschlossen sind.
Doch das Landratsamt hört nicht auf, seine Meinung kundzutun. Sowas gehöre sich nicht. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass das Wasser überwiegend nicht zum Verzehr geeignet sei.
Und legt deshalb den betroffenen Bewohnern von Hohenberg und Schwarzenhorb nahe, sich doch freiwillig ans öffentliche Netz anschließen zu lassen. Selbst unser Bürgermeister meint, die bisherigen Brunnenherren sollten das doch bittschön jetzt machen, sonst werde es teuer. Natürlich aber soll auch niemand zu seinem Glück gezwungen werden oder gar der Eindruck entstehen, man wolle den Leuten etwas aufzwingen…
Das Hohenloher Tagblatt vergleicht die Situation gar mit dem allen Asterix-Lesern wohlbekannten kleinem gallischen Dorf und titelt: “Nur Wasser, kein Zaubertrank“…
Sonntag, 31. Juli 2011
Es gibt in Kreßberg durchaus Ecken, in denen man Fotos machen kann, die keinerlei Zivilisationsanzeichen zeigen:
Wir befinden uns hier südöstlich von Waldtann; etwa hier, und schauen nach Nordosten. Leicht rechts von der Bildmitte sehen wir am Horizont den Kreßberg. Und tatsächlich keinerlei Stromleitungen oder Gebäude oder so. Wobei die bei der miesen Kamera im Galaxy 3 wohl sowieso nicht sichtbar wären…
Das für alle Singapurianer, die ich während meinem Praxissemester immer mal wieder geschockt habe… :-)
Die haben mich nämlich immer gefragt, wo ich denn her bin.
Und dann hab ich gesagt “aus Deutschland”.
Dann wollten sie meist wissen “Von wo denn in Deutschland?”.
Und ich hab daraufhin gesagt: “In der Mitte zwischen Nürnberg und Stuttgart”.
Und die, die dann immer noch keine Ruhe gegeben haben, habe ich mit folgendem Spruch mundtot gemacht:
“Ich komme aus einer Gemeinde mit dem Namen Kreßberg, die flächenmäßig etwa halb so groß ist wie Singapore. Auf dieser Fläche wohnen etwa 4000 Menschen (Anm. d. Red.: in Singapore gab es damals etwa 4 Millionen Einwohner, wobei etwa die Hälfte von Singapore nicht bewohnt ist). Die 4000 Menschen teilen sich auf 33 Ortschaften auf. Es gibt bei uns in der Gemeinde Ortschaften, in denen nur zwei Menschen gemeldet sind. Und ich komme aus der größten der 33 Ortschaften mit dem Namen Waldtann, die etwa 600 Einwohner zählt”.
Der Spruch hat immer gewirkt :-)
Samstag, 23. Juli 2011
…der weiße Neger Wumbaba…
:-)
(Wir blicken am Morgen des 19. Juli 2011 südwärts gen Rappetshalde)
Mittwoch, 20. Juli 2011
…der Kreßberger Kämmerer freut sich, wenn die Pro-Kopf-Verschuldung nur leicht auf fast 650€ steigt…
In der Tagespresse heißt das dann gleich “Sonnenschein und Sahnehäubchen”.
Und gleichzeitig fehlt dem Bürgermeister im Gemeinderat der Rückhalt für ein geplantes Bieneninformationszentrum im ehemaligen Feuerwehrmagazin in Leukershausen. Selbst Captain Obvious hätte das nicht ahnen können…